Es ist eine kuriose Szene. Rund um das letzte Saisonspiel in der Bundesliga taucht Manuel Neuer plötzlich wieder im Dunstkreis der Nationalmannschaft auf – und im letzten Spiel gegen den 1. FC Köln muss der Torwart nach einer Stunde vom Feld. Wieder ist es eine Muskelverletzung, wieder ist es die linke Wade, die in den vergangenen Monaten schon häufiger mit kleineren Verletzungen reagierte. Das Pokalfinale verpasste Neuer, während gleichzeitig das große Comeback des 40-Jährigen in der Nationalmannschaft bekannt wurde.
Der Bayern-Torhüter wird von Null auf die Eins zurückkehren im deutschen Tor. Das hatte Bundestrainer Julian Nagelsmann im Zuge der Nominierung des WM-Kaders bekannt gegeben. Dennoch ist Neuer derzeit nicht bei 100 Prozent. Immer noch spürt er eine Reaktion in der Wade. In Anbetracht dieser Blessur hat Nagelsmann nun entschieden, dass im Testspiel gegen Finnland am Sonntag in Mainz Oliver Baumann auflaufen wird.
Der Trainer begründete seine Entscheidung wie folgt: „Wir haben im Trainerteam entschieden, dass er doch nicht spielen wird. Es macht keinen Sinn, da jetzt unnötig das Spiel zu machen. Wir wollen einfach da noch Ruhe dranlassen. Die Entscheidung haben wir auch mitgeteilt, er ist damit völlig d'accord. Wenn man ihn fragt, wird er sich immer reinstellen. Aber ich versuche, einen bisschen weiteren Blick zu haben. Ich glaube, es ist gut, wenn ein bisschen Luft drankommt. Wenn er ins Training einsteigt, wenn alles perfekt ist. Aber Sorgen muss man sich keine machen. Wir wollen ihn in der Gruppenphase maximal fit haben.“
An der grundsätzlichen Entscheidung wird der Bundestrainer aber festhalten, sofern Neuer die Blessur rechtzeitig auskurieren wird. Davon ist nach dem aktuellen Stand auch auszugehen, denn niemand hätte Neuer mitgenommen, wenn dieser nicht rechtzeitig wieder im Vollbesitz seiner Kräfte wäre.
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