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Uhlsport "Supportframe"

  • Der Handschuh (Fingerhaltung) ist durch die Supportframe Platine und den Schnitt, wie heute üblich, schon leicht anatomisch vorgeformt (lediglich beim APS Derbystar und Ortho-Tec sind die Finger noch völlig gerade).
     
  • Im Vergleich zum Vorgängermodell wurde neben dem Design vor allem die sog. "Supportframe Platine" modifiziert. Mittlerweile besteht sich aus vier flexiblen, von einander unabhängigen Einzelstäbchen, die auf dem Handrücken in einer Art Platte verschmelzen.
  • Die Einzelstäbchen wurden etwas verlängert, was einen besseren Schutz vor Stauchungen (bei frontal aufprallenden Bällen) der Finger bietet. Hier hat uhlsport die Anregungen aus dem Kundenkreis wirklich exzellent umgesetzt.
  • Außerdem ist diese "Supportframe Platine" noch mit je einer Lage eines dämpfenden, aber Stabilität gebenden Materials wie ein Sandwich eingepackt.
  • Der Handschuh wirkt immer noch etwas filigraner als die anderen Produkte der herkömmlichen Technologien, fühlt sich aber mittlerweile fast genauso massiv an - die Beweglichkeit ist mit den anderen Modellen vergleichbar, wenngleich der notwendige Kraftaufwand um eine Faust zu machen etwas geringer ist.
  • Im Gegensatz zu den beiden Vertretern der "Stäbchen-Philosophie" (Adidas, Derbystar, Reusch) erschwert der Supportframe bei extremen Belastungen zwar das Überdehnen der Finger nach oben, macht es aber nicht unmöglich. Siehe dazu auch NIKE ("wired Technologie").
  • Der Trittschutz für den Handrücken durch die verbesserte Supportframe Platine auch leicht verbessert worden.
  • Die Philosophie dieser Technologie lässt sich wohl sehr gut mit einem alten Sprichwort beschreiben: "Der Schmied hat dann erst richtig Kraft, wenn er mit dem Hebel schafft." Oder anders herum: Uhlsport vertritt mit dieser Technologie den Standpunkt, dass es besser sei, die z.B. auf einen einzelnen Finger wirkende Kraft (= Ballaufprall) durch das feste Verbinden der einzelnen Finger über die Schutzplatine auf den kompletten Handrücken zu verteilen. Man ist der Meinung, dass die auftretenden Hebelkräfte (also speziell die auf dem Handrücken, am Ende der eigentlichen Stäbchen wirkende Kraft) so groß sein können, dass schlimme Verletzungen entstehen können, falls diese Kraft nur auf einen einzigen Punkt (=Stäbchenende) wirkt. Eben ganz gemäß dem uns aus der Physik bekannten Gesetz über die Hebelwirkung. Im schlimmsten Fall, so Uhlsport, wirke ein extrem belastetes Stäbchen wie eine Brechstange.....Keine schöne Aussicht für den Handrücken.
  • Das Ganze klingt logisch, wobei fairer Weise gesagt werden muss, dass sich bei uns im Jahr 2000 lediglich 2 Personen gemeldet haben, die sich nach eigener Aussage durch den Einsatz der Stäbchentechnologie an der Hand verletzt haben wollen. Allerdings sei klar gesagt: wir können solche Verletzungen momentan weder bestätigen, noch dementieren.
  • Es drängt sich also die Frage auf, ob die typischerweise beim Fußball auftretenden Kräfte tatsächlich ausreichend sind, um die Handknochen im ungünstigsten Fall tatsächlich zu schädigen, oder ob das nicht vielmehr die Lösung zu einem eher theoretischen Problem darstellt. Dennoch: Sinn macht dieser Ansatz allemal

NIKE "T90 Wired"

  • Das jüngste Mitglied in der "Kompetenz-Familie" ist NIKE. Lange Zeit war im Bereich Torwart überhaupt nichts von NIKE zu sehen, doch mittlerweile hat sich die amerikanische Trendmarke im Kreis der Arrivierten längst etabliert. Nach dem "Air Contact" kam Anfang 2002 der "Vapor Grip 3" und nun das neue Protektionsmodell "Total wired" oder kurz "T90".
  • Hier verfolgt NIKE eine völlig andere Philosophie als alle anderen Anbieter. Durch "plattgedrückte" Drahtfedern soll die Beweglichkeit der Finger nach hinten eingeschränkt werden. Im Ergebnis (Schutzfunktion) ist der Handschuh dem Uhlsport-Modell noch am nächsten. Auch hier besteht keine Gefahr sich durch die starren Stäbchen zu verletzen. Das Grundprinzip besteht darin, dass die Beweglichkeit nach hinten erschwert wird und gleichzeitig in alle anderen Richtungen vollständig erhalten bleibt. Und tatsächlich ist der benötigte Kraftaufwand um eine Faust zu machen, mit Abstand kleiner als bei allen anderen Modellen. Auch bietet diese Drahttechnologie leichte Vorteile vor den starren Stäbchen, z.B., wenn man einen Ball nicht sofort unter Kontrolle bekommt: das Ballgefühl bleibt viel besser erhalten. Auch hier drängt sich in der Funktionalität der Vergleich zum Uhlsport Supportframe auf.
  • Optisch und auch gefühlt wirkt der "T90" unter allen getesteten Modellen am filigransten, elegantesten - wenig Schnörkel im Design und doch verbreitet er kein "Holzfäller-Image". Ein bisschen macht er den Eindruck, als sei er für Torhüter, die eine gut ausgebildete Handmuskulatur und Fangtechnik haben, in Ihrer Bewegungsfreiheit ungestört bleiben wollen und doch Wert auf einen angemessenen Fingerschutz legen. Also eher ein Modell für selbstbewusste Torhüter.
  • Der einzige Nachteil: die eingearbeiteten Schutzdrähte enden relativ früh - so ist der Schlag-/Trittschutz für den Handrücken nur minimal ausgeprägt.

Adidas "Fingersave"

Der "Fingersave" ähnelt dem Prinzip des APS Fingerprotect (Derbystar) und Ortho-Tec (Reusch), unterscheidet sich aber dennoch in einigen Nuancen:

  • Die Finger sind mittlerweile (in der 3.ten Fingersave-Generation) deutlich stärker anatomisch vorgeformt, als die Vorgängerversionen. Das hat Vorteile, da das Überdehnen der Finger schon sehr frühzeitig durch die Stäbchen verhindert wird. Das hat aber auch Nachteile: die Beweglichkeit der Finger wird doch deutlich eingeschränkt und man muss frontal aufprallende Bälle mit anderer Technik (Handfläche muss weiter nach oben zeigen) fangen, ansonsten erhöht sich die Gefahr, dass frontal aufprallende Bälle nicht sauber gefangen werden können oder eben doch die Finger stauchen! Auch ist der Kraftaufwand in den Fingern deutlich grösser, als beim Vorgängermodell. Man braucht also etwas Zeit, um sich an diese höhere Steifigkeit zu gewöhnen.
  • Nach den massiven Qualitätsproblemen im Jahr 2002 hat man sich bei Adidas endlich dazu entschlossen dem Preis angemessene Schutzstäbchen einzubauen: ähnlich wie Fischschuppen verfestigen sie sich, sobald sie nach hinten gebogen werden. Der Nachteil dieser robusteren Stäbchen: der Fingersave benötigt von allen Handschuhen den größten Kraftaufwand um eine Faust zu bilden.
  • Leider enden die Stäbchen immer noch relativ früh: spätestens kurz nach dem letzten Fingergelenk! Dadurch besteht auf dem Handrücken nur ein (im Vergleich zu den Wettbewerbsmodellen) deutlich reduzierter Trittschutz!
  • Die Stäbchen sind fest eingenäht: Vorteil: sie gehen nicht verloren; Nachteil: sie können bei Defekt nur mit großem Aufwand oder gar nicht ausgetauscht werden. Das hat die europaweite Rückrufaktion im letzten Jahr leider eindrucksvoll bewiessen.
  • Der Handschuh wirkt immer noch massiv, wenngleich nicht mehr ganz so vertrauenserweckend wie seine Vorgänger. Der neue Klettverschluss, sowie das Handrücken-Textilmaterial macht einen eher preiswerten Eindruck. Handschuhe mit "Fingersave"-Technologie sollten ca. ½ Nummer größer als üblich gekauft werden.

Reusch "Ortho-Tec"

  • Im Wesentlichen hat die Firma Reusch den OrthoTec nun schon im Dritten Jahr so im Programm, ohne dass eine Verbesserung/Weiterentwicklung angekündigt oder umgesetzt wurde. Eigentlich schade, denn der OrthoTec war anfangs sicherlich der beste Protektions-Handschuh.
  • Durch die gesamte Verarbeitung und besonders durch die enorme Stäbchenlänge bietet der "Ortho-Tec" sicherlich den besten Trittschutz für den Handrücken. Die Stäbchen selbst sind ähnlich aufgebaut wie beim "Fingersave" (Adidas) oder "UFP" (Derbystar).
  • Als einziger gewährt der "Ortho-Tec" dem Daumen denselben Schutz, wie allen anderen Fingern. Warum der Daumen bei den anderen Anbietern völlig ungeschützt bleibt, wurde uns zwar mitgeteilt, so richtig verstanden haben wir's aber ehrlich gesagt nicht. Jeder, der schon einmal einen Ball auf den Daumen bekommen hat, wird mir Recht geben.
  • Die Stäbchen sind flexibel herausnehm- und einsetzbar. Doch wer sich einmal an die Stäbchen gewöhnt hat, wird sie sowieso nicht mehr rausnehmen wollen. Also ist das eigentlich nur von Bedeutung, falls einmal ein Stäbchen gebrochen ist und man es ersetzen möchte. Das kommt nach unseren Erfahrungen sowohl beim "Fingersave", als auch beim "Ortho-Tec" ungefähr gleich oft vor. Die Brucherfahrungen mit dem "UFP" von Derbystar sind identisch mit denen vom OrthoTec - logisch: es sind ja auch exakt dieselben Stäbchen!
  • So schön der Klettverschluss zum Ersetzen der Stäbchen auch ist: in der Praxis erweist er sich ab und zu als Pferdefuß: speziell bei intensivem Torwarteinsatz (Hechten, Fangen und ganz speziell beim Fausten) öffnet sich der Klettverschluß schon mal ungewollt. Gefahr: die Stäbchen rutschen heraus und können verloren werden.
  • Wenn dann auch noch Schmutz auf den Klettverschluß kommt, ist man u.U. mehr damit beschäftigt die Stäbchen am richtigen Platz zu halten, als sich auf's Spiel zu konzentrieren. Das ist sehr ärgerlich und liegt sicher auch ein bisschen an dem etwas schmal geratenen Klettverschluss. Hier wurde aus unserer Sicht an der falschen Stelle gespart.
  • Mit anderen Worten: im Rahmen der Handschuhpflege (und die sollte man mit JEDEM Handschuh betreiben) muss man ein besonderes Augenmerk auf den Klettverschluß legen. Dann passiert auch deutlich weniger.
  • Auch der "Ortho-Tec" wirkt sehr vertrauenserweckend: solide, massiv, respekteinflößend und gut beweglich.
  • Handschuhe mit "Ortho-Tec"-Technologie sollten ca. ½ Nummer größer als üblich gekauft werden.

Derbystar APS Finger Protection

  • Wie schon beim direkten Vorgängermodell (UFP) muss vorneweg gesagt werden, dass sich Derbystar hier eher als "me-too" Anbieter am Markt positioniert. Die Innovation "Fingerschutz" wurde zwar nicht wie bei den anderen Anbietern kurzfristig umgesetzt, dafür aber offensichtlich auf solide, ausgereifte Technik gesetzt. Wie Adidas und Reusch setzt auch Derbystar auf die Stäbchentechnologie.
  • Insgesamt betrachtet, erweckt der APS-Handschuh den Eindruck als hätten die findigen Torwart-und Ball-Spezialisten von Derbystar die Kinderkrankheiten der anderen Hersteller einfach abgewartet, um dann mit einem ausgereiften, absolut gleichwertigen Produkt auftreten zu können. Trotzdem (oder gerade deswegen?) bleibt das Gefühl haften, man habe es mit einer Mischung aus Adidas- und Reusch-Handschuh zu tun.
  • Im Vergleich zum direkten Vorgänger "UFP" wurden die Stäbchen durch einen Haftstreifen auf der Rückseite etwas bruchsicherer gemacht. Besonders positiv fällt auf, dass Derbystar (anders als Reusch) nicht am Klettverschluss gespart hat: er ist zwar nicht viel breiter, als bei Reusch, aber deutlich besser (aufwändiger?) platziert worden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Der Klettverschluss hält "bombensicher", es besteht also überhaupt keine Gefahr die Stäbchen zu verlieren!
  • Leider haben auch die Produktspezialisten von Derbystar auf einen zusätzlichen Daumenschutz nach wie vor verzichtet. Nach offizieller Aussage von Derbystar wurde diese Idee zwar in Erwägung gezogen, dann aber - nach Rücksprache mit einigen "Testtorhütern" - wieder verworfen.
  • Die Stäbchen sind wie beim Reusch OrthoTec über einen Klettverschluss gut im Handschuh eingebunden: Vorteil: sie können schnell und einfach entnommen oder ausgetauscht werden.
  • Auch der APS wirkt wieder sehr vertrauenserweckend: solide, sicher und gut beweglich. Er springt einem nicht ganz so massiv ins Auge wie die "Fingersave" oder "Ortho-Tec", sondern wird aufgrund seiner Optik eher etwas unterschätzt (pures Understatement!).
  • Qualitativ ohne Einschränkung auf der gleichen Stufe wie die beiden anderen "Stäbchen-Modelle" (Reusch, adidas).
  • Handschuhe mit "APS"-Technologie sollten ca. ½ Nummer größer als üblich gekauft werden, fallen aber dem Gefühl nach einen Hauch größer aus, als der Adidas Fingersave.
  • Insgesamt fühlt sich der Handschuh leichter und beweglicher an als seine beiden direkten Vorbilder (Fingersave / OrthoTec). Ein sehr gelungener Handschuh, der ganz nebenbei noch zu einem äusserst attraktiven Preis angeboten wird.
  • Fazit: wer auf Fingerprotektion steht, der sollte die "APS" von Derbystar einmal ausprobieren: technologisch ausgereift, qualitativ mit Adidas bzw. Uhlsport und Reusch absolut gleichwertig und preislich unschlagbar! Freunden des Fingerschutzes ohne rustikales Design sollte der "Wired T90" von NIKE eine echte Alternative bieten

Im torwart.de-Shop ist eine eigene Kategorie eingerichtet, in der Ihr alle Handschuhe der aktuellen Kollektion mit Fingerprotektionstechnologie Euch gesammelt ansehen könnt.

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