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Nahuel Noll: Dritte Leihe in Folge führt zu Paderborns neuer Nummer 1

Vom Nachwuchs in die Bundesliga: Nahuel Nolls steiler Weg im Tor

Autor: T. Rübe - 13.07.2026

Nahuel Noll erlebt einen sehr interessanten Aufstieg. Nach den Stationen in Fürth und Hannover ist die Leihe zum SC Paderborn die dritte Leihe in Folge und ein weiterer Karriereschritt mit Entwicklungsperspektive. Der am 17. März 2003 in München geborene Schlussmann hat einen ungewöhnlichen fußballerischen Werdegang: Im Alter von fünf Jahren zog er mit seiner Familie nach Barcelona, wo er bei Atlètic Sant Just das Toreverteidigen lernte, ehe es mit zehn Jahren zurück nach Deutschland ging. Über die Jugendabteilungen von FT München-Gern und dem TSV 1860 München – seinem Geburtsstadt-Klub – landete er 2019 schließlich im Nachwuchs der TSG Hoffenheim. Bis heute sind die Kraichgauer sein Stammverein.

Dort unterschrieb Noll 2021 seinen ersten Profivertrag und etablierte sich anschließend als Stammkeeper der Hoffenheimer U23 in der Regionalliga Südwest, wo er in 64 Partien nur 62 Gegentore kassierte und 27-mal zu null spielte – inklusive eines eigenen Torerfolgs. Es folgten gleich mehrere Leihstationen: Zunächst ging es zur Saison 2024/25 zur SpVgg Greuther Fürth in die 2. Bundesliga, wo er in 31 Pflichtspielen zwischen den Pfosten stand. Anschließend wechselte er leihweise zu Hannover 96, wo er als Nachfolger von Ron-Robert Zieler eine noch größere Rolle übernahm und mit starken Leistungen fast zum Bundesliga-Aufstieg beitrug. Parallel dazu verlängerte Hoffenheim Nolls Vertrag langfristig bis 2028 – eine feste Rückkehr als Ersatzmann hinter Nationaltorwart Oliver Baumann hatte der junge Keeper zuvor aber ausgeschlossen.

Sportlich zahlte sich diese Entwicklung auch international aus: Noll durchlief die deutschen Nachwuchsnationalmannschaften von der U19 bis zur U21 und stand mit dem DFB-Team im U21-EM-Finale, das erst gegen England verloren ging. Nun folgt der dritte Leihwechsel in Serie: Aufsteiger SC Paderborn 07 hat Noll für die kommende Saison von Hoffenheim ausgeliehen, um die durch den Abgang von Dennis Seimen – der zu seinem Stammklub VfB Stuttgart zurückkehrt – entstandene Lücke im Tor zu schließen. Paderborns Sportchef Sebastian Lange begründete die Verpflichtung mit Nolls hoher Spielpraxis und seinen gezeigten Qualitäten auf hohem Niveau. Für die Ausleihe soll eine Gebühr von rund 500.000 Euro fällig werden, die sich durch regelmäßige Einsätze Nolls noch reduzieren könnte. Für den Bundesliga-Neuling ist die Verpflichtung ein zentraler Baustein der Kaderplanung: Noll soll als neue Nummer 1 die Position dauerhaft übernehmen und dem Klub in der Erstliga-Saison Stabilität zwischen den Pfosten geben. Gegenüber der „Neuen Westfälischen“ sagte Noll aber auch, dass er sich sportlich als Stammtorhüter durchsetzen möchte und ihm auch diese Rolle nicht automatisch zugesichert wurde.


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