Der BVB wurde von den Bergamasken in der Anfangsphase regelrecht hergespielt. Es dauerte dadurch bis zur 29. Minute, ehe Brandt die erste richtig gute Chance für die Gäste verzeichnen konnte. Bei dem Flachschuss auf die kurze Ecke aus leicht links versetzten elf Metern war Carnesecchi jedoch blitzschnell unten und lenkte den Ball überragend zur Seite weg. Viel mehr hatte die Dortmunder Borussia bis zur Pause in der Offensive nicht mehr zu verzeichnen.
Im zweiten Durchgang hatten Guirassy und Beyer schnell zwei gute Chancen, bei denen Carnesecchi jeweils ganz stark parierte und damit den Dortmunder Anschlusstreffer verhindern konnte. In der 74. Minute lag es erneut am Torhüter, der im Verbund mit der Defensive erneut den Gegentreffer verhinderte. Wenig später aber war der Keeper beim Treffer von Adeyemi machtlos. Der Torschütze zog von der rechten Strafraumecke in die Mitte und setzte das Spielgerät letztlich wuchtig hoch in die lange Ecke. Carnesecchi sprang sofort hinterher, konnte jedoch nur noch chancenlos hinterherfliegen. Dennoch reichte es letztlich für Atalanta für das Erreichen des Achtelfinales der Champions League.
torwart.de-Bewertung
Carnesecchi (Atalanta Bergamo)
Kobel (Borussia Dortmund)
Ausstrahlung
Torverteidigung
Raumverteidigung
Spieleröffnung
Gesamt
Gregor Kobel mit einem tragischen Aussetzer im Spielaufbau in Minute 90+4 (foto: firo)
Gregor Kobel / Borussia Dortmund:
Die Anfangsphase gehörte ganz klar den Bergamasken, die bereits in den ersten Augenblicken drei hochkarätige Chancen verbuchten und Gregor Kobel schnell zu einer ersten starken Parade zwangen. Dennoch brachte Scamacca die Hausherren bereits in der 5. Minute in Führung. Bernasconi spielte von der linken Strafraumkante scharf in die Mitte, wo Bensebaini zwar klären wollte, den Ball aber am besser postierten Svensson vorbei direkt zu Scamacca spitzelte, der aus drei Metern nur noch einschieben musste. Kobel musste in dieser Szene lange abwarten, ob die Situation im Zentrum bereinigt werden kann, sodass er gegen den Torschützen letztlich nicht mehr eingreifen konnte.
In der 24. Minute verhinderte Kobel mit einer herausragenden Reaktion bei einem Schuss aus der zweiten Reihe den zweiten Treffer der Gastgeber. Kurz vor der Pause war der Schweizer bei einem 22-Meter-Abschluss von Zappacosta jedoch erneut geschlagen. Der Schuss aus leicht links versetzter Position flog auf die lange Ecke, in die sich Kobel sofort hinbewegte. Allerdings fälschte Bensebaini den Ball unmittelbar vor dem Keeper unhaltbar in die Mitte ab.
Auch nach dem Seitenwechsel musste der Dortmunder Schlussmann sofort wieder auf Betriebstemperatur sein und konnte zwei gute Abschlüsse parieren. In der 57. Minute erzielte Pasalic jedoch das 3:0. Dieser kam nach einer Halbfeldflanke von rechts am zweiten Pfosten an den Ball und köpfte aus fünf Metern in die lange Ecke ein. Für Kobel war die Flanke nicht erreichbar, weshalb er auf der Linie blieb. Da er seine Position jedoch permanent angleichen musste, war er zum Zeitpunkt des Kopfballs noch leicht in der Bewegung und konnte aufgrund der kurzen Reaktionszeit nicht mehr entscheidend eingreifen. In der Nachspielzeit bekamen die Gastgeber zudem einen Strafstoß zugesprochen, nachdem Kobel zuvor einen riskanten Ball im Rahmen der Spieleröffnung gespielt hatte. Den Elfmeter setzte Samardzic präzise in den rechten Winkel. Kobel war zwar in der richtigen Ecke, kam aber nicht mehr an die Kugel heran. Das markierte den späten K.o. für die Gäste.
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