Für Marvin Schwäbe im Tor der Gastgeber war es eine sehr ruhige erste Halbzeit. Insgesamt hatte der Torwart 24 Ballkontakte, allesamt im Rahmen des eigenen Spielaufbaus, und brachte rund 80 Prozent seiner Zuspiele zum eigenen Mann. Mehr hatte der Torwart bis zur Pause nicht zu erledigen. Union präsentierte sich schlicht deutlich zu bieder und harmlos.
Auch nach der Pause waren konkrete Abschlüsse Mangelware. Die beste Chance hatte Querfeld mit seinem Kopfball aus 7 Metern nach einem Eckball. Schwäbe aber flog sofort, machte sich ganz lang und wischte den Kopfball hoch auf die linke Ecke noch von der Linie. In der Nachspielzeit traf Schäfer zum Siegtreffer für die Eisernen, nachdem die Kölner zu diesem Zeitpunkt nur noch zu zehnt auf dem Platz waren. Der Ball rutschte nach einer Hereingabe von links durch zu Schäfer, der aus zentralen 18 Metern zum Schuss kam und diesen halbhoch in die linke Ecke wuchtete. Für Schwäbe war die Sicht auf den Schuss komplett verdeckt, sodass er nur stehen blieb und den Ball kurz vor dem Einschlag überhaupt erst sah. Mehr als hinterherschauen konnte er nicht.
torwart.de-Bewertung
Schwäbe (1. FC Köln)
Rönnow (Union Berlin)
Ausstrahlung
Torverteidigung
Raumverteidigung
Spieleröffnung
Gesamt
Frederik Rönnow mit guter Leistung beim Auswärtserfolg der Unioner (foto: firo)
Frederik Rönnow / Union Berlin:
Die erste Chance der Partie gehörte Kaminski auf Seiten der Hausherren. Seinen Schuss aus halbrechten 15 Metern flach auf die kurze Ecke konnte Rönnow aber letztlich einsammeln, wenngleich ihm der Ball kurzzeitig durchzurutschen drohte. Nach rund 20 Minuten ergab sich noch einmal ein weiterer Abschluss, doch auch diesen konnte Rönnow entschärfen. Darüber hinaus ergaben sich für ihn in den ersten 45 Minuten keine Bewährungsproben.
Nach der Pause kam von den Kölnern in der Offensive aber so gut wie gar nichts mehr. Union hatte die besseren Möglichkeiten, wenngleich es sich weiterhin nicht um eine Vielzahl an Gelegenheiten handelte. Vor allem nach der Roten Karte gegen Van den Berg war von Köln nichts mehr zu sehen. Dadurch war der Berliner Auswärtssieg letztlich auch nicht unverdient.
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