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Manuel Neuer: Wie er den deutschen Fußball in Aufruhr versetzt

Vertragsverlängerung bis 2027 und DFB-Comeback wirbeln die Torwart-Hierarchie durcheinander

Autor: T. Rübe - 18.05.2026

Mit 40 Jahren ist kaum ein Profifußballer noch aktiv, die meisten stecken schon in der Karriere nach der Karriere oder bereiten diese zumindest vor. Bei Manuel Neuer ist daran aber noch nicht zu denken, denn der Kapitän des FC Bayern München hat erneut seinen Vertrag verlängert – bis 2027. Dies wurde einen Tag vor dem letzten Spieltag gegen den 1. FC Köln bekannt. So wird die Bayern-Ikone mindestens ein Jahr weiter im Tor stehen.

Dies war aber nicht die einzige Vertragsverlängerung, die der Klub bekannt gab. Auch dessen langjähriger Backup und enger Vertrauter Sven Ulreich wird noch ein Jahr dranhängen. Der 37-Jährige kam 2015 zum Klub und spielte mit Ausnahme der Saison 2020/2021 beim deutschen Rekordmeister. Neuer wiederum ist bereits seit 2011 im Klub, kam damals für rund 25 Millionen Euro vom FC Schalke 04 an die Säbener Straße. Bei den Bayern könnte Neuer nun noch vehementer in die Geschichtsbücher des Vereins eingehen. Für die Münchner absolvierte Neuer bisher 597 Partien, vor ihm stehen im klubinternen Ranking nur noch Gerd Müller mit 613 Spielen und Oliver Kahn mit 632 Spielen. Dies könnte sich in der kommenden Saison ändern. Allerdings wird auch intern davon ausgegangen, dass Neuer verstärkt in die Rolle des Mentors von Jonas Urbig rücken wird und noch mehr Spiele als in dieser Saison abgeben wird – unabhängig von etwaigen Verletzungen, die Neuer auch in der Spielzeit 2025/2026 erritt.

Ein anderer Torwart wird die Entwicklungen bei den Bayern vielleicht mit etwas Argwohn oder Bitterkeit verbinden – Alexander Nübel. Der 29-Jährige kam 2020 vom FC Schalke 04 zu den Bayern und wurde zunächst als klarer Nachfolger von Manuel Neuer angesehen und sollte auch dementsprechend aufgebaut werden. Allerdings bekam er in der Saison 2020/2021 kaum Spielzeit. Lediglich vier Partien durfte er in einer Saison absolvieren. Mehr ließ auch Manuel Neuer nicht zu. Zu dieser Zeit war der gebürtige Gelsenkirchener auch nahezu komplett von Blessuren und Verletzungen verschont geblieben.

Nübel braucht einen neuen Klub

Nach einer Saison war für Nübel aber Schluss bei den Bayern, zumindest praktisch, denn während der gebürtige Paderborner noch bis 2030 vertraglich an die Bayern gebunden ist, war er zunächst zwei Jahre an die AS Monaco verliehen worden. Nunmehr geht für Nübel die dritte Saison beim VfB Stuttgart zu Ende. Es wird für Nübel wohl die letzte Saison für den Keeper in Bad Cannstatt gewesen sein. Die Bayern wollen den Torwart endgültig abgeben, und das wird für den Klub trotz der Teilnahme an der Champions League nicht leicht zu realisieren sein. Dem Vernehmen nach fordern die Bayern rund 20 Millionen Euro für den deutschen Nationaltorwart. Dazu kommt ein überaus üppiges Gehalt in Höhe von rund 11 Millionen Euro. Bisher hatten die Bayern einen Großteil des Salärs übernommen. Ob Nübel bei einem neuen Klub ein Gehalt in einer ähnlichen Sphäre erzielen kann, bleibt abzuwarten.

Das Einzige, was bisher feststeht, ist die Tatsache, dass Alexander Nübel einen neuen Klub braucht, denn im Zuge der Vertragsverlängerungen von Neuer und Ulreich stellte Christoph Freund, Sportdirektor der Bayern, klar. Gegenüber Sport1 sagte der Österreicher: „Wir hatten einen Austausch mit seinem Management und auch Alex weiß Bescheid, wie unsere Planungen sind. Wir gehen mit dem Torwart-Trio (Neuer, Urbig und Ulreich) in die nächste Saison, das ist der Plan.“ Bayerns Präsident Herbert Hainer sagte im Rahmen der Meisterschaftsfeier: „Das ist im Moment nicht der Plan. Wir haben drei Torhüter mit Neuer, Urbig und Ulreich. Ich gehe im Moment nicht davon aus. Im Sommer läuft die Leihe von Nübel in Stuttgart aus und wir werden sehen, wie es weitergeht. Aber im Moment gehe ich nicht davon aus, dass er zum FC Bayern zurückkehrt.“

Nagelsmann weicht in der Causa Neuer aus

Das Verhältnis zwischen Neuer und Nübel gilt als professionell kühl, und es könnte weiter zu keiner Besserung kommen, denn wie „Sky“ zunächst am Wochenende berichtete, steht Manuel Neuer tatsächlich unmittelbar vor der Rückkehr in die Nationalmannschaft. Auf der Vorab-Meldeliste für die FIFA, die 55 Namen beinhaltet, war Neuer bereits zu finden. Bisher hat der Weltmeister von 2014 124 Spiele im DFB-Dress absolviert. Sollte Neuer tatsächlich mit zur WM reisen, ist davon auszugehen, dass er auch als Nummer 1 der Nationalmannschaft auflaufen wird. Alles andere wäre eine noch größere Überraschung als das Comeback selbst. Dieses hatte Neuer bisher definitiv verneint. Auch Bundestrainer Julian Nagelsmann war bisher grundsätzlich klar in seiner Kommunikation der Causa Neuer und hatte sich auch bereits öffentlich hinter Oliver Baumann als seine Nummer 1 gestellt.

Im „Aktuellen Sportstudio“ wich der Bundestrainer aber trotz mehrfacher Nachfrage von Moderator Jochen Breyer aus. Laut Nagelsmann sei noch kein Spieler informiert worden, demzufolge auch nicht Oliver Baumann. Ein Gespräch mit Neuer bestätigte Nagelsmann nicht, sagte aber, dass er mit jedem Spieler telefonieren wird, der bereits unter seiner Ägide eine Rolle in der Nationalmannschaft hatte. Es ist allerdings auch möglich, dass der Bundestrainer noch vorsichtig war in der Torwartthematik, denn wieder einmal spürte Neuer gegen Köln ein Zwicken in der Wade. Ob wirklich eine strukturelle Verletzung vorliegt, soll nun eine MRT-Untersuchung klären.

Unterdessen mehrten sich bereits die Kommentare von Experten zur Torwartthematik. Während Oliver Kahn den Zeitpunkt der Diskussion und des möglichen Comebacks für „abenteuerlich“ hielt, würde gerade Baumann damit beschädigt werden. Kahn ist dabei durchaus erfahren in einer ähnlichen Konstellation. Vor genau 20 Jahren rief der damalige Bundestrainer Jürgen Klinsmann den öffentlichen Kampf um die Nummer 1 im deutschen Tor zwischen dem bisherigen Stammtorhüter Oliver Kahn und Jens Lehmann aus – mit dem besseren Ende für Lehmann, während Kahn sich plötzlich zu Fehlern hinreißen ließ. Gleichzeitig gab Kahn zu bedenken, dass Baumann seit seiner Ernennung zur Nummer 1 weniger stabil in seinen Leistungen wirkte als zuvor. Neuer hingegen zeigte vor allem in den wichtigen Spielen bisweilen Glanzleistungen.


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