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"Hautnah" bei torwart.de

Interview mit Marcel Hölscher

von  Tobias Schlitzke

Marcel Hölscher (foto SCW)

torwart.de konnte sich mit Marcel Hölscher unterhalten. Der Keeper spielte in seiner Jugend beim HSV und schaffte es sogar in die Junioren-Nationalmannschaft. Heute spielt er in der Regionalliga bei Wiedenbrück.

torwart.de: Marcel, du hast deine Jugend beim Hamburger SV verbracht. Welche Erfahrungen konntest du dort mitnehmen?

Marcel Hölscher: Ich denke an erster Stelle an die Selbstständigkeit. Ich bin mit gerade mal 16 Jahren von zu Hause ausgezogen, weg von meiner Familie und Freunden. Man war ganz auf sich allein gestellt, womit ich aber auch gut umgegangen bin. Ich denke, dass das mich auch mit meinen 21 Jahren sehr hat reifen lassen.

torwart.de: Was hat dich am meisten dabei beeindruckt?

Hölscher: Worüber ich auch froh sein konnte war, dass ich einen Richard "Richi" Golz als Torwarttrainer gehabt habe, bei dem ich mich in allen Bereichen weiterentwickeln konnte.

torwart.de: Vor allem auf das Torwartspiel bezogen: Welche Philosophie verfolgt der HSV dort im Jugendbereich?

Hölscher: Es wird viel Wert darauf gelegt, dass man als Torwart mit dem Ball am Fuß gut umgehen kann. Natürlich auch das allgemeine Torwartspiel ständig zu verbessern und sich weiterzuentwickeln.

torwart.de: Wenn man sich schon so früh auf den Wunsch des "Profiseins" fokussiert, bleiben dann auch andere Erlebnisse wie "Freunde, Party usw." auf der Strecke?

Hölscher: Ja, absolut. Wir hatten an den Wochenenden kaum Freizeit. Es gab Zeiten da war ich einmal im Monat bei meiner Familie und manchmal auch drei Monate gar nicht. Man muss dabei schon auf einiges Verzichten, aber um erfolgreich zu sein, muss man auch Opfer bringen.

torwart.de: Aus jedem Jahrgang schaffen es nur die wenigsten ganz nach oben. Wird man auch auf eine mögliche zweite Karriere vorbereitet?

Hölscher: Ja auf jeden Fall! Das war auch eine Voraussetzung, als ich zum HSV gewechselt bin. Man konnte sich aussuchen, entweder zur Schule zu gehen oder eine Ausbildung zu absolvieren. Ich entschied mich dabei für eine Ausbildung.

torwart.de: Du spielst heute in der Regionalliga. Wie war der Umstieg von der Jugend zu den Profis für dich?

Hölscher: Für mich persönlich nicht so schwer, weil ich schon in jungen Jahren im Herrenbereich trainiert oder gespielt habe, das war ein großer Vorteil für mich.

torwart.de: Hast du einen Karriereplan für die nächsten Schritte auf deiner Karriereleiter oder entscheidest du das aus der Situation heraus?

Hölscher: Nein, nicht wirklich. Als Torhüter ist es sowieso sehr schwer. Ich gebe einfach immer mein Bestes in den Spielen. Mit guten Leistungen macht man auf sich aufmerksam und das versuche ich in jedem Spiel zu zeigen.

torwart.de: Ein Torwart hat ganz eigene Bedürfnisse. Würdest du auch zu einem Verein gehen, der zwar höherklassig spielt, du aber nur die Nummer zwei wärst?

Hölscher: Es kommt immer auf die Situation drauf an, aber ich kann es mir schon vorstellen. Klar müsste ich mich dann damit begnügen erst mal die Bank zu drücken, aber mein Ziel wäre dann mich ranzukämpfen und mich für den Trainer zu empfehlen.

torwart.de: Machst du neben dem Vereinstraining noch Sport oder Extraübungen?

Hölscher: Ja, normalerweise vor und nach dem Training eine halbe Stunde. Ob es Stabi-Übungen oder Seilspringen ist, oder auf dem Platz Flanken und Torschuss.

torwart.de: An welchen Bereichen des Torwartspiels möchtest du noch am meisten arbeiten bzw. wo siehst du Entwicklungsbedarf bei dir?

Hölscher: Am liebsten an meiner Größe (lacht). Nein, Spaß beiseite. Ich bin 1,82 groß, viele sagen ich wäre zu klein, aber ich kann das mit meiner Sprungkraft kompensieren. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich in der Regionalliga mal eine Flanke unterschätzt habe und daraus ein Tor entstanden ist. Deshalb trainiere ich diesen Bereich auch mehr, um das perfekte Timing zu haben.

torwart.de: Wie wichtig waren die Einsätze mit der U18 Nationalelf für dich?

Hölscher:Ich denke für jeden Einzelnen ist es ein Traum für die Nationalelf zu spielen. Erst in der U-16 und dann U-18 und das sogar in Hamburg-St.Pauli, es waren sehr schöne Erlebnisse mit Gänsehaut!

torwart.de: Wie intensiv beschäftigst du dich mit Torhütermaterial und welche Handschuhe trägst du?

Hölscher: Sehr Intensiv. Es ist ja mein Handwerkszeug und alles muss zu 100% passen. Ich trage seit Jahren schon Adidas, habe in dieser Saison aber auch mal Stanno und Derbystar ausprobiert.

torwart.de: Zum Schluss: Du hattest einmal eine Gelb-Rote-Karte bekommen. Sehr ungewöhnlich als Torwart. Wie kam es dazu?

Hölscher: Ja, das war ein sehr kurioses Spiel, welches wir am Ende gegen Schalke II mit 3:5 verloren haben. Wir fangen uns das 2:3 in der 44. Minute, wobei aber beim Schalker Angriff der Ball zweimal mit der Hand gespielt wurde. Daraufhin bin ich zum Schiedsrichter gerannt und bevor ich ankam gab er mir schon die Gelbe Karte. Ich habe mich umgedreht und ging ein paar Schritte und fluchte vor mich hin. Der Schiedsrichter hat sich dann anscheinend angesprochen gefühlt und zeigte mir nicht nachvollziehbar die Gelb-Rote Karte!

torwart.de: Danke für das Gespräch.

Hölscher: Gerne doch.


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