Manuel Neuer musste gegen den Tabellenletzten aus Mainz zweimal hinter sich greifen (foto: firo)
Manuel Neuer / FC Bayern München:
Von Beginn an war es eine sehr einseitige Partie. Die Bayern hatten nach einer Viertelstunde bereits 200 Pässe gespielt, Mainz hingegen insgesamt weniger als 20. Dennoch gehörte die erste gefährliche Chance den Mainzern, als nach einem Einwurf der Ball in Flipper-Manier im hohen Bogen an die Latte des von Manuel Neuer gehüteten Tores flog. Den Abpraller von der Latte konnte der Torwart dann locker aufnehmen.
In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit glichen die Mainzer völlig überraschend aus und wieder einmal zeigten die Bayern wie schon häufiger in dieser Saison Schwächen bei hohen Hereingaben. Eine Freistoßflanke von der rechten Strafraumecke wurde vor das Tor geschlagen. Im Korridor zwischen Tormitte und zweitem Pfosten kam Potulskivier Meter vor dem Tor zum Kopfball und setzte diesen in die linke Ecke. Neuer blieb bei der Hereingabe auf der Linie, wobei diese auch nur unter höchstem Risiko anzugreifen gewesen wäre. Der Rückzug auf die Linie war daher richtig. Bei dem Kopfball fehlte Neuer aufgrund der kurzen Distanz wiederum die notwendige Reaktionszeit, um noch irgendwie abwehren zu können.
In der 67. Minute brachte Lee die Gäste sehr überraschend in Führung. Bell flankte aus dem rechten Halbfeld vor das Tor, wo Lee allein am zweiten Pfosten einlief und aus sieben Metern hoch in die lange Ecke einköpfte. Neuer stand zwei Meter vor dem Tor und damit in einer recht guten Position, wenngleich er aufgrund der kurzen Reaktionszeit aus dem Stand abspringen musste, wodurch ihm letztlich die notwendige Reichweite fehlte. Mehr bekam der Torhüter anschließend nicht mehr zu tun.
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Neuer (FC Bayern München)
Batz (FSV Mainz 05)
Ausstrahlung
Torverteidigung
Raumverteidigung
Spieleröffnung
Gesamt
Trotz des frühen Rückstands durch Youngster Karl konnte Daniel Batz die Bayern im Zaum halten und ein Punkt nach Mainz bringen (foto: firo)
Daniel Batz / FSV Mainz 05:
Nach 20 Minuten kamen die Bayern, die das Spiel bis dahin komplett dominiert hatten, zur ersten großen Möglichkeit. Nach einer Flanke von rechts kam Kane zum Kopfball aus vier Metern, den der Stürmer zentral auf das Tor brachte. Dennoch hatte Batz kaum Zeit zu reagieren, wehrte den Ball aber mit einem tollen Reflex ab. Wenig später lenkte Batz einen Abschluss von Olise auf die linke Ecke noch mit den Fingerspitzen um den Pfosten.
Nach einer knappen halben Stunde erzielte Lennart Karl die Führung für die Bayern. Eine Hereingabe von rechts wurde scharf auf den zweiten Pfosten gegeben, wo Gnabry zurück in die Mitte passte und dort Karl aus kürzester Distanz einschieben konnte. Für Batz war die Situation ganz schwer zu lösen, da er aufgrund der Hereingabe schnell den zweiten Pfosten abdecken musste. Die Rückgabe in die Mitte war für Batz unerreichbar, sodass er zwar noch zurück in die Mitte eilte, dort aber einfach nicht mehr schnell genug ankam.
Nach der Pause waren die Bayern weiterhin klar spielbestimmend und hatten eine Vielzahl an guten Torchancen. Die Mainzer Defensive konnte aber mehrere Schüsse blocken, bevor diese gefährlich wurden. Wenn Daniel Batz doch gefordert war, war er nur äußerst schwer zu überwinden und avancierte zum Garanten für das letztendliche Remis. Kurz vor dem Ende bekamen die Bayern noch einen Elfmeter zugesprochen, den Kane in die linke Ecke verwandelte. Batz war in die andere Ecke unterwegs und damit machtlos. Es war der Schlusspunkt der Partie.
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