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Ausblick auf das Finale der Europa League

Ein Ausblick auf die Begegnung zwischen Trapp und McGregor

Autor: T. Rübe - 16.05.2022

Am Mittwoch wird Sevilla beben. Im Finale der Europa League treffen Eintracht Frankfurt auf die Glasgow Rangers. Es erwartet uns somit ein Finale mit zwei großen Fanszenen, mit viel Historie und Tradition. Für die UEFA und deren Außenwirkung ist dies sicher die bestmögliche Paarung nach beiden Halbfinals. Beide Mannschaften spielen im Vorwärtsdrang brachial, mit sehr viel Physis und höchster Intensität. Daher wird auch viel auf die beiden Torhüter Kevin Trapp und Allan McGregor ankommen. Dabei sind beide Torhüter unterschiedlicher Natur.  

Zwar sind beide Torhüter, sowohl Allan McGregor als auch Kevin Trapp, Identifikationsfiguren ihrer Vereine, doch ist ihre Bedeutung in sportlicher Sicht jeweils eine etwas andere. Allan McGregor ist mit seinen 40 Jahren ein absoluter Routinier und vereint in sich die Erfahrung von mehr als 540 Pflichtspiele für die Glasgow Rangers, Dunfermline, den FC St. Johnstone, Besiktas Istanbul, Hull City und Cardiff City und 41 A-Länderspiele für Schottland. Diese Erfahrung spiegelt sich auch in seinem Spielstil wider. Charakteristisch ist nahezu schon stoische Ruhe, die der 1,83 m große Schlussmann ausstrahlt. Er ist mit dieser Ruhe und Übersicht ein Fixpunkt in der Defensive der Rangers, dich sich durch eine starke Defensive und eine hohe mannschaftliche Geschlossenheit bis in das Finale der Europa League gekämpft haben. In der Liga ist dem Traditionsclub und dem großen Rivalen von Celtic Glasgow in dieser Saison der Meistertitel verwehrt geblieben. Letztlich lag der Stadtrivale 4 Punkte vor den Rangers.

McGregor spielte dabei eine gute Saison und ist nach wie vor unumstrittene Stammkraft bei seinem Heimatverein. Nicht grundlos soll der nach der Saison auslaufende Vertrag noch einmal verlängert werden. Es wäre nur die logische Konsequenz für beide Seiten, sofern sich der Keeper noch ein weiteres Jahr vorstellen kann. Wie aus dem Rangers-Umfeld zu vernehmen ist, möchte McGregor seinen Vertrag tatsächlich noch einmal verlängern. Schon jetzt ist der Torhüter eine Vereinslegende und dies könnte sich am Mittwoch in Sevilla noch einmal verfestigen, sofern er seine Mannschaft zum Sieg in der Europa League führt. Es wäre bei weitem nicht der erste Erfolg seiner Karriere. So ist er bisher 4-mal schottischer Meister geworden, zuletzt 2021, wurde ebenso häufig 4-facher Pokal-Sieger und gewann fünfmal den Liga-Pokal in Schottland. Alle Titel gewann er mit den Rangers, wobei er 2012 26 Spiele für Besiktas Istanbul absolvierte und 5 Jahre bei Hull City verbrachte und für den englischen Klub 140 Spiele bestritt.

Allen McGregor ist Publikumsliebling

Auch bei den Fans erfreut sich McGregor seit jeher größter Beliebtheit. Bereits zu Beginn seiner Karriere, als der Schotte noch hinter Stefan Klos und Letizi lediglich die Nummer 3 war, forderten die Fans damals vehement die Berufung des Torhüters zur Nummer 1, hatte er zuvor in seinen Einsätzen als Vertreter mehrfach überzeugt. An seinen überzeugenden Leistungen hat sich nichts geändert. Auch gegen die Roten Bullen aus Leipzig hielt der Keeper jeweils stark und überzeugte auch mit starken Paraden auf der Linie.

Kevin Trapp ist der "Aggressive Leader"

Auch Kevin Trapp auf Seiten von Eintracht Frankfurt ist mindestens genauso wichtig für seine Mannschaft wie sein Gegenüber. Seit dem Herbst vergangenen Jahres ist er in sensationeller Verfassung. Neben Djibril Sow und Filip Kostić ist „Trapper“ der wichtigste Mann bei den Hessen. Auch ihm war es mehrfach zu verdanken, dass die Eintracht das Finale überhaupt erreicht hat. Er ist eine absolute Erscheinung auf dem Platz, ist beinahe schon ein „Aggressive Leader“ mit unbedingtem Siegeswillen. Fußballerisch ist Trapp durchaus mehr als ordentlich, wenngleich er bei der Eintracht auch häufig zu langen Schlägen angehalten ist. Auch die Strafraumbeherrschung ist nicht die allergrößte Stärke des 31-Jährigen. Wo Trapp hervorsticht, ist in den Bereichen der Reflexe, der Fähigkeiten auf der Linie und im 1-gegen-1. Mit präzisem Timing und gekonnter Block-Technik beeindruckt Trapp besonders in den engen und oftmals Spiel entscheidenen engen Situationen mit dem Stürmer.  So ließ er teilweise den FC Barcelona und auch West Ham United verzweifeln.

Trapp auf dem Weg zur Nummer zwei im DFB-Team

Im vorletzten Liga-Spiel, zu Hause gegen die Gladbacher Borussia, gab es einen Schreck-Moment, als ihm wieder einer Bänderdehnung im Handgelenk Probleme bereitete. Diese Verletzung hatte er sich beim Viertelfinal-Rückspiel in Barcelona zugezogen. Ein Ausfall Trapps wäre, bei allem Respekt gegenüber Jens Grahl, der den verletzten Diant Ramaj als Nummer 2 vertritt, eine erhebliche Schwächung, die durchaus entscheidend sein könnte. Die Eintracht ist noch mehr als der Gegner auf einen Torhüter in Bestform angewiesen. In seiner derzeitigen Verfassung ist Trapp durchaus auch noch vor Marc-André ter Stegen in der Nationalmannschaft anzusehen. Manche Experten, wie der ehemalige Eintracht-Torhüter Uli Stein, verorten den Frankfurter derzeit sogar noch vor Manuel Neuer als besten Torwart Deutschlands.  

Finale für beide Torhüter das bisherige Karriere-Highlight

Für Trapp ist es derweil, genauso wie für Allan McGregor, das größte Spiel seiner Karriere. Zwar stand Trapp mit PSG im Halbfinale der Champions League, unterlag aber seinerzeit in einem dramatischen Rückspiel in Barcelona gegen die Katalanen. Es ist für den gebürtigen Saarländer, ebenso wie für sein Gegenüber, das erste internationale Finale der Karriere, wohl somit auch das größte und wichtigste Spiel der bisherigen Laufbahn. Die ganze Stadt, darüber hinaus auch im Allgemeinen viele deutsche Fußball-Fans wünschen sich einen Frankfurter Sieg.

Setzt sich Trapp ein "Denkmal" in Frankfurt?

Mit diesem Sieg könnte sich Trapp jetzt bereits ein Denkmal in Frankfurt setzen. Seit seiner Rückkehr im Jahr 2018 ist der Torhüter aus dem Frankfurter Tor nicht wegzudenken. Zwar gab es in den Jahren 2019 und 2020 durchaus Stimmen, die die damalige Nummer 2 Frederik Rönnow vorn sahen, doch hielten die sportlich Verantwortlichen an Trapp fest. Spätestens zahlt sich das Festhalten vollends auch, wenngleich sowohl Trainer als auch Sportvorstand nicht mehr dieselben sind.  

Es wird ein heißer Kampf in Sevilla, in dem Nuancen entscheiden werden. Diese Nuancen könnten dabei durchaus jeweils im Tor zu finden sein. Egal wer, einer von beiden Torhütern wird sich wohl mit der Rest der Mannschaft bei den eigenen Fans regelrecht unsterblich machen können. Zuzutrauen und zu wünschen wäre es definitiv beiden großartigen Torhütern der europäischen Fußballszene.

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