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Home > Archiv > 1.4 WM 2010 - Südafrika > WM-Kompakt > Torwartecke (27.06.10)

Zusammenfassung Vorrunde

von Marco Weber


Benaglio (foto firo)

Die Vorrunde der WM 2010 ist Geschichte, weshalb Torwart.de noch einmal auf die bisherigen Leistungen der Keeper zurück blickt. Grundlage dafür bilden die bei dieser WM erstmals von Torwart.de vergebenen Punktzahlen, von eins (Ohne Keeper wären auch nicht mehr Tore gefallen) bis zehn (Spiel alleine gewonnen).

Das untere Ende der Tabelle führen zwei Keeper an, die das anfängliche Bild der Torwartleistungen stark prägten: Robert Green (England) und Faouzi Chaouchi (Algerien). Beide hatten nur einen Einsatz und bekamen dafür lediglich zwei Punkte. Schuld daran: Zwei fürchterliche Patzer, die jeden Kreisklassenkeeper dieser Welt aufbauen sollten. Was müssen sich die Keeper in den unteren Klassen bei kleinen Fehlern nicht alles anhören, und dann leisten sich die Schlussmänner bei der WM derartige Aussetzer. Obwohl die WM für Chaouchi und Green damit beendet war, ging die Serie der Torwartpatzer munter weiter. Flanken wurden unterlaufen, Bälle wurden nicht festgehalten oder gar ins eigene Tor gelenkt. Das spiegelt sich auch in den Punktzahlen wieder, in denen die fünf Punkte für eine solide Leistung immer seltener erreicht wurden.

Doch es gab auch positive Überraschungen. Eine davon ist der Führende in der Punkterangliste, Diego Benaglio. Nach einer bescheidenen, von Verletzungen geprägten Saison spielte der Schweizer bei der WM groß auf und wurde mit einem Punkteschnitt von 7,66 dafür belohnt. Schade, dass seine Vorderleute nur im Auftaktspiel mithalten konnten, denn nun muss der Top-Keeper die KO-Runde von zu Hause aus beobachten. Auf Platz zwei folge die wohl größte Überraschung: Rais M'Bohli (Algerien). Der Vertreter von Chaouchi hatte zwar nur zwei Einsätze, brachte aber in beiden Spielen überdurchschnittliche Leistungen.

Es folgt mit Tim Howard ein Mann, den auch nicht allzu viele auf dem Zettel hatten. Der fehlerfreie Amerikaner bewies vor allem in der Partie gegen England, dass er zu den derzeit besten Keepern der Welt gehört. Dass er sich den dritten Platz mit dem weitgehend beschäftigungslosen Manuel Neuer mit einem Durchschnitt von 7 Punkten teilt, beweist, wie wenig die meisten anderen Top-Torhüter zu tun hatten und dass sich auch die hocheingeschätzten Torhüter gelegentlich Aussetzer leisteten. Andererseits beweist es auch, wie stark Manuel Neuers Torwartspiel auch ohne Paraden herraussticht.

Aus dem Nichts tauchte ein Mark Paston (Neuseeland) auf, der normalerweise das Tor von Neuseelands Hauptstadtklub Wellington hütet. Nach einem durchwachsenem Auftakt war er es, der den amtierenden Weltmeister Italien zur Verzweiflung brachte. Gemeinschaftlich überzeugten die Keeper der afrikanischen Sub-Sahara Länder. Sie bewiesen eindrucksvoll, dass auch in Afrika gute Torhüter ausgebildet werden, die mit der Weltklasse mithalten können. Besonders die Leistungen von Khune (Südafrika) im Eröffnungsspiel und Enyeama (Nigeria) gegen Argentinien waren eindrucksvoll. Außerdem bewiesen die Favoriten Brasilien und Portugal, dass sie dieses Jahr kein Problem auf der Torwartposition haben. Sowohl Eduardo als auch Julio Cesar spielten fehlerfrei und konnten je in einem Spiel besonders überzeugen.

Wie man einen Patzer verarbeiten kann, bewiesen Japans Ejii Kawashima und Ghanas Richard Kingson. Nur drei Punkte hatte Kawashima für die Partie gegen die Niederlande bekommen, da er das entscheidende Tor verschuldete. Im letzten Gruppenspiel gegen Dänemark aber avancierte genau dieser Kawashima zum Matchwinner und erhielt starke acht Punkte. Kingson konnte gegen Australien einen Freistoß nicht festhalten, spielte gegen Deutschland aber unbeeindruckt auf und strich verdientermaßen sieben Punkte ein.

Während sich Keeper wie Mucha (Slowakei), Stojkovic (Serbien) und Handanovic (Slowenien) bewährten, müssen sich andere Schlussmänner wie Romero (Argentinien), Casillas (Spanien) oder Stekelenburg (Niederlande) in der KO-Runde erst noch beweisen. Da schauen die Schlussmänner der letzten WM-Finalisten nur noch zu. Das Riesentalent Lloris (Frankreich) konnte bei dieser WM noch nicht für Furore sorgen und Gian-Luigi Buffon (Italien) musste nach nur einer Halbzeit mit Rückenbeschwerden ausgewechselt werden.


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