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Amateure: Keine Keeper in der Regionalliga?

von T. Schlitzke


Wo bleiben die Talente? (Foto: Firo)

Trainer Daniel Weber vom VfR Garching, der in der Regionalliga Bayern spielt, beklagt sich in einem Interview mit "FuPa", dass es kaum mehr passende Keeper in der Regionalliga gibt. Worin die Ursache liegt, gibt der Trainer im Interview an. torwart.de hat die wichtigsten Aussagen zusammengefasst!

Daniel Weber zur Situation in der Regionalliga: "Es gibt nicht zu wenige Keeper. Aber nur wenige werden den Ansprüchen der Regionalliga Bayern gerecht. Der Markt an guten Torhütern ist abgegrast. Ein Keeper mit Profi-Potenzial sucht deutschlandweit nach den besten Karriere-Möglichkeiten. In den vergangenen Jahren haben zudem sehr viele Talente wie Leon Fischhaber oder Aaron Siegl die Karriere mit Anfang 20 bereits beendet, nachdem sie den Sprung aus dem Nachwuchsleistungszentrum zu den Profis nicht geschafft haben. Andi Rössl hört mit 30 Jahren auf, um als Torwart-Trainer beim FC Bayern zu arbeiten. In meiner Torhüter-Generation gab es das nicht. Ich habe so lange wie möglich gespielt. Unter diesen Umständen ist es für einen kleinen Verein wie den VfR Garching unglaublich schwer, einen guten Keeper zu finden."

Wo man noch Talente findet: "In den Ligen von der Bezirksliga abwärts einen Rohdiamanten zu finden, ist nahezu unmöglich. Unser zweiter Keeper Joey Brenner hat vor seiner Zeit in Garching nie höher als Kreisliga gespielt. Er kam mit 16 zu mir ins Torwart-Training und hat erst spät den Ehrgeiz entwickelt, dass er im Fußball etwas reißen kann. Wenn einem Keeper die nötige Grundausbildung fehlt, braucht er einen unglaublich langen Atem, um das Verpasste aufzuholen."

Zur allgemeinen Probleatik sagte er: "Das ist das Hauptproblem. Es gibt viel zu wenig Angebote und Lehrgänge, bei denen sich Trainer weiterbilden können. Die meisten lassen von der Torwart-Position die Finger, vor allem im höherklassigen Bereich. Ein Kreisliga- oder Jugendtrainer muss sich zwangsläufig mit der Torwartposition beschäftigen, weil er keinen Torwart-Trainer an der Seite hat. Aber hier machen Trainer gerade bei Kindern schwerwiegende Fehler. Sie kritisieren einen Torwart, weil er ein Gegentor kassiert hat. Aber keiner kann seinem Keeper erklären, wie er den Ball hätte halten können. Viele Trainer verhalten sich bei ihren Torhütern wie die unzähligen Fußball-Experten vor dem Fernseher. Sie kritisieren, haben aber keine Ahnung, wie es der Spieler besser hätte machen sollen. Solange man keine Ahnung hat, darf man sich auch nicht aus dem Fenster lehnen."

Wer für ihn in Frage kommt: "Viele Vereine ab der Bezirksliga versuchen ein Torwart-Training anzubieten. Aber oft werden die Torhüter nur beschäftigt. Sie werden nicht verbessert. Zudem muss eine professionelle Ausbildung viel früher angeboten werden. Im Herrenbereich ist es zu spät. Der Verband bietet zwar pro Jahr zwei Grundkurse und einen Aufbaukurs für Torwarttraining an. Aber das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Fünfzig Prozent der Teilnehmer standen selbst nie im Tor. Wie sollen sie ihren Keepern weitergeben, worauf es ankommt? Wir haben in Bayern sehr gute Torwart-Trainer. Aber für eine flächendeckend gute Ausbildung haben wir nicht genug Fachleute."

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