Hamburg brauchte lange, um sich gegen starke Hoffenheimer etwas zurechtzufinden. Die ersten wirklich klaren Chancen ergaben sich dadurch erst in den letzten Minuten vor dem Pausentee. Oliver Baumann war aber bei den Versuchen in der 40. und in der 42. Minute jeweils zur Stelle und konnte parieren. Mehr hatte der deutsche Nationaltorwart im ersten Durchgang nicht zu tun.
Es waren nur wenige Minuten in der zweiten Halbzeit gespielt, als Baumann mit einem Schuss auf den linken Winkel aus der Distanz gefordert war. Der Torhüter hob aber rechtzeitig ab, machte sich ganz lang, sodass er den Schuss noch von der Linie kratzte. In der 82. Minute gelang den Gästen noch der Ehrentreffer zum 4:1. Aus der eigenen Hälfte heraus schickte VieiraPhilippe auf die Reise, der letztlich aus halblinken 11 Metern in die kurze Ecke traf. Direkt vor dem Schuss machte Baumann noch einen kleinen Zwischensprung. Dadurch stand er sehr breit und hatte seinen Körper bereits für eine Bewegung in die lange Ecke ausgerichtet. Bei dem Schuss musste der Keeper nunmehr gegen die eigene Ausrichtung agieren, was eine gewisse Verzögerung mit sich brachte. Dadurch konnte Baumann nicht mehr parieren, wobei er noch mit der Hand am Ball war.
In der Nachspielzeit bekamen die Gäste noch einen Elfmeter zugesprochen. Philippe rutschte bei seinem Schuss aus und setzte den Elfmeter daher über das Tor.
torwart.de-Bewertung
Baumann (TSG 1899 Hoffenheim)
Heuer Fernandes (Hamburger SV)
Ausstrahlung
Torverteidigung
Raumverteidigung
Spieleröffnung
Gesamt
Daniel Heuer Fernandes / Hamburger SV:
Die Hausherren gingen bereits in der 8. Minute durch Prömel in Führung, der nach einer Flanke von links aus acht Metern zentraler Position zum Kopfball kam und diesen in die linke Ecke setzte. Der Hamburger Schlussmann stand zuvor rund vier Meter vor dem Tor und orientierte sich zurück in Richtung Torlinie, war aber zum Zeitpunkt des Schusses noch in der Bewegung, konnte daher nicht mehr eingreifen und schaute nur noch hinterher. Das 2:0 erfolgte nach einer halben Stunde. Von links kam das Spielgerät über Umwege zu Prömel, der in die Tiefe durchsteckte, wodurch Kabak aus halbrechten sechs Metern einschieben konnte. Heuer Fernandes kam noch entgegen und machte sich breit. Allerdings hatte er das Pech, dass er den Ball nur noch mit der Unterseite des rechten Armes touchierte. Dennoch fand der Ball den Weg ins Tor.
In der 65. Minute erzielte Lemperle das 3:0. Eine Flanke von rechts wurde hinter den zweiten Pfosten geschlagen, wo Touré wieder in Richtung des nunmehr kurzen Pfostens köpfen konnte, während sich Lemperle von seinem Gegenspieler lösen konnte und durch die Beine des noch entgegenkommenden Heuer Fernandes ins Tor schieben konnte. Eine wirkliche Abwehrmöglichkeit hatte der Torwart erneut nicht. Rund sieben Minuten später traf Asllani zum 4:0. Vuskovic ließ einen langen Ball durchrutschen. In der Folge kam Prass links am Strafraum zur flachen Hereingabe auf den ersten Pfosten, wo Asllani schneller als sein Gegenspieler war und durch die Beine von Heuer Fernandes einschieben konnte. Der Keeper wollte die Hereingabe abfangen, bevor diese in die Mitte hätte durchrutschen können. Da aber der Hoffenheimer zuvor an den Ball kam, wurde der Keeper mitten in der eigenen Bewegung getunnelt. Kurz vor dem Ende konnte Daniel Heuer Fernandes parieren, wodurch die Niederlage zumindest nicht noch deutlicher ausfiel.
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