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torwart.de-Produkttest des adidas Predator Pro 2012 – adidas ist ein großer Wurf gelungen.

torwart.de hatte im Vorfeld der offiziellen Vorstellung der neuen Modelle die Gelegenheit, einen exklusiven Prototypen des adidas Predator Pro 2012 zu über mehrere Wochen zu testen - ebenso wie die von adidas ausgestatteten Nationaltorhüter. Wir konnten uns im Praxistest hautnah von den neuen Eigenschaften überzeugen und feststellen, wo die Unterschiede zum Vorgänger, dem adidas Response Pro, liegen.

In knapp einem Monat beginnt die Europameisterschaft in der Ukraine und in Polen. Die gesamte Fußballwelt wartet sehnsüchtig auf dieses hochklassig besetzte Turnier - und in diesem Zusammenhang auf die Bekanntgabe der einzelnen Spielerkader. Aber auch im Hinblick auf die Fußballschuhe und Torwarthandschuhe der Stars haben große Fußballturniere immer viel zu bieten. Zuletzt stellte adidas seine neuesten Schmuckstücke vor und sorgte damit gerade hinsichtlich der Torwarthandschuhe für eine faustdicke Überraschung: Die Modelle für die Europameisterschaft tragen den Namen Predator, der bisher lediglich im Bereich der Fußballschuhe genutzt wurde. Der bisherige erfolgreiche Response Pro läuft aus.

Der neue Predator Reponse 2012 von adidas

Die Modellbezeichnung Predator jetzt auch bei Torwarthandschuhen. Response läuft aus.

In Bezug auf die Optik ist adidas bekannt dafür, stets durch diverse Veränderungen aufzufallen. Auch der adidas Predator Pro orientiert sich nicht am Design des Vorgängers und verfügt über ein unverwechselbares Äußeres, das dem geneigten Betrachter sofort ins Auge fällt. Auffällig ist allerdings die Ähnlichkeit zwischen dem neuen adidas Predator Lethal Zones, der die Füße vieler von Adidas ausgerüsteter Spieler schmücken wird, und dem adidas Predator Pro 2012. Die Hauptfarben sind jeweils blau und rot, wodurch – ob gewollt oder ungewollt – jeweils eine Farbe aus den Flaggen der beiden Gastgeberländer repräsentiert wird. Die Oberhand des adidas Predator Pro 2012 besteht komplett aus etwa geprägtem Latex und ist sehr flexibel. Zusammen mit dem Grundkörper des Torwarthandschuhs ist die Oberhand etwa sechs Millimeter dick und bietet dadurch eine gute Aufpralldämpfung beim Einsatz der Fäuste. Grundsätzlich weist der Latex auf der Oberhand eine sehr gute Griffigkeit auf; an den bedruckten Stellen ist die Haftung jedoch ein wenig schwächer. Im Praxistest ergab sich hierdurch allerdings kein spürbarer Nachteil – das kontrollierte Abwehren von scharf geschossenen Bällen ist ohne weiteres möglich. Das von den Vorgängermodellen unter dem Namen ClimaCool bekannte atmungsaktive Mesh-Material auf der Oberhand ist beim adidas Predator Pro 2012 dem bei der Herstellung von Sportbekleidung beliebten Elasthan gewichen. Elasthan ist – wie der Name schon vermuten lässt – vergleichsweise elastisch, was sich positiv auf die Flexibilität der Oberhand auswirkt. Bedeutender ist jedoch die sich dadurch ergebende enge Passform. Hinsichtlich der Atmungsaktivität muss sich Elasthan jedoch dem bewährten Mesh-Material geschlagen geben. adidas war sich diesem Problem wohl bewusst und hat durch den Einsatz kleiner Löcher in den Schichteln für Abhilfe gesorgt. Der Grundkörper der Oberhand und die Bandage bestehen aus einem einzigen Stück und sorgen damit für einen sehr hohen Tragekomfort.

Seamless-Touch mit dem optimierten Innennaht-Schnitt
Elasthan-Bandage und verbesserter Verschluss mit Stretch-Eigenschaften

Neuartiger Innennaht-Schnitt mit „Seamless Touch“ sorgt für besonders gutes Ballgefühl.

Der adidas Predator Pro 2012 verfügt über den Innennaht-Schnitt, der für einen sehr engen Sitz an den Fingern und ein besonders gutes Ballgefühl sorgt. Eigentlich wäre dies gar nicht der Rede wert, denn mittlerweile zeichnen sich viele Topmodelle der verschiedenen Hersteller dadurch aus. Doch adidas wäre nicht adidas, wenn das Gewöhnliche ausreichen würde. So entwickelte man in Herzogenaurach eine ganz spezielle Schnittform für die Innenhand. Diese zeichnet sich dadurch aus, dass die Finger ein wenig breiter geschnitten und die Schichtel vergleichsweise schmal sind. Dadurch rollt sich der Haftschaum leicht um die Finger und eine außergewöhnliche Passform entsteht. Das Tragegefühl ist sehr gut und erinnert ein wenig an das einen zur Oberhand hin innengenähten Rollfinger-Schnitt. Obendrein sind die Finger des adidas Predator Pro 2012 leicht vorgeformt und orientieren sich somit an der natürlichen Handhaltung. Die Nähte zwischen der Innenhand und den Schichteln sind nicht zu spüren, sodass die von adidas gewählte Bezeichnung "Seamless Touch" absolut passend ist. Apropos Schichtel: Diese bestehen bei adidas Predator Pro 2012 aus Haftschaum - so wie es sich viele gewünscht haben. Dadurch ergibt sich ein besonders enger Sitz. Viel wichtiger ist jedoch, dass so stets garantiert ist, dass der Ball mit Haftschaum in Berührung ist. Vor allem im Falle sich verdrehender Finger ist dies besonders wichtig. Es muss allerdings erwähnt werden, dass sich die Finger im Praxistest - auch durch die besondere Schnittform - in keiner Situation verdreht haben und diese Befürchtung eigentlich unbegründet ist. Auch die Schichtel an den Außenseiten des Zeigefingers und des kleinen Fingers bestehen aus Haftschaum, sodass der gesamte adidas Predator Pro 2012 ohne Mesh-Material auskommt. Der Daumen ist von beiden Seiten vom Haftschaum der Innenhand überzogen, wodurch der Name "Double Thumb Wrap" zustande kommt. An der Fingerspitze ist der Haftschaum übergeklappt und im unteren Bereich des Daumens wird der Haftschaum bis auf die Oberhand gezogen. Dies wirkt sich sehr positiv auf den Tragekomfort aus, da die Nähte an diesen Stellen wegfallen. Zusätzlich wird durch den Haftschaum die Stabilität des Daumens erhöht.

Neuartige Bandage aus Elasthan mit hoher Dehnbarkeit und Formbeständigkeit.

Die Bandage des adidas Predator Pro 2012 besteht aus Elasthan, das an das Material von Taucheranzügen erinnert. Eine besondere Eigenschaft dieses Materials ist die hohe Dehnbarkeit bei gleichzeitiger Formbeständigkeit. Dies führt zu einem engen Sitz, unabhängig vom Umfang des Handgelenks. Um das Material zu dehnen ist jedoch ein höherer Kraftaufwand als bei üblichen Bandagen nötig, wodurch sich das Anziehen des adidas Predator Pro 2012 gerade mit nassen Händen als ein wenig aufwendiger gestaltet. Um dieser Beobachtung entgegen zu wirken befindet sich eine Zuglasche an der Bandage, die an die "Pull-Loop"-Technologie von Reusch erinnert und das Anziehen erleichtern soll. Im Praxistest erwies sich diese Zuglasche als sehr sinnvoll. Ein besonders hoher Tragekomfort durch den Verzicht auf sämtliche Nähte an der Bandage zustande - diese besteht nämlich aus einem Stück und ist auch direkt mit dem Grundkörper der Oberhand verbunden. Beim adidas Predator Pro 2012 kommt ein sehr elastischer Stretch-Verschluss zum Einsatz, der in seinen Grundzügen bereits von den Vorgängermodellen bekannt ist. adidas hat jedoch auch hier angesetzt und an einer Weiterentwicklung gearbeitet.

Stretch-Verschluss mit neuer Anordnung und besserem Sitz am Handgelenk.

So wurde die Anordnung der Klettverschlüsse verändert und dadurch dafür gesorgt, dass der Verschluss nun immer richtig sitzt. Das bei den Vorgängermodellen aufgekommene Phänomen des seitlich am Handgelenk sitzenden Textilfensters - und damit auch der Personalisierung - gehört fortan zur Vergangenheit. Darüber hinaus lässt sich feststellen, dass das Stretch-Material des Verschlusses fester als bei den Vorgängern ist und dadurch zu einem noch besseren Sitz des Torwarthandschuhs am Handgelenk führt. Auch das von einigen Torhütern beobachtete schnelle Ausleiern des Verschlusses sollte dadurch verhindert werden können. Insgesamt sorgen die Bandage und der Verschluss des adidas Predator Pro 2012 für einen sehr guten und individuell anzupassenden Sitz am Handgelenk.

Haftschaum: perfektes Zusammenspiel zwischen EURO-2012-Haftschaum und dem EURO-Spielball Tango 12.

Mit Spannung erwartet wurde der neu entwickelte EURO-2012-Haftschaum, der speziell an die Eigenschaften des Tango 12, offizieller Spielball der Europameisterschaft, angepasst sein soll. Ist in Hinblick auf andere Bälle wirklich ein Unterschied zu spüren? Und konnte der beliebte Allround-Extreme-Haftschaum noch einmal verbessert werden? Nach ausgiebigen Tests mit unterschiedlichen Bällen von verschiedenen Herstellern lässt sich klar sagen, dass kein Unterschied beim Handling zu spüren ist. Die Griffigkeit ist auf einem sehr hohen Level, unabhängig davon, ob der jeweilige Ball von Derbystar, Nike, Puma, adidas oder einem anderen Hersteller stammt. Vielmehr handelt es sich bei der Aussage von adidas wohl lediglich um ein sinnvoll eingesetztes Marketinginstrument; der Zusammenhang zwischen dem offiziellen Spielball und den dazu passenden Torwarthandschuhen liegt natürlich auf der Hand. Doch seien wir ehrlich: Nur die wenigsten Amateurtorhüter kommen in den Genuss, ausschließlich mit Top-Bällen wie dem Tango 12 zu spielen und darüber hinaus zu trainieren. Von daher wäre es schade, wenn der EURO-12-Haftschaum nur bei Verwendung dieses Balls seine vollständige Qualität zeigen würde. Im Vergleich zum Allround Extreme bietet der neu entwickelte Haftschaum sowohl bei Trockenheit als auch bei Nässe eine etwas höhere Griffigkeit, die stark an den Absolutgrip Plus von Uhlsport erinnert. Ob das beim Allround Extreme teilweise beobachtete Phänomen des trotz äußerer Unversehrtheit "absterbenden Haftschaums" auch beim EURO 12 noch auftritt, kann nach dem mehrwöchigen Praxistest nicht abschließend beantwortet werden. Wir konnten keine Einbußen feststellen. Der Haftschaum ist 3,5 Millimeter dick und verfügt darüber hinaus über eine 4 Millimeter dicke dämpfende Schicht. Dadurch ergibt sich eine sehr gute Aufpralldämpfung, die auf dem Level anderer Top-Haftschäume liegt. Die Haltbarkeit ist sehr gut und kann sich ebenfalls an den besten Produkten der Wettbewerber messen lassen. Sowohl für Rasenplätze als auch für Kunstrasenplätze der neueren Generation eignet sich der EURO-12-Haftschaum in vollem Umfang.

Fazit: adidas ist ein großer Wurf gelungen.

Insgesamt ist adidas mit dem Predator Pro 2012 ein sehr großer Wurf gelungen. Vor allem der Tragekomfort sucht derzeit seinesgleichen. Die neu entwickelte Schnittform und die Bandage tragen einen großen Teil dazu bei. Darüber hinaus wurde auch der Verschluss sinnvoll angepasst und mit dem EURO-12-Haftschaum ein zusätzlicher Fortschritt erzielt. Es ist deutlich zu spüren, dass sich adidas dem umfangreichen Feedback aus der Profi- und Amateurwelt angenommen hat. Der adidas Predator Pro 2012 ist das durchdachte Ergebnis zahlreicher Weiterentwicklungen und Anpassungen - für adidas ein großer Schritt beim Gipfelsturm auf dem Markt der Torwarthandschuhe.

In Kürze werden im Vorfeld der EURO 2012 Manuel Neuer, Iker Casillas (bekommt ein farbliches Sondermodell) und Petr Cech und andere mit dem neuen Predator Pro 2012 auflaufen. Ab Juni wird der Handschuh über torwart.de ausgeliefert und kann jetzt vorbestellt werden.

Lars Unnerstall (Schalke) spielte am 34. Spieltag bereits mit dem neuen Predator Pro 2012

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