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Home > Magazin > torwart.de-HAUTNAH > Profis 2021/22 > Europa-League-Halbfinale: Trapp vs. Areola - Duell aus der Pariser Vergangenheit

Trapp gegen Aerola: Duell der beiden ehemaligen Torhüter von PSG im Halbfinale der Europa-League

von T. Rübe

Für Kevin Trapp war bereits das Duell im Viertelfinal gegen den großen FC Barcelona gewissermaßen eine Reise in die Vergangenheit. Immerhin hatte der deutsche Nationaltorhüter ein regelrechtes Trauma im legendären Camp Nou erlitten. Nach einem souveränen 4:0 Sieg im Heimspiel musste PSG im Rückspiel ein desaströses 1:6 in der Heimstätte des FC Barcelona hinnehmen. Dabei schien der Viertelfinaleinzug der Pariser eigentlich  schon festzustehen. 2017 war das mit Kevin Trapp als Pariser Nummer 1.

Sein Herausforderer und die Nummer 2 bei Paris Saint-Germain war ein gewisser Alphonse Areola. Ebenjener Areola war während Trapps Zeit in Paris, immerhin spielte der deutsche Nationaltorhüter 3 Jahre bei PSG, sein Dauerrivale und sollte letzten Endes auch einer der Gründe sein, weswegen sich Trapp 2018 zunächst zurück nach Frankfurt verliehen ließ und ein Jahr später wiederum fest von der Eintracht verpflichtet wurde, nachdem er bereits von 2012 bis 2015 für die Hessen spielte.

Während Areola zunächst in Paris blieb und später auch an mehrere Vereine in Spanien und England verleihen ließ, erwies sich der Wechsel Trapps sowohl für den Verein als auch für den Torwart selbst als Volltreffer. Mit Trapp im Tor erlebten die Hessen bereits in der Saison 2018/2019 eine furiose Reise durch Europa und schied letztlich unglücklich gegen den FC Chelsea in London im Elfmeterschießen aus. Doch Trapp hatte sich dadurch rehabilitiert, denn während er zum Ende seiner Pariser Zeit nicht mehr im Tor stand und hinter Areola nur die Nummer 2 war, wurde dem Torhüter bei den Hessen fast der rote Teppich ausgerollt - und das im wahrsten Sinne des Wortes. Auch medial wurde Trapp von Eintracht Frankfurt präsentiert als würde allein Trapp eine glorreiche Zukunft präsentieren. Als Aushängeschild war der Torwart lange Zeit fast noch wertvoller denn aus sportlicher Sicht.

Dies hat sich mittlerweile komplett gewandelt. Die sportliche Abhängigkeit der Eintracht gegenüber Trapp ist nicht zu leugnen. Seit Oktober 2021 spielt Trapp auf einem höheren Niveau als jemals zuvor. Er rettete seiner Mannschaft reihenweise Punkte und auch in der Europa League war es vor allem im Achtel- und auch im Viertelfinale der Torwart, der seine Mannschaft durch die Partien geführt hat. In jeweils beiden Spielen gegen Real Betis Sevilla und auch gegen den FC Barcelona im Duell mit Nationalmannschaftskollege Marc-André ter Stegen war auf den Keeper Verlass. In den wichtigen Momenten rettete Trapp seine Mannschaft vor fast schon sicheren Gegentoren.

Kevin Trapp, der neben Makoto Hasebe und Sebastian Rode einer von 3 Frankfurter Kapitänen ist, erlebt mit seiner Eintracht derzeit erneut einen Höhenflug, zumindest in Europa. Während die Bundesliga-Saison für die Hessen beinahe schon gelaufen ist, die Hessen haben 4 Spiele vor dem Ende 9 Punkte Rückstand auf die europäischen Plätze, unter Umständen 7 Punkte Rückstand auf den Startplatz zur Conference League, kann der europäische Wettbewerb eigentlich nur noch über den Gewinn der Europa League erreicht werden. Dies klingt einfacher als es ist, denn der Halbfinal-Gegner ist West Ham United.

Die Hammers sind derzeit 7. in der Premier League und haben noch über die Liga die Chance auf die Teilnahme zum internationalen Wettbewerb. Ebenso haben die Londoner auch zwei Schwergewichte aus dem Weg geräumt, um ins Halbfinale einzuziehen: So setzte sich West Ham im Halbfinale gegen FC Sevilla durch und schaltete im Viertelfinale wiederum Olympique Lyon aus. In der Europa League bei den Hammers war hingegen zumeist Alphonse Areola im Tor. So kommt es im Halbfinale zum Duell zweier ehemalige Rivalen, die um die Nummer 1 bei PSG kämpften, in einem äußerst launischen Umfeld aber nicht lange die Gunst des Sportchefs sowie der Investoren genossen.

Areola, immerhin auch dreifacher französischer Nationaltorwart und Weltmeister 2018 als Nummer drei der Franzosen, soll nun nach der Leihe fest von den Hammers verpflichtet werden, wie der Telegraph berichtete. In der Premier League hat der 29-Jährige lediglich einen Einsatz vorzuweisen, spielte dafür wiederum eben in der Europa League. In der Liga spielt derzeit noch Lukasz Fabianski. Der Pole ist aber mit seinen 37 Jahren bereits im Herbst seiner Karriere und hat noch einmal einen Einjahres-Vertrag in West Ham unterzeichnen können.

Für die Zukunft hingegen soll Areola nun aufgebaut werden. Laut des Telegraph werden die Hammers nun die vereinbarte Ablösesumme von 13 Millionen an Paris überweisen, um den Torwart, der bereits in der Jugend von PSG ausgebildet wurde.

So haben die ehemaligen Konkurrenten Trapp und Areola noch ihr sportliches Glück gefunden, aber eben nicht in Paris. Gleichzeitig stehen beide Torhüter vor dem größten Erfolg ihrer Karriere - dem Finale der Europa League. Gleichzeitig ist es auch für beide noch einmal ein Blick auf die Vergangenheit. So können beide ihrem Gegenüber beweisen, dass sie eben noch eine Nuance besser sind. Ein ähnliches Duell hatte Trapp unlängst in der Europa League absolviert und hatte auf ganzer Linie zu überzeugen gewusst, eben gegen den FC Barcelona und seinen Konkurrenten in der Nationalmannschaft. Ganz Frankfurt hofft nun darauf, dass es Trapp und der Eintracht erneut gelingt.

Sollte dies der Eintracht gelingen, würde man im Finale, welches in Sevilla stattfinden wird, auf den Sieger aus der Paarung zwischen den Glasgow Rangers und RB Leipzig treffen. Andernfalls wäre es wieder einmal ein europäisches Finale mit englischer Beteiligung. Die Eintracht wird dies verhindern wollen.

 

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