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Jakub Jakubov (Chemnitzer FC): „„Ich habe meine Chancen nicht genutzt!“

von T. Schlitzke


Jakub Jakubov (Foto: Verein)

Jakub Jakubov spielt aktuell beim Traditionsverein Chemnitzer FC. Der sympathische Keeper ist dabei ehrlich wie kaum jemand zuvor, warum es in seiner Karriere zwar in den Profifußball, aber nicht ganz nach oben gereicht hat. Die Schuld sieht er vor allem bei sich selbst! torwart.de sprach mit dem ehrlichen Torwart!

Infos zu Jakub Jakubov:
  • Nationalität: Slowakei
  • Geburtstag: * 01.02.1989 in Kosice, Slowakei
  • Verein: Chemnitz
  • Position: Torwart
  • Liga: 4.Liga
  • Größe (cm): 194 cm
  • Vorheriger Verein: Berliner AK

torwart.de: Du spielst aktuell beim Chemnitzer FC. Was bedeutet dir dieser Traditionsverein?

Jakub Jakubov: Es macht mich sehr stolz, für diesen Verein spielen zu dürfen. Ich bin froh, dass mir die Vereinsführung und die Trainer das Vertrauen gegeben haben und ich ein Teil von diesem Club mit so einer Geschichte und vor allen so vielen tollen Fans sein darf!

torwart.de: Der Verein hatte in der Vergangenheit einige Probleme. Wo steht ihr heute?

Jakubov: Das ist eine Frage für die Vereinsführung. Wir Spieler bekommen aber eine regelmäßige Info über die Entwicklung. Die verläuft positiv. Dazu haben wir als Mannschaft auch durch unsere Leistungen bzw. durch unsere aktuelle Tabellensituation beigetragen. Deswegen stehen wir auch in der Pflicht weiter zu arbeiten und dem Verein auf diese Weise zu helfen.

torwart.de: Du bist relativ früh von zu Hause weg nach Österreich zu Austria Wien. Wie schwierig war der Schritt für dich?

Jakubov: Ich kann mich bis heute genau an das Gespräch mit meinem Vater erinnern. An einem Abend, als ich schon im Bett lag und fast geschlafen habe, kam er zu mir, setzte sich auf den Boden und fragte mich, ob ich bereit wäre, alleine nach Österreich in die Akademie zu wechseln. Er sagte, es wäre ein großer Schritt, der mit viel Verantwortung für meine Person gleichkäme. Er sagte auch, ich müsste viel und hart trainieren. Er hat mich mit meiner Mutter in diese Richtung erzogen und in diesem Fall sehr motiviert! Deswegen war die Entscheidung, diesen Schritt zu machen, sehr leicht.

torwart.de: Was hast du in der Jugend dort als Torwart mitgenommen?

Jakubov: Sehr, sehr viel. Ich hatte bei Austria Wien eine super Torwartausbildung mit unglaublich guten Trainern. Die Basis für mein heutiges Torwartspiel habe ich dort durch das Training auf einem Top-Niveau gelegt. Zum Beispiel bekam ich viel Techniktraining oder konkretes Situationstraining. Ich habe mit 16 oder 17 bei den Profis mittrainiert und habe meinen ersten Vertrag unterschrieben. Leider habe ich den Durchbruch in die Profimannschaft dauerhaft nicht geschafft.

torwart.de: Als was für eine Art Torwart beschreibst du dich selbst?

Jakubov: Es ist wirklich schwer, sich selbst objektiv zu beschreiben. Ich glaube, dass ich ein Torwart bin, der immer bereit ist, sich zu verbessern. Ich bin auf jeden Fall ein lauter Torwart - im Training und in den Spielen. Ich mag Eins gegen Eins-Situation und das Gefühl, wenn man den Strafraum richtig beherrscht.

torwart.de: Du durftest dort drei Einsätze in der 2.Liga machen. Wie sehr haben dich diese Spiele geprägt?

Jakubov: Ja, ich habe drei Spiele in der zweithöchsten Spielklasse Österreichs für die zweite Mannschaft der Austria gemacht. Dazu muss ich aber sagen, dass meine Spielzeit in der Saison mit einem Pokalspiel gegen die Rapid Amateure begonnen hat. Ich habe den neuen Trainer in der Wintervorbereitung überzeugt und ging als die Nummer 1 in die Rückrunde. Diese vier Spiele haben mich sehr geprägt. Im ersten Spiel war meine Leistung top, genauso wie in dem zweiten. Leider unterliefen mir in den folgenden zwei Spielen zwei Fehler, die zu Gegentoren geführt haben. Danach war ich raus aus dem Tor. Bis jetzt ziehe ich Schlüsse aus dieser Zeit - genauso wie aus jedem anderen bedeutenden Moment.

torwart.de: Du warst im tschechischen Aufgebot für die Junioren-Fußballweltmeisterschaft 2009 in Ägypten, kamst jedoch nicht zum Einsatz. Wie war die Erfahrung für dich?

Jakubov: Wenn ich jetzt darüber nachdenke, habe ich dort nicht unbedingt viel Erfahrungen für mein Torwartspiel gemacht. Dadurch, dass ich nicht als Nummer 1 ins Turnier ging, war es eher ein tolles Erlebnis, als eine Erfahrung. Es war super, bei so einer großen Veranstaltung dabei sein zu dürfen. Jetzt, wo man sieht, wer es in den großen Profifußball geschafft hat, ist es cool sagen zu können, dass ich mit Tomas Vaclik im Team oder gegen Peter Gulacsi gespielt habe. Es ist nur Schade, dass wir im Turnier nicht einen größeren Erfolg erreicht haben.

torwart.de: Danach folgten für dich viel Stationen im In- und Ausland. Der Durchbruch nach oben gelang aber nie. Woran lag das?

Jakubov: Ein ehemaliger Torwart-Trainer von mir sagte zu mir: "Du musst so gut sein, dass kein Trainer an dir vorbeischauen kann!“. Ich habe damals meine Chancen nicht genutzt! Ich habe früher wenig und schwach trainiert. Ich war unkonzentriert. Weiter habe ich zwei Vereinswechsel gemacht, die die Entwicklung meiner Karriere gefährdet haben. Zum Glück habe ich daraus gelernt, es auch durch die Unterstützung meiner Familie überstanden und spiele weiter Fußball!

torwart.de: Du bist häufig gerade an der Grenze des Profitums gewesen. Hattest du auch mal Angst, dass du keinen Job bzw. Einkommen mehr haben könntest?

Jakubov: Ich hatte keine große Angst. Es ist immer stressig, wenn der Vertrag ausläuft, wenn man auf der Suche nach einem neuen Verein ist und es vielleicht nicht so rund läuft. Meine Familie hat aber immer an mich geglaubt. Das hat mir dabei sehr geholfen, die schwierigeren Zeiten zu überstehen.

torwart.de Welche weiteren Ziele setzt du dir noch?

Jakubov: Ich plane nicht gerne über längere Zeit. Als Fußballer konzentriere ich mich auf das nächste Spiel. Diese Regel hilft mir. So denken wir auch in der Mannschaft. Natürlich möchte ich so lange spielen wie möglich, weil mich der Fußball glücklich macht!

torwart.de Danke für das Gespräch!

Jakubov: Bitte sehr!


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