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Kader der deutschen Frauen-Nationalmannschaft für die WM

Frohms, Johannes, Berger und Mahmutovic bilden das Torwart-Quartett für die WM

Autor: T. Rübe - 18.06.2022

Während hierzulande die Übertragungsrechte Frauen-Weltmeisterschaft für die Spiele lange nicht geklärt waren, steigen die deutschen Frauen am 20. Juni in die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft ein. Gleichsam wurde der Kader bereits vor wenigen Tagen bekanntgegeben. Der Großteil der Spielerinnen wird von den derzeit besten drei Teams in Deutschland gestellt, dem Meister, FC Bayern München, dem Champions League-Finalisten, dem VfL Wolfsburg und dem Dritten der letzten Saison, der SG Eintracht Frankfurt. Diese regelrechte Blockbildung hat auch Auswirkungen auf das Torwart-Team der Auswahl. So sind mit Merle Frohms vom VfL Wolfsburg und Stina Johannes von Eintracht Frankfurt auch die Stammtorhüterinnen von zwei der deutschen Top-Teams dabei. Zusätzlich nominierte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg Ann-Katrin Berger vom FC Chelsea und Ena Mahmutovic vom MSV Duisburg.

Wie schon bei der Europameisterschaft 2022- die deutsche Mannschaft wurde mit tollen Leistungen Vize-Europameister und scheiterte im Finale knapp am Gastgeber England-wird wohl Merle Frohms als absolute Nummer 1 ins Turnier gehen. Die 28-Jährige ist mittlerweile aus dem deutschen Tor nicht mehr wegzudenken, nachdem sie sich im letzten Jahr gegen Almuth Schult und auch Ann-Kathrin Berger durchsetzen konnte. Für viele ist die 1,75 m große Torhüterin auf dem besten Weg zu einer Keeperin von Weltformat. Selbst ihre eigentliche Konkurrentin Schult, die derzeit aufgrund ihrer Schwangerschaft pausiert, traut ihr das zu, sofern Frohms noch an Selbstbewusstsein gewinnt. Auch ein wenig an Ruhe müsste die Torhüterin noch zulegen. Mitunter ist sie noch ein wenig ungestüm, verfügt aber gleichzeitig über herausragende Reflexe und eine exzellente Sprungkraft. Darüber hinaus ist sie auch eine gute Fußballerin, weswegen Voss-Tecklenburg sie auch als neue Nummer 1 präsentierte und diese Fähigkeiten an ihr auch schätzt. Eine ihrer größten Waffen ist jedoch der weite Abwurf, mit dem sie in der Lage ist, schnelle Gegenstöße ihrer Mannschaft einzuleiten. Gleichzeitig ist sie nicht nur in der Lage weit, sondern auch sehr präzise zu werfen. Diesbezüglich erinnert sie tatsächlich auch etwas an Manuel Neuer, wenngleich sie im Vergleich einen ganz anderen Weg beschreiten musste.

Frohms wurde in Celle geboren und begann dort auch mit dem Fußball, spielte dort zeitweise in der Bezirksliga mit Jungs zusammen und lernte so bereits früh, sich durchzusetzen. 2012 erfolgte der Wechsel nach Wolfsburg, doch wirklich als Stammkraft etablieren konnte sich Frohms dort zunächst nicht nach 6 Jahren und 40 Partien für die zweite Mannschaft und 12 Spiele für die erste Mannschaft erfolgte der notwendige Wechsel nach Freiburg, nachdem sie an Almuth Schult einfach nicht vorbeikam. In Freiburg wiederum konnte sich sofort als Stammkraft in der ersten Bundesliga etablieren und machte 2 Jahre einen weiteren Schritt zur Frankfurter Eintracht. Dort konnte sie sich in einer guten Mannschaft weiter verbessern und vor allem die Saison 2021/2022 lief sehr zufriedenstellend. Die Adlerträgerinnen konnten sich die Qualifikationsrunde zur Champions League erspielen, wenngleich Frohms der Eintracht wiederum bereits ein wenig entwachsen schien. Während sich im Frühjahr 2022 bereits manifestierte, dass Schult die Wölfinnen verlassen und in die USA wechseln würde, verpflichtete der VfL die ehemalige Wolfsburgerin, aber nunmehr als feste Nummer 1. Mit Frohms im Tor spielte der VfL Wolfsburg eine starke Saison, wurde am Ende der Saison Vizemeister, stand im Finale der Champions League, wenngleich man nach einer 2:0 Halbzeitführung noch mit 2:3 gegen das Star-Ensemble des FC Barcelona verlor, konnte sich aber im Finale des DFB-Pokals mit 4:1 gegen den SC Freiburg durchsetzen.

Noch ein wenig erfolgreicher war Ann-Kathrin Berger mit den Frauen des FC Chelsea. So gewann man die Womens Super League, das Äquivalent zur Premier League. Allerdings war es für Berger eine andere Saison und Situation als für ihre Konkurrentin in der deutschen Nationalmannschaft. Im Verein musste sich Berger die Einsätze mit der Schwedin Zecira Musovic teilen, was aber nicht gegen Berger auszulegen ist, wenn man die genaueren Umstände betrachtet, mit denen Berger erneut zu kämpfen hatte. Wie schon 2017 kämpfte Berger im vergangenen Jahr mit Schilddrüsenkrebs. Schon während der Europameisterschaft gab es die Diagnose, die 32-Jährige machte dies aber erst nach dem Turnier öffentlich. Für die Torhüterin begann eine erneut schwere Zeit, die sie aber wiederholt meisterte, bereits am 25.09.2022 ihr Comeback gegen Manchester City feierte und 2022 zudem noch bei der zur Welttorhüterin den dritten Platz belegte, im Übrigen vor Merle Frohms. Dies ändert zwar nichts grundlegend an dem Status der beiden Torhüterinnen, ein Fingerzeig ist es indes doch für die Bundestrainerin. Sollte Frohms ausfallen, gibt es einen Ersatz in der Hinterhand, auf dem absolut Verlass ist. Die 1,80 m große Torhüterin, die 2014 Deutschland verließ und zu PSG wechselte, ist eine unaufgeregte Torhüterin. Nichts scheint sie auf dem Platz aus der Fassung zu bringen. Sie besitzt damit eine Ausstrahlung, die durchaus eine größere Strahlkraft birgt als die von Frohms, doch kann auch die Reihenfolge, wie sie derzeit steht, sportlich betrachtet argumentativ gestützt werden. Frohms spielt ein wenig mutiger - eine mehr als sichere Bank können beide sein. Zudem ist Berger eine der erfahrensten Spielerinnen im Team, an ihr können sich die jungen Spielerinnen orientieren und auch noch so noch einiges mitnehmen. 

Dies gilt auch für die beiden weiteren Torhüterinnen Stina Johannes und Ena Mahmutovic. Beide Torhüterinnen, jeweils 1,77 m groß, sind noch jung und haben aufgrund dessen trotz Nominierungen noch kein A-Länderspiel bestritten. Johannes, 23 Jahre alt, kam 2022 nach Frankfurt und beerbte damit Deutschlands Nummer 1, Merle Frohms, die in ihre fußballerische Heimat wechselte. Für Johannes trifft dies nicht zu. Fußballerisch wurde die gebürtige Hannoverin in ihrer Heimat, ehe sie 2016 nach Jena zum FF USV Jena wechselte, dort aber zumeist in der B-Jugend und später in der zweiten Mannschaft spielte, bei der ersten Mannschaft mittrainierte. Nach zwei Jahren folgte der Schritt nach Essen, wo Johannes auch die Etablierung als Nummer 1 schaffte, aber ab 2021 immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen wurde. Ihr bislang größtes Abenteuer hatte die bisweilen fast etwas stürmisch herauslaufende Torhüterin  2022, als sie für drei Monate bei japanischen Erstligisten INAC Kobe Leosanne spielte und für den Verein ein Pflichtspiel absolvierte. Im vergangenen Sommer erfolgte dann der Wechsel nach Frankfurt. Dort konnte sie sich sofort etablieren und legte einen starken Start hin. Letztlich konnten sich die Adlerträgerinnen im zweiten Jahr in Folge den dritten Rang sichern, was erneut die Qualifikationsrunde für die Champions League bedeutet. Johannes zeigte in Frankfurt eine mutige Spielweise, neigte bisweilen aber noch ein wenig zu ungestümen Herauslaufen, was sie wiederum mit sehr starken Reflexen kaschieren konnte. Ebenso verfügt sie über eine starke Beinarbeit. In der Mainmetropole besitzt sie noch einen Vertrag bis 2025. Wenn sich Mannschaft und auch Johannes weiterhin so stark präsentieren und sogar noch weiterentwickeln können, könnte es für die Adlerträgerinnen auf Dauer noch zu mehr als lediglich zur drittstärksten Kraft reichen.

Davon ist Ena Mahmutovic mit ihrem MSV Duisburg noch weit entfernt. Als Tabellenelfter konnte der Aufsteiger letztlich knapp gegenüber dem SV Meppen die Klasse halten und kann sich so auf eine weitere Spielzeit in der deutschen Eliteklasse freuen. Im Tor haben die Duisburgerinnen ein großes Talent, denn Ena Mahmutovic, die ebenso wie Johannes die Juniorinnen-Auswahlen des DFB durchlief, ist mit ihren 19 Jahren noch lange nicht am Ende ihrer Entwicklung angekommen. Sie ist damit auch im Kader des DFB die jüngste Torhüterin. Ob sie dem endgültigen Aufgebot angehören wird, steht noch nicht fest. Doch selbst wenn es für Mahmutovic jetzt noch nicht mit der WM-Teilnahme klappen sollte, wird in den kommenden Jahren mit ihr definitiv zu rechnen sein. Ihr Bundesliga-Debüt gab sie bereits 2020 im Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen und konnte in der nachfolgenden Saison 4 Spiele absolvieren, davon auch die letzten drei Saisonspiele. Den Abstieg konnte sie zwar nicht mehr verhindern, konnte sich aber in der zweiten Bundesliga dann als Stammtorhüterin durchsetzen und behielt diesen Status auch in der ersten Bundesliga. Im Februar 2023 wurde Mahmutovic erstmalig für die A-Nationalmannschaft nominiert. Die 19-Jährige verfügt über eine tolle Sprungkraft und starke Reflexe, auch in der Strafraumbeherrschung präsentierte sie sich bisweilen gut. Lediglich in ihrer Positionierung zu Schüssen gibt es derzeit noch einen etwas größeren Optimierungsbedarf. Doch soll hier noch einmal auf das geringe Alter hingewiesen werden. Im Vergleich zu den Männern zeigen Beispiele wie Stina Johannes und Ena Mahmutovic eindeutig, dass es Talente auf der Torhüter-Position in Deutschland gibt - sie müssen entsprechend gefördert werden und es muss ihnen Vertrauen entgegengebracht werden.

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