Jonas Urbig wird aller Voraussicht nach auch im Nations-League-Spiel gegen Griechenland im Tor der deutschen Nationalmannschaft stehen. Bundestrainer Jürgen Klopp kündigte vor der Partie am Sonntagabend in Thessaloniki an, auf der Torhüterposition nicht erneut wechseln zu wollen.
„Es sieht so aus, als würden wir nicht tauschen“, sagte Klopp auf der Pressekonferenz vor der Partie. Damit erhält Urbig nach seinem Länderspieldebüt beim 2:0 gegen Serbien unmittelbar die nächste Gelegenheit im DFB-Tor.
Klopp gibt Urbig bewusst ein zweites Spiel
Interessant ist vor allem die Begründung des Bundestrainers. Im aktuellen Kader stehen mit Finn Dahmen, Noah Atubolu und Jonas Urbig drei Torhüter. Während Dahmen und Atubolu bei ihren Vereinen regelmäßig zum Einsatz kommen, befindet sich Urbig beim FC Bayern hinter Manuel Neuer weiterhin in der Rolle des Herausforderers.
Genau deshalb möchte Klopp dem 23-Jährigen zusätzliche Spielpraxis auf höchstem internationalem Niveau ermöglichen. „Finn Dahmen spielt regelmäßig, Noah Atubolu spielt regelmäßig“, erklärte der Bundestrainer und ergänzte mit Blick auf Urbig: „Das hat Jonas nicht getan, deshalb bekommt er das Spiel.“ Das zweite Spiel sei entsprechend eingeplant gewesen.
Urbig blieb bei seinem Debüt ohne Gegentor
Urbig hatte erst am Donnerstag gegen Serbien sein Debüt für die deutsche A-Nationalmannschaft gefeiert. Beim 2:0-Erfolg in München blieb der Bayern-Torhüter ohne Gegentreffer. Deutschland dominierte die Begegnung über weite Strecken, sodass Urbig deutlich weniger gefordert war als ein Torhüter in einer Partie mit längeren gegnerischen Druckphasen.
Gerade deshalb könnte das Spiel in Thessaloniki für die weitere Einschätzung interessant werden. Deutschland trifft auf einen Gegner, der das Hinspiel in Augsburg mit 1:0 gewonnen hatte. Hinzu kommt die besondere Atmosphäre im Toumba-Stadion. Für Urbig könnte damit neben der reinen Torverteidigung vor allem sein Verhalten bei Raumverteidigung, Spieleröffnung und Spielsteuerung unter gegnerischem Druck stärker in den Fokus rücken.
Keine grundsätzliche Änderung der Torwart-Hierarchie
Aus dem erneuten Einsatz Urbigs lässt sich allerdings kein dauerhafter Wechsel in der Torwart-Hierarchie ableiten. Klopp zeigte sich vielmehr mit allen Torhütern zufrieden und erklärte, dass sämtliche Keeper im Training stark gehalten hätten. Marc-André ter Stegen der im ersten Spiel gegen die Niederlande mit starken Paraden den Punkt festhielt, ist nach die aktuelle Nummer 1 im deutschen Tor.
Für Urbig ist die Entscheidung dennoch wertvoll: Nach seinem Debüt bekommt er unmittelbar eine zweite Partie und damit die Möglichkeit, sich über 90 Minuten erneut auf internationalem Niveau zu präsentieren.
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