Der 1. FC Köln hat innerhalb weniger Tage gleich zwei wichtige Personalentscheidungen im Torwartbereich getroffen: Nils Segelken verstärkt künftig das Torwarttrainer-Team, zudem wurde mit Martin James ein neuer Torhüter für den Profikader verpflichtet.
Neue Expertise für das Trainerteam
Zur kommenden Saison wechselt Nils Segelken ans Geißbockheim und arbeitet dort gemeinsam mit dem langjährigen Torwarttrainer Peter Greiber. Der gebürtige Cuxhavener bringt die DFB-Torwarttrainer-Lizenz mit und sammelte zuletzt Erfahrung beim FC St. Pauli, wo er die U17 und U19 betreute und zusätzlich den Torhüterbereich im Nachwuchsleistungszentrum leitete. Seit Sommer 2025 gehörte er zum Trainerteam von Drittligist Waldhof Mannheim.
Strukturelle Weiterentwicklung und neue Rolle für Greiber
Mit der Verpflichtung Segelkens verbindet der FC eine strukturelle Weiterentwicklung: Greiber, der seit über 25 Jahren als Torwarttrainer tätig ist – zunächst beim FC, dann beim VfL Bochum und zuletzt wieder in Köln –, wird ab der übernächsten Saison eine neue Aufgabe übernehmen. Sportchef Thomas Kessler, früher selbst Bundesliga-Torwart, kündigte an, dass der Bereich Torwart-Scouting und -Recruiting künftig professioneller aufgestellt werden soll, und genau diesen Bereich soll Greiber dann aufbauen und verantworten. Bis zu seinem Wechsel ins Büro am Geißbockheim bleibt sein Fokus aber voll auf der aktuellen Aufgabe als Torwarttrainer gerichtet. Greiber selbst zeigte sich erfreut im Hinblick auf die neue Aufgabe ab der kommenden Saison, betonte aber auch, wie sehr ihm die Arbeit als Torwarttrainer bedeutet.
Über den Neuzugang im Trainer-Stab sagte Kessler: „Wir freuen uns sehr, dass sich Nils unserem Trainer-Team anschließt. In den Gesprächen hat er uns sowohl fachlich als auch menschlich überzeugt und schnell gezeigt, dass er die ideale Ergänzung für unser Trainer-Team und die Zusammenarbeit mit Peter Greiber ist.“ Segelken selbst zeigte sich erfreut über die neue Aufgabe und betonte, dass sowohl die sportlichen Vorstellungen als auch die zwischenmenschliche Ebene mit Kessler und Greiber von Beginn an gepasst hätten: „Der Wechsel zum 1. FC Köln bedeutet mir sehr viel. Mit der Stadt verbinde ich viele besondere Erinnerungen, weshalb ich mich freue, nach Köln zurückzukehren und Teil eines so traditionsreichen Vereins zu werden. Die offenen und vertrauensvollen Gespräche mit Thomas und Peter haben mir von Beginn an gezeigt, dass sowohl die sportlichen Vorstellungen als auch die zwischenmenschliche Ebene hervorragend zusammenpassen. Mein Anspruch ist es, die Torhüter bestmöglich weiterzuentwickeln und so meinen Beitrag zum sportlichen Erfolg des Vereins zu leisten.“
Frankreich-Talent verstärkt das Torwart-Trio
Am selben Tag, an dem der Umbau im Torwarttrainerteam bekannt wurde, verkündete der FC auch einen Neuzugang zwischen den Pfosten: Martin James wechselt ablösefrei von Paris Saint-Germain nach Köln und unterschreibt einen Vertrag bis zum 30. Juni 2029. Der 18-jährige Franzose durchlief seit 2022 die Nachwuchsakademie von PSG und trainierte seit 2025 regelmäßig mit der ersten Mannschaft der Pariser mit. In der vergangenen Saison kam er auf zwölf Einsätze in der UEFA Youth League und saß zudem neunmal als Nummer zwei der Profis auf der Bank – unter anderem auch in der Champions League –, blieb dabei aber ohne Pflichtspieleinsatz. James ist aktueller U-Nationalspieler Frankreichs.
Sportchef Thomas Kessler bezeichnete James als spannendes Torhütertalent mit großem Entwicklungspotenzial, das die passenden Voraussetzungen mitbringe, um in Köln den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen. Der Neuzugang soll eng an den Profibereich herangeführt werden, gleichzeitig aber auch in der U21 Spielpraxis sammeln. Hinter Kapitän Marvin Schwäbe und Ron-Robert Zieler übernimmt James damit die Rolle der Nummer drei im Tor.
Blick in die Zukunft
Für den 1. FC Köln bedeuten die beiden Personalien eine deutliche Neuausrichtung im Torwartbereich – sowohl auf der Trainerbank als auch zwischen den Pfosten. Wie es mittelfristig mit Kapitän Marvin Schwäbe weitergeht, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, aber durch eine Option bis 2028 verlängert werden könnte, bleibt dabei ein weiterer spannender Punkt, den der Klub im Auge behalten muss.
Kommentare (1)
Robin
vor 2 WochenErst Energie Cottbus, wo der Torwarttrainer vom Hof gejagt wird und ganz zufällig der dritte Torwart den Posten übernimmt (ein Schelm, wer Böses dabei denkt) und nun der 1.FC Köln der zwar behauptet sich weiterzuentwickeln aber letztendlich eher einen Torwartbetreuer als Torwarttrainer anstellt. Die Personalie in Cottbus an zumindest eine Spielervergangenheit auf Leistungsniveau aber diese?!
Weder als Spieler eine nennenswerte Karriere hingelegt, noch als Trainer. Oder gibt es zwischen Jugend/3.Liga und Bundesliga keinen Leistungsunterschied mehr?
Schenkt man den Meinungen einiger mir bekannter TW Trainer Beachtung, so hat dieser weder in Hamburg noch in Mannheim vernünftige Arbeit geleistet. Die Kickerstatistik der Torhüter der vergangenen Saison der 3. Liga spricht Bände. Da belegt sein Schützling Platz 24. Platz 24!! Auch Statistiken mit Vorsicht zu genießen sind, ist es dennoch gruselig , dass dies offensichtlich reicht, um in der Bundesliga arbeiten zu können. Ist ja schön und gut, dass er die Verantwortlichen inhaltlich als auch menschlich überzeugt hat, allerdings scheint er ja nicht in der Lage zu sein, sein „Fachwissen“ auch auf die Platte zu bekommen.