Beim SC Freiburg bahnt sich ein prominenter Torhüter-Abgang an. Eigengewächs Noah Atubolu, seit drei Jahren Stammkeeper der Breisgauer, wurde von der Vereinsführung nach dem verlorenen Europa-League-Finale gegen Aston Villa persönlich informiert, dass sich ein Transfer abzeichnet. Sportvorstand Jochen Saier bestätigte, dass man sich zuvor intensiv um eine Vertragsverlängerung bemüht hatte – Atubolus Vertrag läuft 2027 aus, sein Marktwert wird mittlerweile auf rund 25 Millionen Euro taxiert.
Freiburg hatte bereits reagiert und mit Mio Backhaus von Werder Bremen für eine Rekordablöse von zwölf Millionen Euro einen Nachfolger verpflichtet. Atubolu selbst strebt den Sprung in die Premier League an und bevorzugt einen Topklub mit Champions-League-Ambitionen. Während eine Option bei Newcastle United sich zerschlug, da die Magpies sich anderweitig verstärkten, hat zuletzt Hull City erstmals konkretes Interesse signalisiert. Auch die AC Milan wurde im Frühjahr als möglicher Interessent gehandelt. Dort würde sich aber nur die Notwendigkeit nach einer neuen Nummer 1 ergeben, wenn Stammtorwart Mike Maignan den Klub noch im Sommer verlassen sollte.
Der 24-Jährige, der bereits unter Julian Nagelsmann im DFB-Training dabei war, muss nun abwägen, ob er auf einen Klub mit größerem Prestige wartet oder einen konkreten Wechsel in Kauf nimmt. Saier betonte die besondere Verbindung zum Verein: Atubolu sei „ein Junge aus unserer Stadt und unserer Fußballschule“, den man mit 21 Jahren zum Stammkeeper befördert habe und der sich seither großartig entwickelt habe. Dennoch machte der Klub bisher keinen Hehl daraus, in Zukunft auf Backhaus als Stammtorhüter bauen zu wollen.
Kommentare (0)
Keine Kommentare vorhanden!