Jonas Urbig musste gegen den Tabellenletzten 3-Mal hinter sich greifen (foto: firo)
Jonas Urbig / FC Bayern München:
Die Bayern präsentierten sich wieder einmal bisweilen luftig im Defensivverbund. So traf Budu Zivzivadze nach 22 Minuten zur überraschenden Heidenheimer Führung. Eine Standardsituation wurde zunächst im Münchner Strafraum geklärt, allerdings blieben die Hausherren im Ballbesitz. So erfolgte ein hoher Ball in den Strafraum, wo der Torschütze sich in Position brachte und aus fünf Metern die Kugel in die rechte Ecke spitzelte. Jonas Urbig kam zunächst zwei Meter aus seinem Tor, zog aber doch wieder zurück. So war er zum Zeitpunkt der Ballberührung noch in der Bewegung und versuchte anschließend mit einem Negativstep einen Auftakt zu setzen, machte aber noch einen seltsamen Zwischenschritt, wodurch er keinen Abdruck mehr generieren konnte und sich letztlich vergeblich streckte.
Knapp zehn Minuten später nutzte Eren Dinkçi einen Fehler in der Hintermannschaft der Gastgeber zum 0:2. Dabei zögerte Jonathan Tah bei einem langen Ball aus der Heidenheimer Hälfte, sodass Dinkçi allein auf den aufrückenden Keeper zulief und den Ball zwischen Urbigs rechtem Bein und rechtem Arm hindurchchipte, um ihn kurz vor der Linie über selbige zu drücken. Mehr als breit machen konnte der Schlussmann hierbei nicht.
Trotz des Ausgleichs steckten die Gäste nicht auf und hatten in der 70. Minute durch Dinkçi die erneute Führung für den Tabellenletzten auf dem Fuß, als er nach einer Hereingabe in der Mitte aus sieben Metern zum Abschluss kam. Urbig warf sich entgegen und parierte herausragend mit dem linken Arm. Wenig später traf Zivzivadze aus halblinken zwölf Metern mit einem tollen Schlenzer in den Winkel der langen Ecke. Urbig machte zuvor noch einen Schritt entgegen und streckte sich mittels Übergreifens vergeblich.
torwart.de-Bewertung
Urbig (FC Bayern München)
Ramaj (1. FC Heidenheim)
Ausstrahlung
Torverteidigung
Raumverteidigung
Spieleröffnung
Gesamt
Haarscharf an der Sensation vorbei: Diant Ramaj und der FCH hätten den Sieg im Absteigskampf gebraucht (foto: firo)
Diant Ramaj / 1. FC Heidenheim:
Von Beginn an ließen die Bayern Ball und Gegner laufen und verzeichneten zeitweise bis zu 80 % Ballbesitz. Heidenheim hingegen zog sich phasenweise weit zurück und ließ aufgrund der vielbeinigen Abwehr auch nur wenig zu. Lediglich in der 9. Minute musste Diant Ramaj parieren, was ihm aber auch gelang. Kurz vor dem Pausenpfiff erzielte Leon Goretzka mit einem direkt verwandelten Freistoß aus links versetzten 21 Metern über die Mauer hinweg in den linken Winkel den Anschlusstreffer der Bayern. Ramaj konnte nur noch hinterherschauen.
Nach einer knappen Stunde erzielte Goretzka den Münchner Ausgleich. Michael Olise schlug mit links einen Eckstoß von rechts in den Korridor zwischen erstem Pfosten und Tormitte. Dort kam Goretzka mit dem Schienbein aus sechs Metern zum Ausgleich. Aufgrund der kurzen Distanz hatte Ramaj nicht mehr die notwendige Reaktionszeit, um doch noch zu parieren. Viel mehr passierte dann aber bis weit in die Nachspielzeit nicht. Einmal traf Joshua Kimmich den Pfosten, während Ramaj noch zweimal stark parieren konnte. In der 11. Minute der Nachspielzeit sorgte Ramaj mit einem unglücklichen Eigentor für den späten Siegtreffer der Bayern. Olise schoss aus zentralen 25 Metern wuchtig auf die linke Ecke, wobei der Ball an den linken Pfosten flog. Ramaj sprang hinterher, kam aber nicht an den Ball heran. Allerdings prallte die Kugel vom Pfosten an Ramajs Rücken und von dort in den Kasten.
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