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Home > Magazin > Torwartanalysen 25/26 > DFB-Testspiele WM 2026 > USA – Deutschland 1:2

USA – Deutschland 1:2

Matt Freese / USA:

Mit der ersten guten Aktion brachte Havertz die deutsche Mannschaft in der 3. Minute in Führung. Kimmich zog eine Freistoßflanke aus dem rechten Halbfeld vor das Tor. Im Korridor zwischen Tormitte und zweitem Pfosten kam Havertz mit Anlauf aus 5 Metern zum Kopfball und drückte diesen an Freese vorbei ins Tor. Für den Torhüter wäre der Weg nach vorn zu weit und mit zu viel Risiko verbunden gewesen, wodurch er richtigerweise auf der Linie blieb. Allerdings machte er noch einen kleinen Sprung zum Zeitpunkt des Kopfballs, sodass er in keine Abwehrbewegung mehr kam. Aufgrund der kurzen Distanz wäre dies aber ohnehin kaum zu realisieren gewesen.

Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte wurden die US-Amerikaner immer stärker und ließen die deutsche Mannschaft kaum noch vor das eigene Tor kommen. Dies veränderte sich auch zunächst nach dem Seitenwechsel nicht. In der 57. Minute traf Sané etwas überraschend zum 1:2. Halbrechts im Strafraum führte Havertz den Ball und legte ab auf Sané, der aus leicht rechts versetzten 13 Metern flach in die linke Ecke traf. Für Freese war der Ball spät zu sehen, sodass er nicht mehr rechtzeitig mit kleinen Zwischenschritten in eine bessere Position kam und sich daher letztlich vergeblich streckte. Im Anschluss wurde Deutschland wieder etwas stärker und kam nunmehr zu weiteren Chancen, die zumeist das Tor verfehlten. Wenn der Torwart doch einmal gefordert war, war er wiederum zur Stelle.

torwart.de-BewertungFreese (USA)Baumann (Deutschland)
Ausstrahlung
Torverteidigung
Raumverteidigung
Spieleröffnung
Gesamt

Oliver Baumann / Deutschland:

Nach einem besseren Beginn der Gäste wurden die US Boys immer stärker und kamen im Verlauf der ersten Halbzeit zu einigen guten Möglichkeiten, wobei immer wieder die notwendige Präzision im Abschluss fehlte. In der 37. Minute traf dann Robinson zum Ausgleich. Ein Eckstoß von rechts wurde in die Mitte abgewehrt, wo Robinson aus zentralen 18 Metern volley zum Abschluss kam und den Ball in Richtung der rechten Ecke unter die Latte jagte. Baumann kam nach dem abgewehrten Eckstoß ein wenig aus seinem Tor heraus und stand zum Zeitpunkt des Schusses rund 2 Meter vor dem Tor. Darüber hinaus war ihm noch etwas die Sicht versperrt, sodass er etwas verspätet reagieren konnte. Allerdings schaffte er es auch nicht mehr, einen entsprechenden Abdruck zu generieren, und ließ sich vielmehr in Schussrichtung fallen. Dadurch kam er nicht mehr an den Ball heran.

Auch im Anschluss hatten die USA noch weitere Möglichkeiten bis zur Pause, welche wiederum aber nicht genutzt werden konnten. Ähnlich verhielt es sich kurz nach der Pause, als Pulisic halblinks frei vor Baumann auftauchte, aber mit seinen beiden Abschlüssen an starken Reaktionen des Torhüters scheiterte, ehe Tillman verzog. Wenig später leistete sich der Keeper aber im eigenen Spielaufbau einen riskanten Pass, der zu einer weiteren Chance der US-Amerikaner führte. Erneut aber verfehlte der Versuch sein Ziel. 10 Minuten vor dem Ende war der Torhüter noch einmal bei einem sehenswerten Distanzschuss gefordert, konnte diesen aber mit einer starken Flugeinlage entschärfen, wodurch er letztlich maßgeblich zu einer gelungenen Generalprobe beitrug.

Torwartvergleich Matt Freese Oliver Baumann
Gegentore21
Torschüsse gesamt1216
Schüsse aufs Tor44
Geblockte Torschüsse25
Schüsse außerhalb Strafraum78
Schüsse innerhalb Strafraum58
Torwartparaden23
Schüsse gehalten %5075
Paraden durch Hechten12
Sweeper-Aktionen10
Lange Pässe1317
Kurze Pässe1912
Flanken abgefangen00
Ballkontakte4234
Pässe/davon angekommen32/2329/16
Abwürfe61
Gefaustete Bälle00

Aufstellung USA:

Matt Freese - Alex Freeman, Miles Robinson, Tim Ream, Antonee Robinson - Malik Tillman, Tyler Adams - Sergiño Dest, Weston McKennie, Christian Pulisic, Folarin Balogun

Trainer: Mauricio Pochettino

Einwechslungen:

  • 62. ↑ Giovanni Reyna / ↓ Christian Pulisic
  • 62. ↑ Auston Trusty / ↓ Antonee Robinson
  • 62. ↑ Sebastian Berhalter / ↓ Weston McKennie
  • 62. ↑ Mark McKenzie / ↓ Miles Robinson
  • 72. ↑ Ricardo Pepi / ↓ Folarin Balogun
  • 72. ↑ Joseph Scally / ↓ Alex Freeman
  • 72. ↑ Max Arfsten / ↓ Tim Ream
  • 72. ↑ Timothy Weah / ↓ Sergiño Dest
  • 72. ↑ Cristian Roldan / ↓ Tyler Adams
  • 72. ↑ Brenden Aaronson / ↓ Malik Tillman

Aufstellung Deutschland:

Oliver Baumann - Joshua Kimmich, Jonathan Tah, Nico Schlotterbeck, Nathaniel Brown - Felix Nmecha, Aleksandar Pavlovic - Leroy Sané, Jamal Musiala, Florian Wirtz, Kai Havertz

Trainer: Julian Nagelsmann

Einwechslungen:

  • 61. ↑ David Raum / ↓ Nathaniel Brown
  • 61. ↑ Waldemar Anton / ↓ Joshua Kimmich
  • 61. ↑ Deniz Undav / ↓ Kai Havertz
  • 72. ↑ Jamie Leweling / ↓ Leroy Sané
  • 81. ↑ Nadiem Amiri / ↓ Jamal Musiala
  • 81. ↑ Leon Goretzka / ↓ Felix Nmecha
  • 81. ↑ Maximilian Beier / ↓ Florian Wirtz
  • 81. ↑ Angelo Stiller / ↓ Aleksandar Pavlovic

Tore:

  • 3. 0:1 Kai Havertz (Joshua Kimmich)

  • 37. 1:1 Antonee Robinson

  • 57. 1:2 Leroy Sané (Kai Havertz)

Schiedsrichter: Piero Maza (Chile)

Offizielle Zuschauerzahl: -

Stadion: Soldier Field (Chicago, Illinois)

 

Generalprobe bestanden: Deutschland gewinnt 2:1 bei den USA

USA – Deutschland 1:2 (1:1) Freundschaftsspiel | Soldier Field, Chicago (Illinois) | 6. Juni 2026 Tore: 0:1 Havertz (3.), 1:1 A. Robinson (37.), 1:2 Sané (57.)


Eine Woche vor dem WM-Auftakt gegen Curaçao hat die deutsche Nationalmannschaft ihre letzte Standortbestimmung bestanden. Beim Co-Gastgeber USA setzte sich das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann in Chicago mit 2:1 durch – bei Regen und über 30 Grad im Soldier Field. Für den DFB war es zugleich der 600. Sieg der Länderspielgeschichte und der neunte Erfolg in Serie.

Blitzstart in der dritten Minute

Nagelsmann hatte angekündigt, die Partie wie ein WM-Eröffnungsspiel anzugehen – und sein Team nahm ihn beim Wort. In der 3. Minute zog Joshua Kimmich eine Freistoßflanke aus dem rechten Halbfeld vor das Tor. Im Korridor zwischen Tormitte und zweitem Pfosten kam Kai Havertz mit Anlauf aus rund fünf Metern zum Kopfball und drückte den Ball zur frühen Führung über die Linie. Der Stürmer, nach dem Champions-League-Finale verspätet zum Team gestoßen, rechtfertigte damit unmittelbar seine Nominierung in der Startelf vor Deniz Undav.

In der Folge ließ die anfängliche deutsche Überlegenheit nach. Die USA wurden im Verlauf der ersten Hälfte immer stärker, ließen die DFB-Elf kaum noch vor das eigene Tor kommen und erarbeiteten sich mehrere gute Möglichkeiten – wobei im Abschluss zumeist die nötige Präzision fehlte.

Robinsons Traumtor zum Ausgleich

Der verdiente Lohn fiel in der 37. Minute: Ein Eckstoß von rechts wurde in die Mitte abgewehrt, wo Antonee Robinson aus zentralen 18 Metern volley abzog und den Ball unter die Latte in Richtung der rechten Ecke jagte – ein Treffer, der international als eines der Tore des Abends gefeiert wurde. Mit dem 1:1 ging es in die Kabinen, und die Partie war wieder völlig offen.

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Gastgeber zunächst gefährlich. Kurz nach der Pause tauchte Christian Pulisic halblinks frei vor dem deutschen Tor auf, brachte seine Abschlüsse aber nicht im Netz unter, ehe Malik Tillman im Anschluss verzog.

Sané belohnt die Effizienz

Die zweite Hälfte blieb intensiv, doch Deutschland fand die passende Antwort. In der 57. Minute führte Havertz den Ball halbrechts im Strafraum und legte ab auf Leroy Sané, der aus leicht nach rechts versetzten 13 Metern flach in die linke Ecke zum 2:1 traf. Für den als Ersatz für den verletzten Lennart Karl (Muskelbündelriss, WM-Aus) aufgebotenen Offensivspieler war es das 17. Länderspieltor – und die Bestätigung des Vertrauens seines Bundestrainers.

Anschließend wechselten beide Trainer kräftig durch. Nagelsmann brachte ab der 61. Minute zunächst David Raum, Waldemar Anton und Undav, USA-Coach Mauricio Pochettino tauschte um die 62. und 72. Minute praktisch seine komplette Feldspielerformation aus. Die besseren Gelegenheiten blieben dennoch auf deutscher Seite: Jamie Leweling, in der 72. Minute für Sané gekommen, vergab nach einem Konter die mögliche Vorentscheidung leichtfertig. Es blieb beim knappen, aber verdienten Auswärtssieg.

Fazit zum Spiel

Nagelsmann zeigte sich mit der Umsetzung zufrieden und sprach von einer „guten Generalprobe". Mit der besten verfügbaren Elf, einer souveränen Anfangsphase und der nötigen Effizienz im richtigen Moment reist das DFB-Team mit einem Erfolgserlebnis und einer langen Siegesserie im Rücken zur WM. Offen bleibt, ob die Mannschaft über volle 90 Minuten die Kontrolle hält – nach dem Ausgleich geriet die Ordnung zwischenzeitlich ins Wanken. Personell sortierte sich die Hierarchie zuletzt neu: Auf der linken Abwehrseite setzte sich Nathaniel Brown durch, im zentralen Mittelfeld Felix Nmecha neben Aleksandar Pavlović.


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