Der Torhüter selbst sieht sich als „den besten Oli Baumann, den es je gab“. Dabei wäre vor allem auch seine enorme Erfahrung von großer Bedeutung. „Im Grunde geht es ja eine ganze Karriere lang darum, möglichst wenig Fehler zu machen, und wenn, dann aus ihnen zu lernen. Ich glaube, dass ich nahezu alle Situationen schon erlebt und alle Fehler schon gemacht habe.“ Von Bayern-Ikone Manuel Neuer aber habe sich der Hoffenheimer nichts abgeschaut, da es für ihn schlichtweg nicht möglich sei: „Es geht nicht. Ich habe die Skills nicht. Aber wer hat das schon? Seine Kombination aus Größe, Schnelligkeit und Beweglichkeit ist sicher einzigartig. Und er hat auch eine ganz eigene Art von Stellungsspiel und Antizipationsvermögen. Das kann man nicht kopieren.“
Vielmehr habe er sich einen eigenen Stil angeeignet: „Wenn ich davon ausgehe, dass meine Entwicklung eh niemals fertig ist, dann gibt’s für Entwicklung auch keine Grenze. Es darf nie darum gehen, nur das Niveau zu halten, sonst wird man irgendwann angehängt. Verbessern, verbessern, verbessern, auch jetzt noch, mit 35: Darum geht es.“ Er selbst sieht es auch als nicht selbstverständlich, dass er in der Gunst von Bundestrainer Nagelsmann derart hoch stehe. Dabei wäre sein Stammverein, die TSG 1899 Hoffenheim, nicht das traditionelle Einzugsgebiet für die Nationalmannschaft. Zudem gäbe es in seiner Generation weitere starke Torhüter wie Kevin Trapp (35) oder die jeweils zwei Jahre jüngeren ter Stegen und Bernd Leno.
Für Baumann selbst ist es aber nach eigener Aussage auch kein Problem, dass er einen weniger bekannten Namen im Vergleich mit Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen hat: „Ich glaube, ich habe mir in der WM-Qualifikation schon ein bisschen Respekt erarbeitet. Und spätestens wenn die anderen Teams bei der WM eine Gegneranalyse machen, werden sie feststellen, dass dieser Baumann kein ganz Schlechter ist.“
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