Safonov mit wenig Chancen bei allen 4 Gegentoren (foto: firo)
Matvej Safonov / Paris St. Germain:
Erstmalig in Erscheinung treten musste Matvey Safonov nach wenigen Minuten, als er eine scharfe Hereingabe von Olise abfing, bevor diese richtig gefährlich wurde. Nach einer Viertelstunde bekamen die Gäste einen Elfmeter zugesprochen. Diesen verwandelte Kane flach in die rechte Ecke. Safonov war in die andere Ecke unterwegs und damit chancenlos. Wenig später tauchte Olise frei vor dem Torhüter auf. Dieser machte sich breit und konnte den Ball noch entscheidend berühren, sodass Marquinhos dadurch erst die Möglichkeit erhielt, den Ball kurz vor der Linie zu klären.
Wenige Minuten vor dem Seitenwechsel erzielte Olise den Ausgleich, als er aus zentraler Position aufs Tor zulief und aus 15 Metern hoch in die Mitte traf. Safonov machte spekulativ eine Auftaktbewegung in die aus seiner Sicht rechte Ecke, wodurch er zwar noch den linken Arm hob, aber keinen wirklichen Impuls mehr auf den Ball ausüben konnte und das Leder mittig einschlug. Viel mehr passierte bis zur Pause nicht.
In der 60. Minute dribbelte sich Diaz vor das Tor der Gastgeber, Safonov aber war sehr aufmerksam und fing den Ball ab, bevor der Bayern-Akteur zum Abschluss kam. Wenig später erzielte Upamecano aber das 5:3. Kimmich brachte eine Freistoßflanke aus dem linken Halbfeld auf den zweiten Pfosten, wo Upamecano fünf Meter vor dem Tor mit der Stirn an das Spielgerät kam und dieses in die rechte Ecke verlängerte. Safonov musste dabei lange warten und konnte anschließend nicht mehr schnell genug reagieren.
Wenig später gelang Diaz der Treffer zum 5:4. Dieser erlief einen langen Ball im Strafraum halblinks, zog anschließend in Richtung Tormitte und traf aus 11 Metern halbhoch in die lange Ecke. Safonov musste aufgrund des Dribblings bis zum Schuss seine Position unentwegt angleichen und stand zum Zeitpunkt des Schusses derart breit, dass sein Abdruck ein wenig verspätet und nicht mehr mit dem nötigen Druck erfolgte. Safonov sprang machtlos hinterher. Im Anschluss waren die Bayern immer wieder durch Standardsituationen gefährlich, wobei sich Safonov immer wieder in die hohen Bälle warf. In der Nachspielzeit rettete Pacho noch für den geschlagenen Keeper auf der Linie.
torwart.de-Bewertung
Safonov (Paris St. Germain)
Neuer (FC Bayern München)
Ausstrahlung
Torverteidigung
Raumverteidigung
Spieleröffnung
Gesamt
Die Defensive rund um Manuel Neuer muss zum Rückspiel noch ausgebaut werden (foto: firo)
Manuel Neuer / FC Bayern München:
Paris Saint-Germain zeigte sich vor allem durch den Münchner Führungstreffer etwas beeindruckt und fand zunächst kaum in der Offensive statt. Die erste richtig große Möglichkeit ergab sich in der 23. Minute, als Dembelé frei vor Neuer auftauchte, aber den Ball am langen Pfosten vorbeilegte. Wenig später traf Kvaratskhelia zum Ausgleich, der sich bis dahin nicht abzeichnete. Der Torschütze drang über halblinks in den Strafraum ein, ging noch zwei Schritte in Richtung Mitte, ehe er den Ball überlegt flach in die lange Ecke schlenzte. Für Neuer war die Schussbahn ein wenig verdeckt, sodass er den Schuss spät sah und letztlich nur noch hinterherschauen konnte.
In der 33. Minute traf Neves zur Pariser Führung. Ein Eckstoß von links wurde auf den ersten Pfosten geschlagen. Dort lief Neves ein und verlängerte den Ball mit dem Kopf in die lange Ecke. Neuer machte zum Zeitpunkt des Kopfballs noch einen Zwischensprung, wobei er dadurch die Auftaktbewegung mit dem ballfernen Fuß begann. Im Anschluss erfolgte der Abdruck nicht mit ganzer Explosivität und die Bruchteile einer Sekunde zu spät, sodass Neuer nicht mehr an den Ball herankam. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit gab es einen Strafstoß für PSG. Dembelé trat an und verwandelte wuchtig und sehr präzise in die rechte Ecke. Neuer war in die richtige Richtung unterwegs, kam aber einfach nicht mehr an den Schuss heran.
In der 56. Minute erzielte Kvaratskhelia mit seinem Doppelpack das 4:2. Hakimi trieb den Ball über rechts in den Strafraum und spielte anschließend in die Mitte. Dort verpasste Dembelé, sodass auf Höhe des zweiten Pfostens der Torschütze aus 10 Metern zum Schuss kam und diesen in die kurze Ecke setzte. Stanisic machte noch den Laufweg in diese Richtung, wodurch er augenscheinlich die kurze Ecke abdeckte, sodass Neuer spekulativ in die lange Ecke sprang. Der Schuss schlug in der kurzen Ecke ein. Wenig später trieb Doué über halbrechts den Ball und spielte 20 Meter vor dem Tor zu Dembelé, der in halblinker Position aus 16 Metern zum Schuss auf die kurze Ecke kam und dabei noch Upamecano tunnelte, der vermeintlich die kurze Ecke abdeckte. Neuer positionierte sich daher erneut eher in Richtung der langen Ecke. Dadurch war der Torwart erneut machtlos und konnte nur hinterherschauen, als die Kugel vom Innenpfosten hinter die Linie sprang.
Im Anschluss wurden aber wieder die Gäste stärker. In den Schlussminuten hatte Neuer Glück, dass ein Schuss aus der zweiten Reihe am Querbalken landete. Er wäre wohl nicht mehr herangekommen.
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