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Analyse des Transfermarkts im Bezug auf die Torhüter


Für Dennis Smarsch scheint ein Wechsel in die 3. Liga zu Türkgücu München möglich

Auch wenn bis auf wenige Ausnahmen die großen Transfers in der Bundesliga noch nicht getätigt wurden, kommt speziell im Bereich der Torhüter Bewegung auf.

Torhüterfrage bei Hertha BSC noch offen

Einer der Hauptakteure dabei ist Hertha BSC, die nach einer durchwachsenen Saison der bisherige Stammtorwrt, Rune Jarstein, und dem überraschenden Karriereende von Thomas Kraft nach einer neuen potentiellen Nummer 1 suchen.

Vor allem auch perspektivisch wird sich aber ein Wechsel im Berliner Tor gestalten müssen, da Jarstein mit seinen bald 36 Jahren zwar über sehr viel Erfahrung verfügt, sich gleichzeitig aber bereits im Herbst seiner Karriere befindet.

Aufgrund des Karriereendes von Kraft stünden Hertha BSC nach dem derzeitigen Stand zusätzlich nur noch Nils-Jonathan Körber und Dennis Smarsch zur Verfügung. Der 21-jährige Smarch hütete am 34. Spieltag das Tor der Herthaner und konnte mit einer guten Leistung auf sich aufmerksam machen. So soll Smarch vom Drittliga-Aufsteiger Türk München stark umworben sein. Weitere Zweitligisten sollen ebenso ein Auge auf Smarch geworfen haben.

Die Verpflichtung einer neunen und starken Nummer 1 erscheint dabei folgerichtig, da durch den Investor Lars Windhorst der dauerhafte Angriff auf die internationalen Plätze realisiert werden soll. Dieses Ziel scheint die sportliche Führung dazu zu veranlassen, einen neuen Torhüter zu verpflichten, der im besten Fall eine deutliche Steigerung zu Jarstein darstellen sollte.

Jiri Pavlenka Kandidat bei Hertha?

Wie die Werder Bremen nahestehende Seite Deichstube.de berichtet, soll Jiri Pavlenka auf dem Zettel des selbsternannten Big-City-Klubs stehen. Dies würde bedeuten, dass die bisherige Bremer Nummer 2, Stefanos Kapino die Lücke im Bremer Tor selbst ausfüllen soll. Für den Fall, dass Pavlenka aber bei den Norddeutschen bleibt, scheint ein Wechsel von Kapino sehr wahrscheinlich zu sein. Der ursprüngliche Plan sah aber wohl tatsächlich eine Beförderung Kapinos vor, da Werder Bremen aufgrund diverser Kaufverpflichtungen für bisherige Leihspieler dringend Geld benötigt, um den Kader weiter zu verstärken, denn Pavlenka könnte einen großen Transfererlös generieren.

Auch Yvon Mvogo und Kevin Trapp sind für Hertha eine Option

Kevin Trapp und Yvon Mvogo weitere Kandidaten bei den Herthanern

Weitere Namen auf dem Berliner Zettel sollen aber auch Yvon Mvogo von RB Leipzig und Kevin Trapp von Eintracht Frankfurt sein. Dabei soll aber das größere Interesse am deutschen Nationaltorhüter bestehen, während Yvon Mvogo bereits seit geraumer Zeit selbst von einem Wechsel spricht, da er mehr Spielpraxis möchte, in Leipzig aber nicht an Peter Gulásci vorbei kommt.

Über Kevin Trapp gab es am Mittwoch einen Bericht der Sportbild, dass er selbst einen Abschied ins Auge gefasst hat und daher von seinem Berater Betis Sevilla angeboten wurde. Am Freitag hat sich aber Frankfurts Sportvorstand, Fredi Bobic, der vereinseigenen Seite gegenüber geäußert. Bobic ging dabei deutlich von einem Verbleib von Trapp aus, wollte aber aufgrund des Corona bedingten drastischen Umsatzeinbruchs aber auch Verkäufe von Leistungsträgern nicht gänzlich ausschließen.

Frederik Rönnow strebt die Nummer 1 an

Aus Frankfurter Sicht würde aber ein Verkauf von Trapp aus mehreren Gesichtspunkten Sinn ergeben. Zum einen würde Trapps Verkauf einen hohen einstelligen Millionenbetrag ermöglichen, zum anderen zählt Trapp zu den absoluten Topverdienern bei den Hessen. Darüber hinaus hat Nationaltorhüter eine lediglich solide Saison hinter sich, wodurch es die ersten Einschätzungen im Frankfurter Umfeld gibt, die die bisherige Nummer 2, Fredrik Rönnow als sinnvolle, wenn nicht sogar gleichwertige Alternative sehen. Rönnow wäre dabei auch im Gehalt deutlich günstiger als Trapp.

Bei einem Verbleib von Trapp steht ein Abgang von Rönnow wiederum bereits nahezu fest, da er sich selbst als Stammtorhüter auf Bundesliga-Niveau sieht und daher nicht weiter auf der Bank sitzen möchte.

Einer Zukunft für Gregor Kobel beim VfB Stuttgart steht viel Geld im Weg

Ein weiterer Kandidat für das Berliner Tor ist außerdem Gregor Kobel, der von seinem Stammverein, der TSG 1899 Hoffenheim , verkauft werden soll. Wie der Kicker aber berichtete, hat dieser der Hertha bereits abgesagt und sieht seine Zukunft selbst beim VfB Stuttgart. Kobels Verbleib in Stuttgart könnte aber dennoch noch an der Ablöseforderung von Hoffenheim scheitern, da die TSG dem Vernehmen nach bis zu 5 Millionen Euro fordert, was gerade für einen Aufsteiger eine hohe Summe bedeutet. Die finanzielle Situaiton ist beim VfB Stuttgart sehr angespannt. Die Schwaben haben vor wenigen Tagen im Zuge der Corona-Krise Staatshilfe in Form eines KfW-Kredits (10-15 Mio €) beantragt.

Aufgrund dieser Gesamtsituation wird eine neue Nummer 1 bei der Hertha durchaus eine große Dynamik in den deutschen Torhüter-Markt auslösen, da dann unmittelbar zumindest ein weiterer Bundesligist zu einem weiteren Transfer gedrängt werden wird. Hertha BSC wird daher in aktuellen Transferphase also noch eine sehr wichtige Rolle spielen.

Schalke 04 und seine Torhüter:

Alexander Schwolow müsste einen der beiden aktuellen Schalke-Torhüter aus Gelsenkirchen verdängen

Durch den Abgang von Alexander Nübel zum FC Bayern München und der dadurch in der letzten Saison entstandenen Unruhe im Schalker Tor sucht der FC Schalke 04 dem Vernehmen nach einem weiteren Torhüter, der auch die Schalker Defensive stabilisieren soll. Diese Rolle scheinen die Schalker Verantwortlichen aber weder Markus Schubert noch dem zurückgekehrten Ralf Fährmann zuzutrauen.

Daher gab es schon Anfang Juli 2020 Berichte über einen feststehenden Transfer von Alexander Schwolow zu Schalke. Allerdings wurde bisher immer noch kein offizieller Vollzug vermeldet. Sollte dies jedoch passieren, ist davon auszugehen, dass entweder Schubert oder Fährmann den Verein verlassen wird. Keiner dieser beiden Torhüter würde einen Platz auf der Tribüne akzeptieren. An den finanziellen Mitteln scheint es bei Schalke aktuell nicht zu mangeln. Nabil Bentaleb ist für 10 Millionen Euro zu Newcastle United gegangen, Schwolows Ausstiegsklausel beträgt zurzeit 8 Millionen Euro.

Es wäre demnach auch denkbar, dass ein Transfer von Schwolow erst als fix gemeldet wird, wenn Schalke einen Abnehmer für Schubert oder Fährmann gefunden haben wird. Markus Schurbert wird vermutlich eher den Verein auf Leihbasis verlassen.


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