Es war kein Geheimnis, dass der FC Schalke 04 nach dem Aufstieg in die Bundesliga Kevin Müller dauerhaft verpflichten wollte. Der 35-Jährige kam im Winter zunächst per Leihe vom 1. FC Heidenheim, nachdem der Torhüter dort nach zehn Jahren im Klub und als absoluter Führungsspieler im Sommer 2025 zur Nummer zwei degradiert worden war. Schon im vergangenen Sommer machte der jetzige Bundesliga-Absteiger keinen Hehl daraus, dass Kevin Müller bei einem entsprechenden Angebot den Klub verlassen könnte.
Dieses Angebot war zunächst ein Wechsel per Leihe zum FC Schalke 04, wobei der ehemalige Junioren-Nationaltorhüter auch bei den Knappen lediglich die Nummer zwei hinter Loris Karius war. Karius hingegen war der wohl stärkste Zweitliga-Torhüter der Saison und ein Garant für den Aufstieg. Gleichzeitig gab es beim ehemaligen Liverpooler auch diverse kleinere Blessuren, die somit auch Müller zu Einsatzzeiten verhalfen. Schon im Frühjahr zeichnete sich ab, dass Schalke sich einen Verbleib der routinierten Nummer zwei wünschte und auch der Torhüter selbst konnte sich eine längere Zusammenarbeit sehr wohl vorstellen.
Allerdings gab es bislang keine Einigung zwischen Schalke und Heidenheim. Während der Bundesliga-Aufsteiger den Keeper ohne eine entsprechende Ablöse fest verpflichten wollte, pochte Absteiger Heidenheim wiederum auf eine gewisse Summe. Der Poker verlief daher zäher als zunächst angenommen. Nunmehr konnte aber eine Einigung erzielt werden. Dem Vernehmen nach wechselt Müller für eine niedrige sechsstellige Summe zum FC Schalke 04 und erhält dort einen Vertrag bis zum kommenden Sommer. Wie die „WAZ“ berichtet, zahlt Königsblau sofort einen mittleren fünfstelligen Betrag. Ein etwaiger Nachschlag soll demnach wiederum nur bei einem geglückten Klassenerhalt fällig werden.
Schalkes Direktor Profifußball Youri Mulder sagte über die Verpflichtung: „Kevin hatte in der Rückrunde eine wichtige Rolle, die er auf und neben dem Platz gut ausgefüllt hat. Wir freuen uns deshalb sehr, dass er auch in der neuen Saison ein Teil unseres Kaders ist.“ Müller hingegen ergänzte: „Ich kann es kaum erwarten, wieder mit der Mannschaft zu trainieren. Nach dem ersten halben Jahr auf Schalke möchte ich auch in der Bundesliga meinen Beitrag für eine erfolgreiche Saison leisten.“
Heidenheims Vorstandsvorsitzender Holger Sanwald dankte Müller für seine jahrelange Arbeit: „Eine Ära geht zu Ende. (...) Wir sind sehr froh, dass wir eine gute Lösung im Sinne aller Beteiligten erzielen konnten, die dem Wunsch von Müller entspricht. Er hat unseren erfolgreichen Weg als 1. FC Heidenheim 1846 über ein Jahrzehnt entscheidend geprägt. Er hat nicht nur sportlich herausragende Leistungen gezeigt, sondern war auch ein ganz wichtiger Führungsspieler. Für seinen Einsatz im FCH-Trikot bedanken wir uns von ganzem Herzen. Für seine private und sportliche Zukunft auf Schalke wünschen wir ihm und seiner Familie nur das Allerbeste.“
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