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Wolfgang Fahrian ist verstorben

Der deutsche Nationaltorhüter ist im Alter von 80 Jahren verstorben

Autor: T. Rübe - 15.04.2022

Er war der schwarze Panther und Stammtorhüter der Deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 1962, nun ist Wolfgang Fahrian im Alter von 80 Jahren verstorben. Dies gaben nun seine beiden ehemaligen Vereine, die Düsseldorfer und Kölner Fortuna bekannt. Die Karriere Fahrians begann furios. Bereits als 20-Jähriger und Torhüter aus der zweiten Bundesliga debütierte er am 11.04.1962 in Hamburg gegen Uruguay. Dies war das erste von insgesamt 10 Länderspielen des Torwarts. In diesem Spiel zeigte er eine starke Leistung, was ihm zusammen mit seinen Leistungen im Verein  etwas überraschend den Platz der Nummer 1 in der Nationalmannschaft einbrachte.

Die Entscheidung des damaligen Bundestrainers Sepp Herberger, den jungen Torwart dem späteren Dortmunder Hans Tilkowski vorzuziehen, sorgte aber für gemischte Reaktionen. So soll Tilkowski aus Enttäuschung über diese Entscheidung in Chile sein Hotelzimmer beschädigt haben. Doch Fahrian selbst ließ sich dadurch nicht verunsichern. Er spielte eine gute WM, schied im Viertelfinale mit der Deutschen Auswahl mit 0:1 gegen Jugoslawien aus, zeigte aber wie während des gesamten Turniers eine strake Leistung. Auch nach der Weltmeisterschaft stand Fahrian weiterhin im Kader.

Seine Nationalmannschaftskarriere endete jedoch früh. So absolvierte er bereits im Jahr 1964 im Alter von gerade einmal 23 Jahren sein letztes Länderspiel. Eine Fortsetzung dieser Karriere scheiterte vor allem auch aufgrund einer Sperre von 10 Monaten, die der Torwart aufgrund eines zu hohen Handgeldgels beim Wechsel zur Berliner Hertha erhielt. Nach 2 Jahren bei der Hertha folgte ein einjähriges Intermezzo beim  damaligen Meister, dem TSV 1860 München. In diesem Jahr gab es einige Unruhen im Verein, sodass sich Fahrian, der den unangefochtenen Stammtorhüter Petar Radenkovic ersetzen sollte nicht wirklich durchsetzen konnte und wechselte prompt zur Düsseldorfer Fortuna. Nach 2 Jahren und 64 Spielen für die Fortuna wechselte Fahrian zu Fortuna Köln und absolvierte dort in 7 Jahren 216 Spiele. Im Alter von 35 Jahren beendete Fahrian dann seine Karriere aufgrund eines Meniskusschadens.

Später war Wolfgang Fahrian noch als Spielervermittler tätig und war Geschäftsführer des Rogon-Büros in Köln. Zu seinen Klienten zählten Kevin Kuranyi und Kevin-Prince Boateng. Im Jahr 2009 zog sich Fahrian infolge eines Herzinfarkts und einer Lungenentzündung zurück. Am 13.04.2022 erlag der ehemalige Nationaltorhüter einer weiteren Lungenentzündung.


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