Ob der jahrelange Back-up von Manuel Neuer seine Karriere indes über den Sommer hinaus fortsetzen wird, ist derzeit noch nicht bekannt. In den vergangenen Wochen verdichteten sich die Anzeichen, dass er doch noch einmal seinen im Sommer auslaufenden Vertrag verlängern könnte. Seit Jahren ist der Modus Operandi bei Ulreich und bei Neuer, der in der kommenden Woche seinen 40. Geburtstag feiern wird, gleich: Im Frühjahr eines jeden Jahres setzen sich Verein und die Spielerseite zusammen und bisher wurde danach stets eine weitere Ausdehnung der Zusammenarbeit um ein weiteres Jahr vereinbart. Dabei waren die Vertragsverlängerungen von Neuer und Ulreich immer wieder eng miteinander verbunden. Kurios wie auffällig ist nun, dass die beiden Routiniers zeitgleich mit Muskelverletzungen ausfallen.
Aufgrund Ulreichs Verletzung herrscht bei den Bayern eine akute Torwart-Not. Vor dem Rückspiel im Achtelfinale der Champions League stehen grundsätzlich alle vier Torhüter, die für die Profis eingeplant sind, aus, denn auch die Nummer 4, Leon Klanac, ist derzeit nicht fit. Somit steht im Raum, ob der erst 16-jährige Leonard Prescott gegen Bergamo zu seinem Profi-Debüt käme. Dabei müssten die Bayern aber auch das Jugendschutzgesetz beachten. Nach diesem dürfte Prescott ohne eine entsprechende Ausnahmegenehmigung lediglich bis 23:00 Uhr spielen. Bisher ist nicht bekannt, ob diese von den Bayern erwirkt bzw. zumindest beantragt wurde. Schon beim Hinspiel in Bergamo saß der US-Amerikaner auf der Bank. Nach dem 6:1-Erfolg der Bayern aus dem Hinspiel ist es aber auch unwahrscheinlich, dass eine Verlängerung in diesem Duell noch zustande kommt.
Im Training am Montag absolvierte Urbig wiederum Teile des Mannschaftstrainings und soll wohl wieder einsatzbereit sein. Konkret bestätigt ist dies aber bislang noch nicht. Gleichzeitig sind Kopfverletzungen vor allem auch langfristig gefährlich, wodurch eine Gehirnerschütterung vollständig ausgeheilt sein muss. Doch dem Anschein nach ist die Verletzung bis zum Einsatz gegen Bergamo am Mittwoch wohl weit genug auskuriert. Definitiv zu früh ist es für Manuel Neuer, der am Montag erstmalig wieder 20 Minuten mit dem Ball trainierte.
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