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Eintracht Frankfurt: Herber Rückschlag für Kaua Santos

Hiobsbotschaft für die Eintracht: Innenbandverletzung stoppt Kaua Santos 

Autor: T. Rübe - 03.03.2026

In dieser Saison kehrt bei Eintracht Frankfurt keine wirkliche Ruhe auf der Torhüterposition ein. Nachdem Michael Zetterer aufgrund eines Kreuzbandrisses fehlte, ging Kaua Santos als Nummer eins in die Spielzeit. Nach Zetterers Genesung folgte der junge Brasilianer ihm dennoch zunächst ins Tor der Frankfurter Eintracht. Da er allerdings noch nicht wieder bei 100 % war und sich einige Fehler leistete, kehrte der 30-jährige Deutsche im Laufe des Herbstes zurück zwischen die Pfosten der Hessen.

Nach der Winterpause jedoch sollte wieder Santos das Vertrauen vom damaligen Trainer Dino Toppmöller bekommen. Da die Mannschaft allerdings in fast jedem Spiel drei Gegentore kassierte, stand erneut der Brasilianer zur Disposition und Toppmöller wurde indes entlassen. Auch unter Interimstrainer Daniel Schmitt wurde die Situation nicht besser. Erst der neue Cheftrainer Albert Riera brachte wieder Stabilität in den Kader des Europapokalanwärters. Gleichzeitig legte er sich allen Unkenrufen zum Trotz auf Santos als Nummer 1 fest. In den letzten Wochen schien der brasilianische Torhüter dieses Vertrauen nach und nach zurückzahlen zu können, wenngleich er sich mitunter noch unglückliche Aktionen leistete, aber auch vermehrt wieder starke Paraden einstreuen konnte. Im weiteren Verlauf der Rückrunde sollte er sich weiter stabilisieren, da der Plan der sportlichen Verantwortlichen vorsah, den Keeper zu einem späteren Zeitpunkt für einen hohen Millionenbetrag zu verkaufen.

Diese Pläne wurden nun jedoch jäh gestoppt. Nach gerade einmal 17 Sekunden im Heimspiel gegen den SC Freiburg wollte der Keeper einen langen Ball auf Igor Matanović außerhalb des Strafraums klären. Das gelang ihm auch – er war einen Sekundenbruchteil vor dem ehemaligen Frankfurter am Ball. Allerdings stieg der Stürmer dem Keeper dabei auf den Fuß, sodass dieser sich das Knie verdrehte und sofort schmerzverzerrt liegen blieb. Nach einem kurzen Versuch, doch weiterzuspielen, musste er komplett abbrechen und wurde in der 5. Minute durch Michael Zetterer ersetzt. Die Befürchtung war groß, dass es sich erneut um eine Kreuzbandverletzung im bereits lädierten rechten Knie handeln könnte. Auch Cheftrainer Albert Riera sagte nach dem Spiel: “Es sah nicht gut aus.”

Nun steht die Diagnose fest: Santos hat sich eine Innenbandverletzung im rechten Knie zugezogen und wird der Eintracht in den kommenden Wochen nicht zur Verfügung stehen. Für ihn wird daher Zetterer erneut spielen und somit die Chance bekommen, sich in einer neu erstarkten und stabiler auftretenden Mannschaft vielleicht sogar dauerhaft als Nummer 1 festzuspielen. Ins zweite Glied rückt nunmehr der Routinier Jens Grahl.

Für Santos ist dies der traurige Höhepunkt einer Saison zum Vergessen. Nach einem schwierigen Comeback und der erneuten Beförderung konnte er sich erst sukzessive aus einem Leistungstief herausarbeiten. Dabei zeigte der Keeper auch in den letzten Spielen immer wieder kleine Wackler, wurde aber zusehends stärker. Gleichzeitig wird es für ihn nun schwieriger, sich für die kommende Saison endgültig als Stammkraft zu etablieren. Es könnte bereits die letzte große Chance gewesen sein, sich bei den Hessen langfristig durchzusetzen, da er selbst in seiner überragenden Vorsaison selten gänzlich fehlerfrei agierte. Man sah zwar stets das große Potenzial, musste aber wohlwollend über kuriose Aktionen hinwegsehen.

Es liegt nun an dem ehemaligen Bremer Zetterer, sich endgültig durchzusetzen. Dies war zwar nie der ursprüngliche Plan der Hessen, doch präsentierten sich beide Torhüter in den vergangenen Monaten nie über einen längeren Zeitraum konstant stark. Vielmehr wurde bereits diskutiert, inwieweit es von der Vereinsführung fahrlässig war, Vereinsikone Kevin Trapp nach Paris ziehen zu lassen. Dieser sicherte mit starken Aktionen am Ende der vergangenen Spielzeit noch den sensationellen dritten Platz und damit die Qualifikation für die Champions League. Es gilt als nicht ausgeschlossen, dass sich der Club für die kommende Saison mit einer weiteren potenziellen Nummer 1 verstärkt. Die letzten Saisonspiele werden zeigen, ob die Eintracht auf der Torwartposition für die Zukunft gewappnet ist oder im Sommer personell nachlegen muss.


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