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Torhüter-Analyse zur Yashin-Trophäe: Wer sind die Favoriten?

Die Shortlist für den besten Keeper des Jahres

Autor: T. Rübe - 10.09.2026

Am Dienstag hat France Football die Shortlists für die Yashin Trophy 2026 veröffentlicht – jene Auszeichnung, die seit 2019 den besten Torhüter der Welt kürt und seit 2025 auch in einer eigenständigen Version für die besten Torhüterinnen vergeben wird. Benannt ist der Preis nach Lew Jaschin, der 1963 als bislang einziger Torhüter überhaupt den Ballon d’Or gewinnen konnte. Zehn Torhüter und fünf Torhüterinnen dürfen sich Hoffnungen auf die Trophäe machen, die im Rahmen der großen Ballon-d’Or-Gala im Oktober 2026 vergeben wird. Bewertet wird der Leistungszeitraum August 2025 bis Juli 2026 – inklusive der Auftritte bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika, die für gleich mehrere Kandidaten zum Schaulaufen wurde.

Bewertet werden laut France Football in erster Linie die individuellen Leistungen der Torhüter über die Saison hinweg, gefolgt vom Erfolg mit dem jeweiligen Verein bzw. der Nationalmannschaft sowie – nachrangig – dem Aspekt des Fairplays. Die Jury besteht traditionell aus Journalisten verschiedener Nationen, die eine Rangliste erstellen; die Punkte werden am Ende addiert. Vorjahressieger bei den Männern war Gianluigi Donnarumma (damals noch bei Paris Saint-Germain), bei den Frauen sicherte sich Hannah Hampton vom FC Chelsea die allererste Auflage des Frauenpreises. Häufig wurde in der Vergangenheit der Torhüter ausgezeichnet, der entweder die Champions League gewonnen hatte – wie im vergangenen Jahr Donnarumma – oder bei einem großen internationalen Turnier die unumstrittene Nummer 1 der Siegermannschaft war.

Eine der größten Überraschungen der diesjährigen Nominierungsrunde: Donnarumma, der Titelverteidiger, taucht auf der aktuellen Liste nicht auf. Zwar spielt er bei einem der größten Klubs der Welt und ist dort die Nummer 1, doch fehlten dem Klub in der abgelaufenen Saison die ganz großen Titel, als dass er sich noch einmal gesondert in den Fokus hätte bringen können. Die Gewinne des FA Cups sowie des englischen Ligapokals waren letztlich nicht aussagekräftig genug. Zudem scheiterte der Keeper mit der italienischen Nationalmannschaft in den WM-Play-offs an Bosnien-Herzegowina, sodass einer der namhaftesten Torhüter gar nicht erst an der Endrunde teilnahm.

Mit Bounou, Mendy und Vozinha stehen damit gleich drei afrikanische Torhüter auf der Nominiertenliste – ein historischer Meilenstein. Südamerika ist mit Emiliano Martínez lediglich einmal vertreten, während Europameister und Weltmeister Spanien gleich alle drei Turniertorhüter ins Rennen schickt.


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