Nun steht die Diagnose fest: Santos hat sich eine Innenbandverletzung im rechten Knie zugezogen und wird der Eintracht in den kommenden Wochen nicht zur Verfügung stehen. Für ihn wird daher Zetterer erneut spielen und somit die Chance bekommen, sich in einer neu erstarkten und stabiler auftretenden Mannschaft vielleicht sogar dauerhaft als Nummer 1 festzuspielen. Ins zweite Glied rückt nunmehr der Routinier Jens Grahl.
Für Santos ist dies der traurige Höhepunkt einer Saison zum Vergessen. Nach einem schwierigen Comeback und der erneuten Beförderung konnte er sich erst sukzessive aus einem Leistungstief herausarbeiten. Dabei zeigte der Keeper auch in den letzten Spielen immer wieder kleine Wackler, wurde aber zusehends stärker. Gleichzeitig wird es für ihn nun schwieriger, sich für die kommende Saison endgültig als Stammkraft zu etablieren. Es könnte bereits die letzte große Chance gewesen sein, sich bei den Hessen langfristig durchzusetzen, da er selbst in seiner überragenden Vorsaison selten gänzlich fehlerfrei agierte. Man sah zwar stets das große Potenzial, musste aber wohlwollend über kuriose Aktionen hinwegsehen.
Es liegt nun an dem ehemaligen Bremer Zetterer, sich endgültig durchzusetzen. Dies war zwar nie der ursprüngliche Plan der Hessen, doch präsentierten sich beide Torhüter in den vergangenen Monaten nie über einen längeren Zeitraum konstant stark. Vielmehr wurde bereits diskutiert, inwieweit es von der Vereinsführung fahrlässig war, Vereinsikone Kevin Trapp nach Paris ziehen zu lassen. Dieser sicherte mit starken Aktionen am Ende der vergangenen Spielzeit noch den sensationellen dritten Platz und damit die Qualifikation für die Champions League. Es gilt als nicht ausgeschlossen, dass sich der Club für die kommende Saison mit einer weiteren potenziellen Nummer 1 verstärkt. Die letzten Saisonspiele werden zeigen, ob die Eintracht auf der Torwartposition für die Zukunft gewappnet ist oder im Sommer personell nachlegen muss.
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