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Joshua Wehking (HSV) "Ziel? Im Herrenfußball festsetzen!"


Joshua Wehking (HSV) "Ziel? Im Herrenfußball festsetzen!" (Foto Firo)

VfL Bochum, RB Leipzig, DSC Arminia Bielefeld – in der Jugend! Und nun mit 20 Jahren beim HSV. Joshua Wehking hat als Jugendspieler schon einiges gesehen und will sich nun dauerhaft etablieren. Im Interview mit torwart.de spricht der Nachwuchsmann über seine Erfahrungen in der Jugend und welche Ziele er beim Hamburger SV sich setzt!

Infos zu Joshua Wehking:
  • Nationalität: Deutsch
  • Geburtstag: 20.04.2000
  • Geburtsland: Deutschland
  • Verein: Hamburger SV II
  • Position: Torwart
  • BL Spiele: -
  • Liga: 4.Liga
  • Größe (cm): 196 cm
  • Bisherige Vereine als Spieler: VfL Bochum, RB Leipzig, DSC Arminia Bielefeld

torwart.de: Joshua, wie hälst du dich aktuell fit?

Joshua Wehking: Nach der Kontaktsperre haben wir schnell einen Lauf- und Stabi-Plan bekommen. Wir wussten lange nicht, wie es weitergeht und nach unzähligen Läufen habe ich Spaßeshalber zu meinem Torwarttrainer gesagt, dass ich bald fit für die Außenverteidiger Position bin. Aber seit 2 Wochen darf ich zum Glück wieder mit den Profis in Kleingruppen auf dem Platz stehen. Es fehlen natürlich noch die großen Spielformen, ich denke allerdings, dass wir das trotzdem zu schätzen wissen.

torwart.de: Gibt es eine spezielle Übung, die du für daheim unseren Torhütern empfehlen kannst?

Wehking: Ich denke, man kann zuhause wirklich viel mehr machen als man denkt und sich in vielen Dingen verbessern. Das Körperliche ist der eine Part mit Läufen, Liegestützen etc., aber ich denke man sollte auf jeden Fall den Kopf auch nicht vergessen. Ich habe daheim viele Tennisbälle und arbeite gerne an meiner Augen-Hand-Koordination. Ich kann wirklich nur empfehlen sich mit „Life Kinetik“ zu beschäftigen und die Übungen auszuprobieren. Das Gehirn wird gefordert, man steigert die Konzentrationsfähigkeit und es macht einfach mega Spaß. So fühlt man sich beim ersten Training nach langer Zeit nicht ganz so ungeschickt beim Fangen.

torwart.de: Wie schwierig ist die Zeit für dich im Mentalen? Ohne Spiele usw.

Wehking: Zuerst einmal geht es ja eigentlich allen Sportlern gerade so, dass sie auf ihren Spielbetrieb verzichten müssen. Es gibt also keine Wettbewerbsnachteile für irgendjemanden. Ich konzentriere mich zur Zeit einfach darauf so fit wie möglich zu bleiben und versuche nicht zu viel darüber nachzudenken wann es denn wieder losgeht. Es wird ja viel spekuliert, sowas lenkt einen nur vom wesentlichen ab. Natürlich vermisse ich die Spiele am Wochenende und auch die Bundesliga, aber wenn man sich vor Augen hält, wie klein solche Probleme doch gesellschaftlich gesehen gerade sind, sollte man einfach froh und bescheiden sein.

torwart.de: Welche Rolle spielen deine Trainer dabei?

Wehking: Unsere Trainer haben schnell reagiert und uns alles mit an die Hand gegeben, was wir brauchen um fit zu bleiben. Da gehört auf jeden Fall auch das Mentale mit dazu. Wir haben regelmäßig online Zoom-Meetings mit der gesamten Mannschaft und dem Staff, um im Kontakt zu bleiben oder telefonieren mit dem Trainer. Ich denke aber, dass man nach der Zwangspause tendenziell ganz gut sehen wird, wer in der Zeit viel geackert hat und vom Kopf her dran geblieben ist und wer es schleifen lassen hat. Die Trainier können uns auf jeden Fall motivieren, aber beim Training zuhause muss auch viel aus eigener Überzeugung kommen.

torwart.de: Was konnte dir Kai Rabe bisher vermitteln? Was ist er für ein Typ?

Wehking: Viel. Er nimmt sich immer Zeit, alles technikbezogene zu coachen. Das ist für einen jungen Torwart wie mich auf jeden Fall hilfreich. Soll nicht heißen, dass es bei ihm nicht zur Sache geht, es gibt genug Tage an denen ich nach dem Training nicht mehr wusste, wo oben und unten ist. Er verbindet jedoch das Detailverliebte mit Tempohärte sehr gut.

torwart.de: Du warst im Winter erstmalig im Trainingslager in Portugal dabei. Wie war das für dich?

Wehking: Es war auf jeden Fall ein schönes Gefühl, mit nach Portugal zu dürfen. Die Trainingsbedingungen war überragend, die Trainingsqualität sehr hoch und die Jungs haben mich super aufgenommen. So etwas gibt der eigenen Leistung immer einen Schub. Sich auf diesem Niveau, mit den ganzen großen Namen messen zu können, ist genau das, was dich den nächsten Schritt machen lässt. Und ich hoffe, es werden noch viele weitere Trainingslager folgen.

torwart.de: Kannst du etwas zum Training des HSV sagen?

Wehking: Grundsätzlich wird dort auch nur Fußball gespielt (lacht). Das Tempo in jedem Training ist wirklich sehr hoch. Man merkt, dass dieses Jahr jeder den Aufstieg als Ziel im Kopf hat und das treibt die Jungs an.

torwart.de: Was schaust du dir von Daniel Heuer Fernandes ab?

Wehking: “Fero” ist ein unglaublicher Fußballer. Mit dem Fuß findet er immer wieder Lösungen, die viele gar nicht wahrnehmen. Ich denke, in diesem Bereich kann ich besonders von dem Training mit ihm profitieren. Die Ruhe am Ball und das Vertrauen in die eigene Qualität ist wirklich überragend bei ihm. Das macht jedes Mal Lust selber hinten raus zu spielen.

torwart.de: Wie waren deine ersten drei Spiele in der RL für dich? Was war die größte Umstellung?

Wehking: Es waren gleichzeitig auch meine ersten Spiele im Herrenbereich und ich hatte eine Menge Spaß. Besonders mein erstes Spiel gegen Wolfsburg II war mit meinem Kopfballtor zum 3:3 Ausgleich in der 94. Minute ein besonderes Erlebnis. Die körperliche Umstellung jetzt auch gegen 20. bis 30.-Jährige zu spielen war dabei nicht wirklich groß. Aber man merkt wie abgezockt und erfahren einige doch sind. Da wird bei Fouls lauter geschrien, Zeitspiel betrieben oder der Ball mal schnell ein paar Meter nach vorne gelegt.

torwart.de: Du hast bei drei Jugendvereinen gespielt. Was waren die Unterschiede dabei in den Philosophien?

Wehking: In der Jugend geht es noch nicht so sehr ums gewinnen, wie in den Herrenmannschaften. Die Vereine versuchen, Jugendspielern die Philosophie der Lizensmannschaften zu vermitteln und sie an diese heranzuführen. Bei RB Leipzig ging es vor allem um das Umschaltspiel - schnell von der Balleroberung zum Torabschluss zu kommen. Miteinander spielen und kombinieren war nur im vorderen Drittel gewünscht, hinten sollte klar und risikoarm rausgespielt werden. Unter Dimitrios Grammozis in Bochum war dagegen immer die flache Lösung hinten raus gewünscht. Das hat vielleicht im Mittelfeld beim Spielaufbau zu vermeidbaren Ballverlusten geführt, aber ich denke es hat uns Spieler auf jeden Fall spielerisch nach vorne gebracht. Jetzt beim HSV haben wir viele Freiheiten, und ich denke die unterschiedlichen Philosophien, die ich durchlaufen habe, bringen mir auf jeden Fall die Sicherheit alles bedienen zu können. Als U21 sind wir noch eine Ausbildungsmannschaft, die auf jeden Fall versucht Fußball zu spielen, aber auch den Anspruch hat, gute Ergebnisse zu erzielen. Also darf der Ball unter Not auch mal lang gespielt werden.

torwart.de: Wie schwierig war die Zeit mit deiner Verletzung (Schulterverletzung ) in Bochum?

Wehking: Die Zeit in Bochum war wirklich schwer. Ich habe die Vorbereitung bei den Profis gestartet und bin dann zwischen der Lizenzmannschaft und der U19 gependelt. Im Training der Profis habe ich mich dann verletzt und musste erst einmal für einige Wochen pausieren. Gleichzeitig ist die Saison gestartet und ich konnte die ersten Spiele nur zuschauen. Das war natürlich nicht leicht direkt am Anfang, mit einer Verletzung in die Saison zu starten. Auf der anderen Seite hat es mir Zeit gegeben, mich noch intensiver mit Dingen, wie Verletzungsprophylaxe zu beschäftigen, was mir in meiner Zukunft nur zugute kommen kann. Meine Schulter war dann zum Glück schnell wieder genesen und ich konnte die Zeit nutzen, um mich in der U19-Bundesliga zu zeigen. So bin ich dann auch beim HSV gelandet.

torwart.de: Kannst du etwas über deine Zeit bei RB erzählen?

Wehking: Ich war drei Jahre im Internat in Leipzig, die Zeit dort hat mir viel gegeben. Ich habe mein Abitur dort gemacht und wichtige Jahre der Entwicklung in Leipzig verbracht. Ich hatte damals einige Angebote und Leipzig war der einzige Zweitligist darunter. Aber das Konzept mit der Torwartausbildung zusammen mit der schulischen Ausbildung hat einfach gepasst. Das Landesgymnasium für Sport Sachsen war nur 5 Minuten mit dem Fahrrad entfernt und Torwarttraining stand jeden Tag auf dem Plan. Leider hatte Thomas Schlieck kurz nach meiner Unterschrift seinen Wechsel zum BVB bekanntgegeben. Er hat das Torwartkonzept in Leipzig aufgebaut und seine Anfrage war einer der Gründe mich für RB zu entscheiden. Trotzdem denke ich, dass mir die Ausbildung dort schulisch, wie auch fußballerisch sehr viel gegeben hat.

torwart.de: Du konntest bisher ein Länderspiel absolvieren. Wie hat dir das geholfen und was hat es dir bedeutet?

Wehking: Für das eigene Land spielen zu dürfen ist eine der größten Ehren, die einem im Fußball zu Teil werden kann. Es hat mir persönlich viel bedeutet, das Trikot tragen zu dürfen, aber war gleichzeitig ein noch größerer Ansporn an meinem Ziel, dem Profifußball zu arbeiten. Meine Aufmerksamkeit liegt auf den Leistungen im Training und den Spielen in meinem Verein, es gilt sich dort zu beweisen. Einladungen für den DFB sind dann Belohnungen für gute Leistungen. Natürlich helfen diese Erfahrungen auf internationaler Ebene dann auch wieder in der Liga.

torwart.de: Hast du ein Vorbild?

Wehking: Früher war es Kahn, heute ist es Ter Stegen. Ich mag einfach seine Art selber zu versuchen das Spiel zu entwickeln. Und er ist aktuell bei Barcelona einfach in richtig guter Form.

torwart.de: Was sind deine Ziele für die nächsten Jahre?

Wehking: Der nächste Schritt für mich sollte es sein sich im Herrenfußball zu beweisen. Ich bin noch jung, habe Zeit an Dingen zu arbeiten. Aber Spielpraxis ist für einen Torhüter mit das Wichtigste, darüber holt man sich die Ruhe und Routine. Also ist das Ziel für mich so viele Spiele, wie möglich zu machen und gleichzeitig von Profis wir Heuer Fernandes zu lernen.

torwart.de: Danke dir!

Wehking: Gerne!

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