Jonas Urbig steht vor einem ganz besonderen Moment: Gegen Serbien wird der 23-Jährige erstmals das Tor der deutschen Nationalmannschaft hüten. Auf der Abschlusspressekonferenz sprach der Bayern-Keeper über sein Debüt, die Torwart-Hierarchie beim DFB, Manuel Neuer und die besonderen Anforderungen im Tor des FC Bayern.
…über sein Länderspiel-Debüt in der Allianz Arena
„Es ist ein sehr besonderer Moment, auf den man sein ganzes Leben hingearbeitet hat. Ich freue mich einfach, dass ich morgen die Möglichkeit bekomme, hier im eigenen Stadion aufzulaufen und meinen Teil dazu beizutragen, dass wir als Team unseren ersten Sieg unter Jürgen Klopp einfahren.“
…über die Diskussion um die künftige Nummer eins im DFB-Tor
„Ich finde, ich bin auch jetzt in einem Spielrhythmus. Ich habe weit über 30 Spiele für den FC Bayern bestritten. Deswegen freue ich mich einfach, hier Teil dieses Kaders zu sein und meinen Teil dazu beizutragen, dass wir morgen erfolgreich sind. Alles andere ist die Entscheidung des Trainers.“
…über die Bedeutung einer starken Torwartgruppe
„Ich kenne es auch vom FC Bayern: Je größer die Energie innerhalb einer Torwartgruppe ist und je mehr man sich gegenseitig ans Maximum pusht, desto mehr Energie kann diese Torwartgruppe auch der gesamten Mannschaft geben. Ich finde, darum geht es.“
…über den Moment, als er von seinem Einsatz erfuhr
„Ich habe es heute im Training erfahren und mich natürlich sehr darüber gefreut. Am Ende des Tages sind es aber 90 Minuten Fußball. Dass ich morgen die Möglichkeit bekomme, meinen Teil dazu beizutragen, ist natürlich ein sehr besonderer Moment. Darüber hat sich nicht nur meine Familie gefreut, sondern natürlich auch ich. Ein, zwei Leute werden morgen auch im Stadion sein.“
…über Serbiens Offensive
„Wir treffen auf eine sehr erfahrene Mannschaft. Ich gehe davon aus, dass es ein ähnliches Spiel werden könnte wie gegen Griechenland. Mit Spielern wie Jović oder Kostić haben sie sehr viel Qualität und insgesamt viele gefährliche Spieler. Für uns geht es darum, unser Tor zu verteidigen und gegen einen möglicherweise tiefen Block selbst zu Torabschlüssen zu kommen.“
…über Manuel Neuer und seine Entwicklung beim FC Bayern
„Wir sind grundsätzlich immer in einem sehr guten Austausch. Ich denke, dass er mir morgen vielleicht noch eine Nachricht schreiben wird. Für meine Entwicklung ist die Torwartgruppe beim FC Bayern natürlich sehr hilfreich. Manuel bringt unglaublich viel Erfahrung mit und hat sehr viele Titel gewonnen. Dazu kommt die Erfahrung von Sven Ulreich. Das sind Dinge, die mir helfen, mich weiterzuentwickeln.“
…über das Lernen von anderen Torhütern
„Für mich geht es darum, von jedem etwas zu lernen. Man kann sich von jedem Torhüter – sei es in der Bundesliga oder auf internationaler Ebene – immer etwas heraussuchen und versuchen, das Beste davon für die eigene Entwicklung zu nutzen.“
…über den Druck vor dem Spiel gegen Serbien
„Als Sportler lebt man immer auch von Druck. Wenn man unter Druck performen kann, sind das besondere Momente. Bei der deutschen Nationalmannschaft geht es immer darum, Spiele zu gewinnen. Jeder von uns hat diesen Anspruch. In den vergangenen drei Tagen hat man gesehen, mit welcher Intensität trainiert wurde. Deshalb habe ich volles Vertrauen, dass morgen jeder alles dafür tun wird, dieses Spiel zu gewinnen.“
…über seine Rolle als „Nummer 1B“ beim FC Bayern
„Die Bezeichnung Nummer 1B beim FC Bayern nehme ich als Kompliment wahr. Für mich geht es darum, jeden Tag meine Leistung abzurufen – im Training und in den Spielen, die ich bekomme. Das Thema Nummer eins in der Nationalmannschaft ist nichts, womit ich mich aktuell beschäftige. Mein Fokus liegt darauf, jeden Tag mein Limit zu erreichen und es noch weiter zu verschieben.“
…über seine Zukunft im DFB-Tor
„Ich habe in München bislang sehr viel Vertrauen bekommen und bekomme jetzt auch das Vertrauen, morgen mein Debüt geben zu dürfen. Darauf freue ich mich sehr. Alles Weitere sind Dinge für die Zukunft. Ich lebe gerne im Hier und Jetzt.“
…über die Gerüchte um Finn Dahmen und den FC Bayern
„Ich lebe grundsätzlich im Hier und Jetzt. Deshalb habe ich mir tatsächlich noch keine Gedanken über mögliche Szenarien beim FC Bayern gemacht. Ich bin momentan bei der deutschen Nationalmannschaft und wir haben hier genügend Aufgaben zu erledigen. Deshalb habe ich darüber gar nicht nachgedacht.“
…über die besondere Herausforderung als Torhüter des FC Bayern
„Das Torwartspiel verändert sich beim FC Bayern schon ein Stück weit. Es kann passieren, dass der erste gegnerische Torschuss vielleicht erst in der 89. Minute kommt. Dadurch liegt der Fokus noch stärker auf der mentalen Herausforderung. Es geht darum, über das gesamte Spiel hinweg wach zu sein und für genau diese eine Situation vorbereitet zu sein.“
…über seine Anpassung an das Bayern-Tor
„Ich finde, dass mir das bislang gut gelungen ist. Natürlich war es zunächst eine Anpassung, weil ich das aus meinen vorherigen Mannschaften so nicht kannte. Aber genau diese Situation ist eine besondere Herausforderung für einen Torhüter.“
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