Das Torwart- und Fußballportal
  TORWART.DE ONLINE-SHOP Torwarthandschuhe von adidas, Reusch, Uhlsport, NIKE, Puma, Jako, Derbystar, Erima, Sells, Selsport, Storelli, McDavid, Under Armour, Lotto, TW1!
torwart.de-Shop:Torwarthandschuhe, Torwartausrüstung
torwart.de-Shop:Torwarthandschuhe, Torwartausrüstung
 


Home > Magazin > torwart.de-kompakt 26/27 > International > Juventus Turin: Vicario wechselt auf Leihbasis zu Juve

Vicario auf Leihbasis zu Juventus

Nach langer Torwartsuche setzt Juventus auf Guglielmo Vicario – die Bianconeri sichern sich zudem eine günstige Kaufoption.

Autor: M. Schäfer  - 19.08.2026

Nach wochenlanger Torwartsuche hat Juventus Turin eine Lösung gefunden: Guglielmo Vicario wechselt auf Leihbasis von Tottenham Hotspur zu den Bianconeri. Der 29-jährige italienische Nationaltorhüter kehrt damit nach drei Jahren in der Premier League in seine sportliche Heimat zurück und soll bei Juventus den Konkurrenzkampf um die Position der Nummer 1 neu ordnen.

Bereits in den vergangenen Monaten war Vicario immer wieder mit der „Alten Dame“ in Verbindung gebracht worden. Handlungsbedarf entstand bei Juventus auch durch die Situation um Michele Di Gregorio. Der bisherige Stammkeeper hatte seinen Platz im Frühjahr zeitweise an Mattia Perin verloren und saß im März über mehrere Spiele hinweg auf der Bank. Spätestens zu diesem Zeitpunkt begann Juventus offenbar, die Torwartposition grundsätzlich neu zu bewerten. Di Gregorio wiederum könnte den Klub noch verlassen. Als mögliche Ziele wurden zuletzt unter anderem Olympique Marseille, der AC Monza und der FC Turin genannt.

Von Alisson bis Martínez: Juves schwierige Torwartsuche

Die Suche nach einer neuen Nummer 1 erwies sich allerdings schwieriger als erwartet. Juventus beschäftigte sich zwischenzeitlich mit mehreren prominenten Kandidaten. Alisson Becker vom FC Liverpool wurde ebenso gehandelt wie Emiliano Martínez von Aston Villa. Vor allem beim argentinischen Weltmeister erwiesen sich die finanziellen Vorstellungen letztlich als zu hoch. Auch Zion Suzuki von Parma gehörte zeitweise zu den Kandidaten. Der japanische Nationaltorhüter wurde zunächst mit Paris Saint-Germain in Verbindung gebracht und wechselte schließlich zu Aston Villa. Damit zeigte sich zunehmend das Grundproblem der Turiner Torwartsuche: Juventus wollte die Position aufwerten, gleichzeitig aber kein großes finanzielles Risiko eingehen. Mehrere der gehandelten Kandidaten hätten erhebliche Ablösesummen und entsprechend teure Gesamtpakete erfordert. Genau an diesem Punkt wurde Vicario wieder interessant. Juve-Legende Gianluigi Buffon hatte sich bereits zuvor positiv über den Italiener geäußert und auf dessen Erfahrung im Umfeld der Nationalmannschaft, seine Jahre in der Premier League sowie den Europa-League-Sieg mit Tottenham verwiesen.

Vicarios eigene Karriere verlief dabei keineswegs geradlinig. Noch mit 23 Jahren spielte er in der Serie B, ehe ihm über Empoli der Sprung auf die große Bühne gelang.

Bei Tottenham zuletzt nicht mehr unumstritten

Nach seinem Wechsel von Empoli im Sommer 2023 entwickelte sich Vicario bei Tottenham schnell zum Stammkeeper. In insgesamt 117 Pflichtspielen blieb er 29-mal ohne Gegentor. 2025 gewann er mit den Spurs die Europa League. Zuletzt geriet seine Position allerdings ins Wanken. Auch eine Verletzung bremste den Italiener aus. Unter Trainer Roberto De Zerbi erhielt der tschechische Torhüter Antonín Kinský zunehmend den Vorzug. Für Vicario eröffnete sich dadurch die Chance auf eine Rückkehr nach Italien – und für Juventus eine Gelegenheit, die vorher nicht bestand. Nachdem Tottenham einer Leihe zugestimmt hatte, nahm der Transfer zu Beginn der Woche konkrete Formen an. Vicario reiste am Montag nach Turin und absolvierte seinen Medizincheck im vereinseigenen J|Medical. Anschließend unterschrieb er seinen Vertrag, ehe Juventus den Wechsel offiziell bestätigte.

Acht Millionen Kaufoption: Juventus hält das Risiko klein

Die Vertragskonstruktion erklärt letztlich, warum Vicario für Juventus zur attraktivsten Lösung wurde. Der Torhüter wechselt ohne Leihgebühr bis zum 30. Juni 2027 nach Turin. Anschließend besitzt Juventus eine Kaufoption über acht Millionen Euro. Durch Bonuszahlungen kann sich die Summe um weitere zwei Millionen Euro erhöhen. Nach Medienberichten übernimmt Juventus während der Leihe zudem Vicarios Gehalt. Im Vergleich zu den zuvor gehandelten Kandidaten ist das ein deutlich überschaubareres Paket. Juventus verpflichtet keinen teuren Torwart mit langfristiger Bindung, sondern verschafft sich zunächst ein Jahr Zeit, um Vicario unter Serie-A-Bedingungen zu bewerten. Überzeugt er, könnte Juventus für vergleichsweise wenig Geld einen erfahrenen italienischen Nationaltorhüter dauerhaft verpflichten. Gelingt ihm die Rückkehr zu seiner früheren Form nicht, endet die Zusammenarbeit ohne große finanzielle Belastung.

Bewährungsdeal statt Königstransfer?

Genau darin liegt der eigentliche Reiz dieses Transfers. Juventus hat die lange Torwartsuche nicht mit dem spektakulärsten Namen beendet, sondern mit der wirtschaftlich flexibelsten Lösung. Trainer Luciano Spalletti erhält einen Torhüter, der die Serie A kennt, internationale Erfahrung besitzt und keinen langen Anpassungsprozess benötigen dürfte. Für Vicario wiederum bietet der Wechsel die Gelegenheit, nach seiner schwierigen letzten Phase bei Tottenham wieder dauerhaft in den Mittelpunkt zu rücken.


Kommentare (0)

Keine Kommentare vorhanden!

Neuen Kommentar schreiben

© 1999-2026 torwart.de - Impressum

TIP A FRIEND SITEMAP TORWART.DE _Sitemap _oben

Um unsere Website laufend zu verbessern, verwenden wir Cookies. Durch die Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Infos