Am Dienstag gewann der FC Villarreal mit 3:1 gegen den SSC Neapel. Péter Gulácsi, eigentlich die Nummer 1 der Spanier, war nicht mit von der Partie. Der Ex-Leipziger ist in der Nacht zu Montag in seinem Haus bei Valencia Opfer eines bewaffneten Raubüberfalls geworden. Der 36-Jährige und seine Familie blieben nach übereinstimmenden Berichten körperlich unverletzt. Der Torhüter des FC Villarreal verpasste deshalb das Champions-League-Spiel gegen Neapel, das sein Team mit 3:1 gewann.
Zum Ablauf berichtet die Nachrichtenagentur AP: Vier maskierte Täter mit Handfeuerwaffen drangen in das Haus in Puzol ein, zwangen Gulácsi zur Herausgabe von Wertgegenständen aus einem Tresor und flüchteten nach rund einer Stunde mit zwei Autos. Nach Medienberichten war mindestens eines seiner Kinder zur Tatzeit im Haus. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.
Sportlich trifft es Villarreal zu einem heiklen Zeitpunkt. Für Gulácsi stand Luiz Júnior im Tor. Der Ungar war erst im August nach elf Jahren bei RB Leipzig nach Spanien gewechselt. In Leipzig wollte er sich mit 36 nicht mit der Reservistenrolle hinter Maarten Vandevoordt abfinden. Wann er ins Mannschaftstraining zurückkehrt, ist offen. Demnach steht auch noch nicht fest, wann er wieder wird spielen können. Er ist zudem nicht der erste Profi in Spanien, der Ziel eines solchen Überfalls wird.
Auf Instagram hat sich der Keeper indes zu Wort gemeldet: „Herzlichen Dank für all eure Nachrichten, Anteilnahme und eure Unterstützung. Wir wissen das sehr zu schätzen. Die Ereignisse von Montagnacht waren zutiefst traumatisch, der Übergriff auf unser Zuhause und die Verletzung unseres Sicherheitsgefühls sind Dinge, deren Verarbeitung Zeit brauchen wird. Vor allem aber sind wir dankbar, dass unsere Familie wohlauf ist. Wir möchten dieses Erlebnis nun so weit wie möglich hinter uns lassen und in unseren Alltag zurückkehren. Wir bitten daher höflich darum, unsere Privatsphäre zu respektieren und uns zu ermöglichen, nach vorne zu blicken.“
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