Im gleichen Atemzug sprach er sich aber für Nübel aus: „Alex darf trotzdem ran, nicht deswegen. Auch er hat sich das verdient. Ich hoffe, dass er es genießt und den Kasten sauber hält.“ Sportlich ist diese Entscheidung durchaus nachvollziehbar, denn bei Besiktas Istanbul ist der Torhüter, der am kommenden Mittwoch seinen 30. Geburtstag feiern wird, sehr gut in die Saison gestartet. In den ersten sechs Pflichtspielen bei seinem neuen Klub blieb er ohne Gegentor – ein Rekordwert für einen Torhüter eines türkischen Klubs.
Zudem konnte sich Nübel bereits in den letzten drei Spielzeiten beim VfB Stuttgart in den Fokus und in den Kreis der Nationalmannschaft spielen und war auch bei der Weltmeisterschaft dabei, wo er hinter Oliver Baumann und dem Rückkehrer Manuel Neuer allerdings lediglich die Nummer 3 war. Beim bisherigen Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte Nübel einen eher schweren Stand, was wohl auch daran gelegen haben könnte, dass Nagelsmann bei der TSG 1899 Hoffenheim bereits mit Baumann zusammengearbeitet hatte. So wollte der Coach bei der WM ursprünglich auch mit Baumann als Stammtorhüter ins Turnier gehen, arbeitete aber spätestens seit März 2026 proaktiv an einer Rückholaktion Neuers.
Mit dem Wechsel von Nagelsmann hin zu Klopp haben sich aber auch die Vorzeichen stark geändert. Während Nübel für Klopp ein Torhüter ist, mit dem er auch in den kommenden Jahren arbeiten könnte, hat er Baumann hingegen für die ersten vier Länderspiele unter seiner Ägide nicht nominiert. Allerdings soll nach der Aussage des 36-Jährigen die Tür zur Nationalmannschaft noch nicht geschlossen sein. Dennoch erscheint es wahrscheinlicher, dass Nübel auch in Zukunft im Kreis der Nationalmannschaft dabei sein wird. Inwieweit Nübel nach dem Länderspiel in Augsburg, welches seinen vierten Einsatz darstellen wird, weitere hinzufügen kann, ist derzeit nicht abzusehen. Wie der neue Bundestrainer selbst sagte, ist vorerst ter Stegen die Nummer 1. Für die Zukunft werden Jonas Urbig hingegen große Chancen zugerechnet, die klare Nummer 1 beim DFB zu werden.
Kommentare (0)
Keine Kommentare vorhanden!