Der FC St. Pauli begann sehr engagiert und couragiert und hatte früh in der Partie die erste Möglichkeit, als die Leverkusener Abwehr das Spielgerät nicht klären konnte. Allerdings wurde ein Schuss aus spitzem Winkel noch geblockt, bevor Janis Blaswich eingreifen musste. Im Anschluss wurde Leverkusen stärker und übernahm die Spielkontrolle. Die Gäste hatten dadurch erst kurz vor der Pause den nächsten halbwegs gefährlichen Abschluss zu verzeichnen, der aber das Tor verfehlte.
Im zweiten Durchgang war von den Gästen kaum noch etwas zu sehen. Wenn sie doch einmal in aussichtsreicher Position vor dem Leverkusener Tor auftauchten, wurde jeweils der Ball nicht auf das Tor gebracht, sodass Blaswich insgesamt einen durchaus ruhigen Abend verbringen konnte. So war der Torhüter zumeist nur im Spielaufbau gefordert, erwies dabei aber auch eine gewisse Streuung.
torwart.de-Bewertung
Blaswich (Bayer Leverkusen)
Voll (FC St. Pauli)
Ausstrahlung
Torverteidigung
Raumverteidigung
Spieleröffnung
Gesamt
Voll machtlos gegen Leverkusen (foto: firo)
Ben Voll / FC St. Pauli:
Es war ein gebrauchter Abend für Ben Voll. Die erste gute Gelegenheit für den Gastgeber legte Voll in der 26. Minute mit einem katastrophalen Fehlpass in die Mitte auf und hatte letztlich Glück, dass Mets auf der Linie noch klären konnte, nachdem Schick zuvor noch den Keeper ausspielte und dann abschloss. In der 31. Minute erzielte Terrier die Leverkusener Führung, als Schick am Strafraum noch geblockt wurde, der Ball aber anschließend zum Torschützen sprang und dieser aus rechts versetzt aus 17 Metern flach in die lange Ecke traf. Voll stand vielleicht einen Tick zu weit in der kurzen Ecke und musste dann aufgrund eines breiten Standes den Abdruck stark mit dem ballfernen Fuß einleiten, wodurch er letztlich nicht mehr an den Schuss herankam.
Nach einer guten Stunde erhöhte Schick auf 2:0. Nach einem kurz gespielten Eckstoß von rechts flankte Garcia aus dem rechten Halbfeld auf den zweiten Pfosten, wo Schick einlief und aus kurzer Distanz und spitzem Winkel die Kugel in Richtung der langen Ecke über die Linie drückte. Voll konnte dabei nicht aus seinem Tor herausrücken, da er die Hereingabe nur sehr schwer hätte angreifen können, und positionierte sich daher direkt am ersten Pfosten, wodurch er einen kleinen Korridor in Richtung der langen Ecke offen ließ. Schließlich fehlte ihm aufgrund der kurzen Distanz die entsprechende Reaktionszeit, um noch parieren zu können.
In der 74. Spielminute streckte sich der Torwart vergeblich, als Hofmann aus der zweiten Reihe abzog, sein Versuch aber an den Außenpfosten sprang. Jener Hofmann war es auch, der in der Nachspielzeit noch das 3:0 erzielte. So wurde er mit einer Hereingabe halbrechts im Strafraum gefunden, nahm den Ball stark an und drückte diesen dann aus kurzer Distanz über die Linie. Voll kam noch entgegen und machte sich breit, war aber letztlich chancenlos.
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