Im Rennen um Zion Suzuki deutet sich eine Entscheidung an: Paris Saint-Germain hat nach übereinstimmenden Berichten ein offizielles Angebot über 33 Millionen Euro bei Parma Calcio für den japanischen Nationaltorhüter hinterlegt und damit den bislang favorisierten Konkurrenten Juventus Turin überholt. Laut Transferexperte Fabrizio Romano sowie italienischen Medien wie der „Gazzetta dello Sport“ und „TuttoMercatoWeb“ beläuft sich das Pariser Angebot auf rund 28 Millionen Euro plus fünf Millionen Euro an Bonuszahlungen. Damit setzt sich PSG deutlich vor Juventus, das sich zuvor bereits intensiv mit Suzuki als möglichem Neuzugang beschäftigt hatte, mit einem Angebot aber abgeblitzt war und sich inzwischen anderen Torwart-Kandidaten zuwenden soll.
Parma selbst soll laut Berichten bereit sein, in konstruktive Gespräche mit den Parisern einzusteigen. Darüber hinaus soll sich der Torhüter bereits mit dem amtierenden Champions-League-Sieger einig sein. Suzuki steht beim italienischen Erstligisten eigentlich noch bis 2029 unter Vertrag. 2024 war er für rund 8,2 Millionen Euro von VV St. Truiden gekommen und bestritt seither 57 Serie-A-Partien für den Klub. In der abgelaufenen Saison musste er wegen eines Bruchs der linken Hand zeitweise pausieren, kam aber dennoch auf 20 Ligaeinsätze mit fünf Zu-null-Spielen. International hat sich der in den USA geborene Japaner mit 28 Länderspielen fest als Nummer eins seines Landes etabliert und spielte auch eine gute WM, wenngleich die Blue Samurai in der Runde der letzten 32 an Brasilien scheiterten.
Bemerkenswert an PSGs Vorstoß: Der amtierende Champions-League-Sieger verfügt mit Matvey Safonov und Lucas Chevalier bereits über zwei etablierte Torhüter, dazu kommen der ausgeliehene Renato Marin sowie Nachwuchskeeper Alessandro Longoni. Chevalier war erst im vergangenen Sommer für rund 40 Millionen Euro von Lille gekommen, wurde von Trainer Luis Enrique inzwischen aber durch Safonov ersetzt. Chevalier wiederum war bei seinem Trainer im Laufe der Saison regelrecht in Ungnade gefallen und scheint nun kaum noch eine Zukunft in Paris zu haben.
Laut Romano soll Suzuki dem Vernehmen nach zunehmend offen für einen Wechsel nach Paris sein, nachdem ihm der Klub sein sportliches Konzept vorgestellt habe. Vor einer Zusage soll er sich aber Klarheit über seine tatsächlichen Einsatzchancen erbeten haben. Berichten zufolge könnte PSG ihn nach einer Verpflichtung sogar direkt wieder an Parma zurückverleihen, um ihm regelmäßige Spielpraxis zu garantieren. Neben PSG und Juventus sollen laut US-Berichten auch mehrere Premier-League-Klubs wie Newcastle United, Leeds United und Aston Villa Interesse an Suzuki gezeigt haben. Konkret ist aber keine dieser Spuren geworden – bis auf die aus Paris. Parma befindet sich damit in einer komfortablen Verhandlungsposition und kann die verschiedenen Angebote gegeneinander abwägen.
Der Klub soll für den Fall eines Abgangs von Suzuki bereits einen Nachfolger an der Hand haben. Parma muss sich vor dem eigenen Saisonauftakt gegen Cagliari am 22. August zeitnah entscheiden, während PSG bereits einen Tag später mit dem Ligue-1-Auftakt gegen Rennes in die neue Saison startet. Sollte der Wechsel zustande kommen, wäre Suzuki bereits der dritte Torhüter, mit dem sich Safonov auseinandersetzen muss.
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