Der Transfer von Herthas Torwart-Talent Tjark Ernst zu Feyenoord Rotterdam ist offiziell unter Dach und Fach. Im Gegenzug rückt der Abschied von Timon Wellenreuther immer näher – der bisherige Stammkeeper steht vor einem Wechsel zum VfL Wolfsburg.
Erster großer Eredivisie-Transfer perfekt: Ernst unterschreibt in Rotterdam
Es ist der erste große Torwart-Transfer in der Eredivisie in dieser Transferperiode. Tjark Ernst verlässt Hertha BSC und wird neue Nummer eins bei Feyenoord Rotterdam. Im Gegenzug rückt ein Abschied von Timon Wellenreuther aus Rotterdam näher – der bisherige Stammkeeper soll konkretes Interesse vom VfL Wolfsburg genießen. Für Wellenreuther wäre es die Rückkehr nach Deutschland nach neun Jahren in den Niederlanden.
Ernst zieht es zum Champions-League-Klub
Nach Informationen der "Bild"-Zeitung hat sich der 23-jährige Ernst nach längerem Zögern endgültig für den Wechsel nach Rotterdam entschieden. Der in Stuttgart geborene Schlussmann steht seit 2022 bei Hertha BSC unter Vertrag und hatte sich dort zum Stammkeeper und einem der gefragtesten Talente der 2. Bundesliga entwickelt. Schon im Sommer 2024 war über einen Wechsel Ernsts ins Ausland spekuliert worden. Damals soll es ein gesteigertes Interesse vom FC Porto am ehemaligen U21-Nationaltorhüter gegeben haben. Der Transfer kam aber nicht zustande, da Portos Nummer eins, Diogo Costa, den Verein nicht wie erwartet verlassen hatte.
Feyenoord soll die im Vertrag von Tjark Ernst verankerte Ausstiegsklausel von rund fünf Millionen Euro gezogen haben. Neben Feyenoord sollen auch Celtic und Borussia Mönchengladbach Interesse an Ernst gehabt haben, zudem der ebenfalls interessierte Absteiger VfL Wolfsburg. Am Ende soll jedoch die Aussicht auf Champions-League-Fußball bei den Rotterdamern den Ausschlag gegeben haben. Der Torhüter hat bereits am Dienstag nicht mehr am Hertha-Training teilgenommen, eine Reise nach Rotterdam zur medizinischen Untersuchung stand kurz bevor. Darüber hinaus stand der Torhüter schon in den beiden Testspielen der Hertha nicht mehr zwischen den Pfosten.
Sportlich gilt der 1,93 Meter große Ernst als klassischer Vertreter der modernen deutschen Torwartschule: groß, athletisch, explosiv und mit starken Reflexen ausgestattet. Torwart-Kenner attestieren ihm zudem gute Fähigkeiten im Spielaufbau, während bei hohen Bällen und Flanken noch Entwicklungspotenzial gesehen wird. Ernst kommt zudem aus einer Torwart-Familie: Sein Vater Thomas Ernst stand einst unter anderem für Eintracht Frankfurt und den VfB Stuttgart zwischen den Pfosten. Schon allein aufgrund der Vergangenheit des Vaters wurde im Frankfurter Umfeld spekuliert, dass Tjark Ernst es seinem Vater gleichtut und zu Eintracht Frankfurt wechseln könnte. Thomas Ernst startete einst seine Karriere bei den Adlerträgern.
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