Der nächste Schritt wird folgen
Selbst wenn die „Alte Dame“ den Aufstieg verpassen sollte, ist es wahrscheinlich, dass Ernst in der kommenden Saison bei einem Bundesligisten unter Vertrag steht. Namentlich wird bisher Borussia Mönchengladbach genannt. Diese Spur könnte vor allem dann heiß werden, wenn Moritz Nicolas im Sommer den Verein verlässt – die aktuelle Nummer 1 der Fohlen wird bereits seit dem letzten Sommer mit der Premier League in Verbindung gebracht. Weitere Optionen könnten der HSV oder Eintracht Frankfurt darstellen. Bei den Rothosen ist derzeit noch Daniel Heuer Fernandes als klare Nummer 1 gesetzt, doch gab es bereits im Winter Diskussionen über die Nachfolge von Daniel Peretz als Nummer 2. Letztlich wurde der 23-jährige Norweger Sander Tangvik für 2,6 Millionen Euro aus Trondheim geholt – für den HSV viel Geld, weshalb ein Ernst-Transfer dorthin eher unwahrscheinlich erscheint.
Bisher ist zwar kein Kontakt bekannt, doch würde Ernst sehr gut ins Profil von Eintracht Frankfurt passen. Stand jetzt haben die Hessen nach dem Abgang von Kevin Trapp eine Vakanz auf der Position der langfristigen Nummer 1. Kaua Santos sollte diese Position einnehmen, doch der Brasilianer hat in einer teilweise vogelwilden Frankfurter Defensive noch nicht die nötige Grundstabilität gefunden. Der vor der Saison geholte Michael Zetterer konnte vor allem im Spätherbst nicht mehr vollends überzeugen und fiel dadurch auf, dass er nach Gegentreffern die eigenen Mitspieler anging, während er mitunter selbst für die Tore verantwortlich war.
Von daher wäre Ernst eine passende Alternative. Aufgrund der Ausstiegsklausel wäre der Torhüter vergleichsweise günstig zu haben. Darüber hinaus vereint er die von Neu-Trainer Albert Riera bevorzugten Fähigkeiten als Shot-Stopper mit dem Profil von Sportvorstand Markus Krösche, der einen spielstarken Torhüter sehen möchte. Lediglich bei der Strafraumbeherrschung hat Ernst noch Reserven, wobei er sich auf einem ähnlichen Niveau wie Santos bewegt und bereits eine sichtbare Entwicklung vollzogen hat. Hinzu kommt die familiäre Historie: Vater Thomas Ernst trug insgesamt 13 Jahre das Trikot der Eintracht und läuft bis heute für die Traditionsmannschaft auf.
Unabhängig davon, wie es ab dem Sommer weitergeht – es ist davon auszugehen, dass Tjark Ernst zeitnah in die Bundesliga wechselt, sofern die Hertha den Aufstieg nicht selbst realisiert. Der zweiten Liga scheint der Torwart indes allmählich entwachsen zu sein.
Kommentare (0)
Keine Kommentare vorhanden!