Lundt hält den entscheidenden Elfmeter
Für Bürki kam in der 78. Minute Benjamin Lundt ins Spiel. Der Deutsche hielt das torlose Unentschieden bis zum Ende der Verlängerung fest. Nach 120 Minuten ohne Treffer musste die Entscheidung im Elfmeterschießen fallen.
Dort parierte Lundt den ersten Versuch von Columbus durch den Uruguayer Santiago Rodríguez und verschaffte seiner Mannschaft damit den entscheidenden Vorteil. Während die übrigen drei Schützen der Crew trafen, verwandelte St. Louis alle fünf Elfmeter. Daniel Edelman machte mit dem letzten Schuss den 5:3-Erfolg und den ersten Titel der Klubgeschichte perfekt.
Für Lundt war es bereits der zweite entscheidende Einsatz dieser Art im laufenden Wettbewerb. Schon im Viertelfinale gegen Houston Dynamo hatte er den verletzten Bürki während der ersten Halbzeit ersetzen müssen. Nach einem 2:2 über 120 Minuten hielt er im Elfmeterschießen gleich zwei Versuche: zunächst gegen Guilherme, anschließend den entscheidenden Schuss von Héctor Herrera.
Damit hatte Lundt erheblichen Anteil am Weg zum Pokalsieg. Zweimal musste er ohne lange Vorbereitung während einer Partie übernehmen, zweimal gab er seiner Mannschaft im Elfmeterschießen den entscheidenden Rückhalt. Im Halbfinale hatte St. Louis anschließend mit Bürki im Tor auswärts bei den Colorado Rapids mit 3:0 gewonnen.
Bürkis vierter nationaler Pokalsieg
Bürki war 2022 von Borussia Dortmund nach St. Louis gewechselt, nachdem er beim BVB seinen Stammplatz verloren hatte. In der ersten MLS-Saison des Klubs 2023 wurde der Schweizer zum Torhüter des Jahres gewählt.
Der Erfolg im US Open Cup ist sein vierter nationaler Pokalsieg. Zuvor gewann er 2013 mit den Grasshoppers den Schweizer Cup sowie 2017 und 2021 mit Borussia Dortmund den DFB-Pokal.
Bei der Siegerehrung erinnerte seine Mannschaft an den verletzten Kapitän und hielt ein Trikot Bürkis hoch. Wann er wieder selbst zwischen den Pfosten stehen kann, ist noch offen.
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