torwart.de: Jakub Zielinski (Jahrgang 2008) gilt als großes Talent. Wie hat er sich in den vergangenen Monaten entwickelt – und welche nächsten Schritte sind für ihn perspektivisch geplant?
Pascal Formann: Jakub Zielinski hatte zu Beginn gewisse Orientierungsschwierigkeiten, hat sich danach aber sehr gut etabliert. Er hat sich sowohl persönlich als auch athletisch stark weiterentwickelt und durch das tägliche Training mit uns sowie durch seine Einsätze deutliche Schritte nach vorne gemacht. Zusätzlich sammelt er regelmäßig Spielpraxis in der U19. Jetzt geht es darum, gemeinsam zu entscheiden, welcher nächste Schritt für ihn am sinnvollsten ist.
torwart.de: Welche sportlichen Ziele setzt ihr euch für die Rückrunde – sowohl als Mannschaft insgesamt als auch speziell mit der Torwartgruppe?
Pascal Formann: Für die Torhüter geht es vor allem darum, die Konstanz aufrechtzuerhalten, die sie bereits gezeigt haben. Als Mannschaft ist es unser primäres Ziel, so schnell wie möglich Punkte zu sammeln, um mit den unteren Tabellenregionen nichts zu tun zu haben. Es geht darum, sich frühzeitig zu stabilisieren und zu vermeiden, zum Saisonende noch tiefer hineinzurutschen.
torwart.de: Das gezielte Blocken des Torhüters bei Eckbällen nimmt im Profifußball immer mehr zu. Wie bewertest Du diese Entwicklung: Wird aus Deiner Sicht zu wenig geahndet – oder ist es eine taktische Anpassung, auf die man sich im Defensivverbund einstellen muss? Und welche Gegenmaßnahmen haltet Ihr aktuell für besonders wirkungsvoll?
Pascal Formann: Ich sehe dieses Thema grundsätzlich zweigeteilt. Wenn ein Spieler den Torhüter blockt, ohne ihm in die Hände zu greifen, halte ich das für legitim. Wenn jedoch bewusst blockiert, gehalten oder attackiert wird, ohne dass der Spieler wirklich etwas mit der Spielsituation zu tun hat, sollte das geahndet werden. Spätestens dann, wenn in die Bewegungsabläufe oder in die Hände des Torhüters eingegriffen wird, muss abgepfiffen werden.
Natürlich nutzen viele Mannschaften diese Situationen inzwischen gezielt aus. Umso wichtiger ist es, dass es eine klare und vor allem konstante Linie in der Auslegung gibt. Ich finde außerdem, dass man zwischen Torhütern und Feldspielern keinen Unterschied machen sollte. Das eigentliche Problem ist aktuell weniger das Blocken an sich als die fehlende Einheitlichkeit. Wenn es hier eine klare Linie gäbe, würden wir über viele dieser Szenen gar nicht mehr diskutieren.
torwart.de: Wir bedanken uns für das sehr spannende Interview und wünschen eine gute Rückrunde.
Pascal Formann: Vielen Dank.
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