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Stefanos Kapino: Der Schattenmann

von T. Rübe


Er ist der jüngste Nationaltorhüter Griechenlands aller Zeiten, doch Stefanos Kapino wurde dem daraus erwachsenen Anspruch bisher nicht gerecht. Vielen ist der Name Kapino aus der Bundesliga kaum oder gar nicht bekannt. Dabei steht der 27-jährige Grieche in Bielefeld bereits bei seinem dritten Bundesligisten und allgemein beim vierten deutschen Verein unter Vertrag. Nun gab er sein Pflichtspieldebüt für Arminia Bielefeld, da Stammtorhüter Stefan Ortega positiv auf das Corona-Virus getestet wurde. Der 1,96 Meter große Torhüter stammt aus der Jugend von Panathinaikos und gab 2011 sein Pflichtspieldebüt für den griechischen Traditionsklub. Während er binnen weniger Wochen vom Nachwuchsmann zur Stammkraft wurde, konnte er auch mit 17 Jahren, 7 Monaten und 28 Tagen sein Länderspieldebüt für die griechische Nationalmannschaft geben. Gleichzeitig wurde der Torwart noch U19-Vize-Europameister.

Infos zu Stefanos Kapino:
  • Nationalität: Griechenland
  • Geburtstag: 18.03.1994 (27)
  • Verein: Arminia Bielefeld (seit 2021)
  • Größe (cm): 196
  • Gewicht (kg): 88
  • Zum Who-is-Who Profil

In den folgenden Jahren ging es weiter steil bergauf für den Keeper. Es folgte 2014 der Wechsel für mehr als 2 Millionen Euro in die Bundesliga zum FSV Mainz 05. Dort erlebt der damals 20-Jährige den ersten großen Dämpfer seiner Karriere. Hinter dem damaligen Shooting-Star Loris Karius, der damals als eines der größten Torwart-Talente Deutschlands galt, blieb Kapino nur der Platz auf der Bank. Ein Jahr später wechselte Kapino zurück in die Heimat zu Olympiakos Piräus. Dort erlebte der Torwart wieder eine sehr erfolgreiche Zeit und wurde zweimal in drei Jahren griechischer Meister. 2017 ging es wieder ins Ausland zu Nottingham Forrest und wieder konnte sich der Keeper nicht durchsetzen.

Ein Jahr später ging es für Kapino zu Werder Bremen. Dort blieb der Torwart insgesamt 3 Jahre und galt als Torwart für die Zukunft bei Grün-Weiß. Zwar war Jiri Pavlenka eigentlich unumstrittener Stammtorwart bei Werder, doch immer wieder wurde der tschechische Nationaltorwart als einer der ersten Kandidaten auf einen Verkauf. Kapino wurde daher auch öffentlich immer wieder als Nachfolger von Pavlenka bezeichnet, während alle Beteiligten nur darauf zu warten schienen, dass ein Transfer Bremens Nummer 1 nur realisiert wird. Vor allem war diese Situation für Kapino alles andere als optimal. So musste er auf seine Chance warten, während ihm mehrfach versprochen wurde, dass die Zukunft bei Werder nur dem Griechen gehören könne und würde. Doch Pavlenka spielte weiter.

Nur in Sandhausen und in Piräus spielte Kapino als Nummer 1

Mehr als ein Versprechen blieb die ganze Situation nicht. Kapino wechselte schließlich auf Leihbasis zum SV Sandhausen in die Zweite Bundesliga. Nachdem die bis dahin etablierte Nummer 1 Martin Fraisl nach einem Eklat in der Kabine den Verein im Winter verlassen musste - Kapino absolvierte in Sandhausen 18 Spiele und sicherte so noch den Klassenerhalt. Gleichzeitig füllte Zetterer die Lücke in Bremen, die die Leihe hinterlassen hatte. Nach einer Rückrunde vergessen, die im Abstieg Werders endete, sollte Pavlenka, mittlerweile an einer hartnäckigen Rückenverletzung laborierend, zu finanziellen Konsolidierung verkauft werden. Dies gelang allerdings nicht. Am 12.08.2021 wechselte dann Kapino in die Erste Bundesliga, zur Arminia. Für Kapino war in Bremen die klare Perspektive so einfach nicht mehr gegeben. Gleichzeitig verlor Pavlenka, der den Verein doch nicht verließ, zu Beginn der neuen Saison seinen Stammplatz an Zetterer, der ursprünglich als Platzhalter für Kapino agieren sollte.

Kapino wiederum kommt derzeit nicht an Bielefeld Nummer 1 Stefan Ortega vorbei. Erst im letzten Vorrundenspiel der aktuellen Saison kam der Torwart nun zu seinem Debüt für Bielefeld und zeigte beim überraschenden Sieg in Leipzig eine tadellose Leistung. Vor allem auf der Linie und in der Strafraumbeherrschung konnte Kapino dabei überzeugen und bewies, dass er durchaus mehr als ein Back-Up sein kann. Dennoch wird es schwer für den griechischen Nationaltorhüter Ortega zu verdrängen. Zu sehr ist die Bielefelder Spielweise auf Ortegas lange und sehr präzise Schläge ausgelegt. Dabei könnte auch Kapino definitiv in der Bundesliga bestehen. Doch ein 27-Jähriger gilt wiederum nicht mehr als Talent, sondern befindet sich in einem Alter, in dem er auch spielen müsste. Für Kapino wird es als langsam Zeit, aus dem Schatten treten zu dürfen, um nicht nur als ewiges Talent zu gelten. In Griechenland selbst besitzt er freilich eine andere Reputation denn als Schattenmann.

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