In Cottbus hatte Bethke in der Hinrunde seinen Stammplatz verloren, da er größtenteils verletzt ausfiel und sich dadurch der ehemalige Fürther Marius Funk festspielen konnte. Schuld daran war ein Sehnenriss im Oberschenkel. Ob er sich in Dresden sofort als Nummer 1 wird beweisen dürfen, steht noch nicht fest, gilt aber auch aufgrund der kurzen Vereinszugehörigkeit als eher unwahrscheinlich. Das weiß auch der Neuzugang, fügte aber gegenüber der „BILD“ an: „Ausschließen würde ich nichts. Wenn ich spiele, dann spiele ich. Wir werden sehen, wie die Entscheidung ausfällt.“ Die Zusammenarbeit mit seinen neuen Kollegen beschrieb er zunächst eher nüchtern: „Wir haben uns erst mal normal hallo gesagt. Ich glaube, im Torwart-Team ist alles entspannt. Das Wichtigste ist meiner Meinung nach, dass man sich gegenseitig pusht, um auf das nächste Level zu kommen.“
Für Bethke kam der Wechsel eine Liga höher zu einem guten Zeitpunkt, denn in Cottbus hätte er aufgrund seiner Verletzung keine wirkliche Chance mehr gehabt und fiel in der internen Hierarchie auf Position drei hinter Funk und Alexander Sebald zurück: „Als ich das gehört habe, war es anfangs schon komisch für mich, aber so ist der Profi-Fußball. (...) Jetzt bin ich froh, dass ich hier sein kann.“ Zu seinem Wechsel sagte der Torwart: „Das ging alles ziemlich schnell. Mitte letzter Woche kam der Anruf, dann haben wir uns geeinigt, danach die Vereine. Montag ist mein erster Zug nach Dresden ausgefallen, mit dem zweiten hat’s dann geklappt. Medizin-Check, erstes Training und jetzt stehe ich hier.“ Dynamos Sportdirektor Sören Gonther sagte zur Verpflichtung: „Elias war letzte Saison der notenbeste Torwart der 3. Liga und steht im Notizblock einiger Bundesligisten. Seine besondere Stärke im Eins-gegen-Eins und die sehr gute Strafraumbeherrschung zeichnen ihn aus und werden unseren Konkurrenzkampf im Tor, ähnlich wie auf anderen Positionen, deutlich anheizen. Perspektivisch trauen wir ihm noch große Sprünge in seiner Entwicklung zu.“
Auch für Bethke ist der Wechsel sportlich sehr interessant: „Die Aufgabe in Dresden ist nicht nur in der aktuellen sportlichen Situation sehr reizvoll. Wir haben als Mannschaft eine große Chance und wollen alles daran setzen, den Verein in der Liga zu halten.“ Im Sommer stand noch ein Wechsel zu Union Berlin im Raum. Dort war der 22-Jährige als Nummer 2 bei den Eisernen im Gespräch.
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