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DFB-Pokal: Überraschungen und Favoriten-Stürze

Im Achtelfinale des DFB-Pokal gab es durchaus große und kleine Überraschungen. Die größte gab es zweifelsohne in Hamburg. Der FC St. Pauli, Tabellenführer der Zweiten Bundesliga, schlug in einem spannenden Spiel den Tabellenzweiten der Bundesliga, den BVB mit 2:1.

Autor: Tobias Rübe - 21.01.2022

BVB scheidet beim Tabellenführer der 2. Bundesliga St. Pauli verdient aus

Dabei gingen die Hamburger innerhalb der ersten Halbzeit mit 2:0 in Führung. Gregor Kobel, der noch beim ersten Gegentor ein nicht ganz optimales Timing aufwies, war aber nicht für die Niederlage verantwortlich. So kam er bei der Hamburger Führung zwar einen Schritt zu spät heraus und konnte daher den Winkel nicht mehr verkürzen. Dafür hielt der Keeper dann seine Mannschaft im Spiel, als er einen Kopfball in der zweiten Halbzeit von der Linie und seine Mannschaft vor dem vorzeitigen K.O. bewahrte. Zwar schaffte der BVB noch den Anschlusstreffer, doch reichte es nicht mehr, um zumindest eine Verlängerung zu erzwingen. Das lag aber auch an Pokal-Torhüter Smarsch, der im Pokal für den eigentlichen Stammkeeper Vasilj zum Einsatz kommt. Die eigentliche Nummer 2 des FC St. Pauli machte ein gutes Spiel und hatte vor allem auf der Linie mehrere gute Aktionen. So steht der Kiez-Club im Viertelfinale, während sich mit der Borussia ein weiterer Favorit recht schnell aus dem Pokal verabschiedet.

HSV setzt sich gegen Köln durch – Schwäbe und Fernandes mit starken Leistungen

Auch im Duell zwischen dem 1. FC Köln und dem HSV konnte sich der Zweitligist aus Hamburg durchsetzen. Die Rothosen setzten sich letztlich im Elfmeterschießen glücklich mit 4:3 durch. Dabei profitierte der HSV von einem Missgeschick des letzten Kölner Schützens. Floran Kainz rutsche raus, schoss sich dabei unglücklich selbst an und traf anschließend das Tor. Allerdings wurde der Treffer dadurch nicht anerkannt und der Versuch als verwirkt gewertet. Im Spiel selbst wusste Daniel Heuer Fernandes auf der Linie durchaus gegen gute Kölner zu überzeugen, wobei der HSV auch Pech hatte und in der Nachspielzeit der Verlängerung noch den Kölner Ausgleich durch Modeste hinnehmen mussten.

Bis dahin jedoch zeigte der Torwart eine ansprechende Leistung, hatte aber auch Glück, dass sein Fehlabspiel direkt in die Beine eines Kölners nicht zum Gegentor führte. Auf der anderen Seite zeigte Marwin Schwäbe eine wiedermals sehr souveräne und unaufgeregte Vorstellung. Wie schon in den Spielen nach der kurzen Winterpause war Schwäbe stets auf der Höhe und kann sich berechtigte Hoffnung machen, dass er nun bis zum Ende der Saison auch die Nummer 1 im Kölner Tor bleiben wird. Für die langjährige Nummer, Timo Horn, wird es schwer, sich wieder ins Tor zurückzukämpfen.

Hannover wirft Gladbach raus - Zieler mit wiedererstarkter Form

Auch mit Hannover 96 setzte sich ein weiterer Zweitligist durch. Die Niedersachsen setzten sich im Ergebnis deutlich mit 3:0 gegen die Gladbacher Borussia durch. Dabei war es ein Spiel mit einer Vielzahl an klaren Torchancen auf beiden Seite, sodass sowohl Yann Sommer als auch Ron-Robert Zieler auf der Gegenseite mehrfach in höchster Not retten musste. Sommer konnte dabei durchaus an seine starke Form aus dem Derby gegen Bayer 04 Leverkusen anknüpfen, wurde aber letztlich zu häufig allein gelassen, sodass er dreimal überwunden werden konnte.

Auf der anderen Seite erwies sich Zieler erneut als starker Rückhalt und rettete ein ums andere Mal, gegen eine gut aufgelegte Gladbacher Offensive und verhinderte so, dass die Gladbacher noch einmal herankommen konnte. Für die 96er könnte das in einer schwierigen tabellarischen Situation eine Art Initialzündung sein. Mit 23 Punkten rangiert man auf dem 12. Rang, zu wenig für das eigene Verständnis. Doch ließ Hannover nach, als Zieler einst in Hannover bereits ausgemustert , verletzt war. Doch nicht erst im Pokal zeigte das Mitglied der Weltmeistermannschaft von 2014, wie wichtig er in der derzeitigen Verfassung für die Niedersachsen ist. So war er ein Garant für das Erreichen des Viertelfinales.

Prekärer wird die Lage derweil in Mönchengladbach. Die Niederlage gegen Hannover war ein neuer Tiefpunkt. Einzig Yann Sommer ist derzeit in einer hervorragenden Verfassung und ist seit einigen Wochen der Spieler mit den konstantesten Leistungen. Doch auch er konnte trotz einiger sehr guter Aktionen die letztlich deutliche Niederlage nicht verhindern, da sich die Gladbacher Abwehr erneut als fehleranfällig erwies.

Freiburg souverän gegen Hoffenheim – Flekken mit starker Rückkehr nach Corona

Überraschend deutlich fiel das Duell zwischen der TSG 1899 und dem SC Freiburg aus. Die Gäste, die am Wochenende noch gegen den BVB mit 1:5 unter die Räder gekommen sind, waren unheimlich effizient und ließen den Gastgebern kaum eine Chance. Baumann war jeweils bei den Gegentoren machtlos und konnte auch noch einige Chancen zunichtemachen. Auch der nach seiner Corona-Infektion genesen Flekken machte ein sehr gutes Spiel, wurde aber auch deutlich weniger geprüft als sein Gegenüber. Die Freiburger Abwehr wirkte nach der Rückkehr von Flekken deutlich stabiler als in den letzten beiden Bundesligaspielen, als Flekken nur zuschauen konnte.

KSC setzt bei Drittligist 1860 München durch – Hiller hielt die Löwen lange im Spiel

Ähnlich wie Kolke schlug sich Marko Hiller im Tor der Löwen gegen den KSC, der das Spiel quasi im Alleingang offen hielt und dafür sorgte, dass der Drittligist gegen den Zweitligisten noch eine große Chance auf den Ausgleich kurz vor dem Ende des Spiels hatte. Doch auch der KSC konnte an diesem Abend auf seinen Schlussmann zählen. So rettete Marius Gersbeck mit einer starken Fußabwehr den Karlsruher Sieg und den Einzug ins Viertelfinale.

Leipzig ohne Glanz gegen Rostock weiter – Kolke mit guter Leistung

Keine Probleme hatte RB Leipzig gegen Hansa Rostock. Zwar war es eher ein Arbeitssieg der Sachsen, doch war RB deutlich spielbestimmend und scheiterte mehrfach an Markus Kolke im Rostocker Tor. Der Keeper, der schon ein Garant für den Aufstieg der Hansestädter war, hielt auch gegen Leipzig mehrfach stark und hielt seine Mannschaft mehrfach bravourös im Spiel. Peter Gulácsi auf der Gegenseite war wiederum kaum im Fokus, machte aber eine aufmerksame Partie.

Bochum setzt sich gegen Mainz durch – Patzer von Riemann

Wer keinen guten Abend erwischte, war wiederum Manuel Riemann, der zwar mit seinem VfL Bochum noch mit 3:1 gegen den FSV Mainz gewann, aber die Mainzer Führung ging auf die Kappe des Bochumer Keepers, der einen eher ungefährlichen Distanzschuss nur unzureichend nach vorn abprallen lassen konnte. Dadurch konnte Onisiwo problemlos abstauben. Doch kurz vor der Pause bekamen die Gastgeber einen Elfmeter zugesprochen, den Pantovic auch verwandelte. Kurz nach der Pause drehte Pantovic die Partie, als er trotz Gegenspieler aus 14 Metern Zentner, der viel zu weit vorn und ohne eine gute Position stand, überlupfen konnte. Machtlos war Zentner dann wiederum beim Endstand von Polter aus 6 Metern.

Union im Berliner Stadtderby weiter – Schwolow gegen Traumtor machtlos

Richtig Feuer war wiederum im Berliner Stadtderby zwischen der Hertha und Union Berlin. In einer wilden Partie konnten sich die Köpenicker mit 2:3 durchsetzen. Dabei war Vogelsammer in der Anfangsviertelstunde mit einem sehenswerten Fallrückzieher erfolgreich, der sich unhaltbar in die lange Ecke senkte. Für Schwolow war in diesem Moment nichts mehr zu machen. Auch bei den weiteren Toren war für Herthas Nummer 1 wenig auszurichten. Allein bei Starks Eigentor von Stark wirkte die Hereingabe für den Keeper erreichbar, allerdings stand er zu breit, sodass er die scharfe Hereingabe so nicht mehr angriff, obwohl nicht unerreichbar war. Einen eher schlechten Abend hatte Andreas Luthe, der bei beiden Gegentoren nicht gut aussah, da er sich jeweils falsch positionierte und dadurch auch die Gegentreffer ermöglichte. So souverän der Torwart sonst auch agiert, so unglücklich war Luthe im Pokal-Derby.


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