Unai Simón und Cata Coll haben die Yashin-Trophäen 2026 gewonnen. Bei der Ballon-d’Or-Gala im London Palladium wurden damit erstmals ein Torhüter und eine Torhüterin aus Spanien ausgezeichnet. Peter Schmeichel überreichte die beiden Preise.
Für Unai Simón ist es der erste Gewinn der Auszeichnung. Der 29-Jährige von Athletic Club hatte 2024 hinter Emiliano Martínez den zweiten Platz belegt. Damals entfielen 213 Punkte auf den Spanier, Martínez kam auf 276. Für seine Wahl spricht vor allem die Weltmeisterschaft 2026. Simón gewann mit Spanien den Titel und erhielt den Goldenen Handschuh als bester Torhüter des Turniers. In sieben seiner acht Einsätze blieb er ohne Gegentor. Insgesamt musste er nur einen Treffer hinnehmen.
Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente, der in London ebenfalls ausgezeichnet wurde, kennt Simón bereits aus der gemeinsamen Zeit bei der U19. Auch in der A-Nationalmannschaft hielt er an ihm fest, obwohl mit David Raya und Joan García weitere Kandidaten für den Stammplatz zur Verfügung standen. Alle drei gehörten in diesem Jahr zu den zehn Nominierten für die Yashin-Trophäe.
Simón setzte sich vor Raya und Thibaut Courtois durch. Zu den weiteren Kandidaten zählten unter anderem Emiliano Martínez, Yassine Bounou, Édouard Mendy, Gregor Kobel und der kapverdische Nationaltorhüter Vozinha. Vorjahressieger Gianluigi Donnarumma war diesmal nicht nominiert. Martínez, der die Trophäe 2023 und 2024 gewonnen hatte, unterlag mit Argentinien im WM-Finale gegen Spanien.
In seiner Dankesrede erinnerte Simón an den verstorbenen Koldo Asua, der seine Sicht auf den Fußball geprägt habe. Dabei ging es ihm auch darum, wie Spieler nach ihrer Karriere in Erinnerung bleiben: „Wirklich wichtig ist, was man hinterlässt, wenn das alles vorbei ist: als guter Mensch und guter Mitspieler in Erinnerung zu bleiben.“ Als Vorbild nannte er Athletic-Legende José Ángel Iribar.
Auch die besondere Verantwortung der Torhüter sprach Simón an: „Wir stehen unter einem Druck, den es auf anderen Positionen nicht gibt.“ Den Umgang mit Fehlern und der Verantwortung im Tor lerne man bereits als Kind.
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Cata Coll folgt auf Hannah Hampton
Bei den Frauen gewann Catalina „Cata“ Coll vom FC Barcelona. Die 25-Jährige hatte bei der ersten Vergabe der Yashin-Trophäe für Torhüterinnen 2025 noch den dritten Platz hinter Hannah Hampton und Ann-Katrin Berger belegt. Nun folgt sie auf Hampton als Titelträgerin.
Das Feld der Nominierten bestand erneut aus denselben fünf Torhüterinnen: Neben Coll standen Hampton vom FC Chelsea, Berger vom Gotham FC, Lorena von Kansas City Current und Ayaka Yamashita von Manchester City zur Wahl.
Coll gewann mit Barcelona in der Saison 2025/26 alle vier Vereinswettbewerbe: die spanische Meisterschaft, die Copa de la Reina, die Supercopa und die Champions League.
Bei der Preisverleihung teilte sie die Auszeichnung ausdrücklich mit ihrer Mannschaft: „Eine Torhüterin kann ein Spiel retten. Aber ohne meine Mitspielerinnen wäre ich heute nicht hier. Dieser Preis gehört ihnen genauso wie mir.“
Coll dankte außerdem den Torhüterinnen, die vor ihr den Weg geebnet hatten. An Mädchen, die selbst von einer Karriere im Tor träumen, richtete sie die Worte: „Einem Mädchen sagen zu können, dass es einmal hier stehen kann, ist wichtiger als jede Trophäe.“
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