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Rainer Hausner "Hautnah" bei torwart.de (19-11-2007)

Berge von Wäsche für die Mutter

von Tobias Schlitzke


Rainer Hausner

Rainer Hausner hütet das Tor der U19 in Burghausen. Der bayerische Nachwuchstalent gilt als großes Talent im Burghausener Raum und kommt aus der gleichen Schule, wie die momentane Nummer eins der Profis, Manuel Riemann, der erst kürzlich für Furore sorgte.

torwart.de: Manuel Riemann gilt als riesiges Talent bei Wacker - wie siehst du ihn und ist er auch dein Vorbild?

Rainer Hausner: Was er leisten kann hat er ja nicht nur gegen Bayern im Pokal gezeigt, sondern bringt auch konstant gute Leistungen in der Regionalliga. Davor habe ich großen Respekt. Ziel eines jeden ist es in der ersten Liga zu spielen und ich hoffe für ihn dass er dies auch schafft und denke auch wenn er so weiterspielt ihm das gelingen wird. Mein Vorbild ist er nicht. Als Kind war dies immer nur Oliver Kahn, aber mit der Zeit lernt man sich von jedem erfahrenen Torwart mit dem man trainiert bestimmte Dinge abzuschauen und einen eigenen Stil zu entwickeln.

torwart.de: Trainierst du zusammen mit ihm?

Hausner: Ich habe schon damals in der U17 mit ihm trainiert und dann wieder in der U19. Es gibt dann immer das eine Jahr, wo er dann immer eine Jugend höher gespielt hat, aufgrund unseres Altersunterschieds, und wir dann nur beim Torwarttraining mit Kay Wehner zusammentrainiert haben bzw. noch ab und zu tun.

torwart.de: Uwe Gospodarek stand lange Zeit im Tor in Burghausen. Gab es hierbei zwischen Jugend und Profis Kontakte?

Hausner: Vor ein bis zwei Jahren hatte ich persönlich noch keinen großen Kontakt mit den Profis. Da hat man dann nur ehrfürchtig aufgeschaut zu ihnen. Seit diesem Jahr hat man da schon mehr Kontakt, da ja einige aus unserer alten U19 jetzt "oben" spielen. Ich hätte aber gerne einmal mit Uwe Gospodarek trainiert, wobei ich das ein oder andere Training genau beobachtet habe um sich Dinge abschauen zu können. Wer mich seit ein paar Jahren super trainiert, den ich sehr schätze und von dem ich viel lernen konnte bisher ist Kay Wehner, der Jahre lang erster Torwart in Burghausen war und jetzt als Torwarttrainer arbeitet.

torwart.de: Was macht es für dich aus, bei Burghausen in der Jugend zu spielen?

Hausner: Ich bin ja jetzt schon das 7. Jahr in Burghausen und für mich war es damals einfach klasse zu so einem Club wechseln zu können. Ich kann sagen ich hab in Burghausen erst gelernt wie man im Tor überhaupt spielt. Man hat zwar jedes Jahr aufs neue den Leistungsdruck und den großen Zeitaufwand, aber wenn man dann gegen Mannschaften wie Bayern München, Kaiserslautern, Freiburg, Mainz etc. spielen darf dann ist dass das Größte für einen Jugendfußballer. Mittlerweile könnte ich nicht mehr ohne Fußball und der Verein ist mehr sehr ans Herz gewachsen.

torwart.de: Hast du ein konkretes Ziel?

Hausner: Ziele hat jeder Fußballer. Und von jedem Fußballer kann dies nur die erste Liga sein. Aber ich will mir lieber nahe Ziele setzen. Diese sind im Moment, nach meiner Verletzung in der Vorbereitung, wieder an das Level zu kommen dass ich leisten kann und damit der Mannschaft zu helfen die Klasse zu halten. An andere Dinge will ich im Moment nicht denken, da mich dies von der aktuellen Situation ablenken würde.

torwart.de: Worauf legst du deine Trainingsschwerpunkte bzw. wie oft pro Woche wirst du trainiert?

Hausner: Wir trainieren viermal die Woche. Ab und zu noch ein 5. Mal bei den Amateuren. In jedem Training versuche ich mich zu verbessern. Es gibt mal schlechte und mal gute Einheiten. Aber vor allem im Torwarttraining versuche ich immer über die 100% zu gehen um dann noch was drauf legen zu können. Was sehr wichtig ist, sind die einfachen Fehler zu minimieren und die vermeintlich einfachen Bälle sicher zu halten, Worauf ich in der nächsten Zeit großen Wert legen muss und werde..

torwart.de: Wie beschreibst du das Gesamtlevel der Junioren-Bundesliga - besonders aus der Perspektive des Keepers?

Hausner: Man merkt in den Spielen sehr oft welch großartige Jugendfußballer es in Deutschland gibt. Vereinzelt wird sogar gezaubert. Aber vor allem ist es eine Sache der Einstellung. Wenn ich von Beginn an das Spiel um jeden Preis gewinnen will und dies noch zehn andere Denken und umsetzen, dann kann in dieser Liga jeder jeden schlagen. Vor allem aus der Sicht der Keeper muss man sagen, dass in den jeweiligen Vereinen wirklich klasse Keeper im Tor stehen, die auch mal ein Spiel entscheiden können. Oft sieht man Paraden bei denen man denkt: " Hätte den der Kahn überhaupt gehalten?"...Was dann den Unterschied zwischen den Torhütern ausmacht ist wie konstant man die Leistung abrufen kann.

Das Team der U19 in Burghausen

torwart.de: Momentan steckt ihr eher im Abstiegskampf. Wie bewertest du die Saison für dich bisher?

Hausner: Ich habe mir natürlich für diese Saison sehr viel vorgenommen. Umso schlimmer war für mich dann die Schulterverletzung, die ich mir im Abschlusstraining vorm erste Saisonspiel zugezogen habe. War damit gute 6 Wochen außer Gefecht und eine sehr bittere Zeit für mich. Habe mich dann wieder rangekämpft und konnte gegen die Stuttgarter Kickers mein Debüt feiern, das wir dann sogar gewinnen konnten. Aber man hat gemerkt, dass ich einfach noch nach meiner Leistung suche und noch nicht wieder ganz da bin wo ich sein könnte. Bei zwei Toren in den darauf folgenden Spielen habe ich nicht gut ausgesehen. Vor allem geht mir noch die Sicherheit ab, die ich mir aber in jedem Training versuche zurückzuerarbeiten. Natürlich bleibt im Abstiegskampf sehr wenig Zeit dafür, aber ich hoffe, dass wir noch ein Paar Punkte vor der Winterpause holen können und ich werde alles dafür tun.

torwart.de: Siehst du dich ebenfalls schon als "Torspieler", oder bist du eher der klassische Torwart?

Hausner: Heutzutage ist es mehr denn je gefragt nicht nur Bälle zu fangen, sondern das Spiel gut zu eröffnen und gut mitzuspielen. Ich denke, dass ich in den Jahren bei Burghausen viel dazugelernt habe und da auf einem guten Weg bin vom klassischen Bild des Torwarts abzukommen und gut mitzuspielen. Natürlich ist da bei mir wie bei einem jedem anderen noch Verbesserungsbedarf, aber die Torwartausbildung zu unserer Zeit legt großen Wert auf fußballerische Qualitäten, auch in Burghausen. Hierbei ist der Manuel natürlich schon ein Vorbild, da er ein klasse Fußballer ist. Dennoch ist die primäre Aufgabe Bälle zu fangen, danach kann man dann versuchen das Spiel mitzugestalten.

torwart.de: Worauf legen eure Trainer hierbei Wert?

Hausner: Wir werden immer wieder in das Spiel eingebunden und müssen unter Druck Bälle verarbeiten können. Auch im Torwarttraining sind simple Passübungen sehr wichtig und werden immer wieder in das Training eingebaut. Oft sind die fangtechnischen Qualitäten fast identisch, so dass es bei der Wahl der Nummer 1 oft auf das fußballerische Vermögen ankommt.

torwart.de: Hast du schon einen Vertrag für die Profis oder wie schaut deine Zukunft aus?

Hausner: Ich habe noch keinen Vertrag auch nicht für die U19 und bin sogar eher froh darum. Da ich Fußball spiele, weil es meine Leidenschaft ist und ich nicht will, dass es jetzt schon bei mir nur um das Finanzielle geht. Wenn ich meine Leistung bringe, dann spiele ich, wenn nicht dann sitz ich auf der Bank. Natürlich wäre es für mich ein großer Vertrauensbeweis, wenn der Verein mir einen Vertrag geben würde. Aber zu allererst muss die Leistung stimmen und dann kommt dies alles auf Hinblick auf den Herrenbereich in der nächsten Saison von alleine. Mich interessiert das Aktuelle und dies ist gute Leistungen zu zeigen und dann zu versuchen es in die erste Mannschaft zu schaffen. Sollte dies nicht auf Anhieb funktionieren ist vielleicht auch ein Umweg über andere Vereine notwendig. Mein Ziel ist die erste Mannschaft, in welchen Planungen ich eine Rolle spiele, wird sich mit der Zeit zeigen.

torwart.de: Was hast du eigentlich neben dem Fußballspielen gelernt? Gibt es ein Internat in Burghausen?

Hausner: Ich gehe momentan noch in die 13. Klasse und werde im Juni 2008 mit meinem Abitur fertig. Danach werde ich voraussichtlich meinen Zivildienst leisten und dann - je nach dem wie es mit dem Fußball läuft - mich für eine Ausbildung oder Studium entscheiden. Es gibt in Burghausen nicht direkt ein Internat. Es gibt ein Jugendgästehaus, in dem Sportler aus größerer Entfernung untergebracht und versorgt werden, die aber in städtische Schulen oder Firmen gehen.

torwart.de: Wie sehr unterstützt dich deine Familie im sportlichen Bereich?"

Hausner: Meine Familie hat mich schon immer in allen sportlichen Bereichen super unterstützt. Früher ohne Führerschein, mussten mich meine Eltern immer überall hinfahren, was einen riesen Zeitaufwand ihrerseits erforderte. Auch heute noch muss meine Mutter jeden Tag einen Berg Schmutzwäsche "bearbeiten". Dies nimmt man als selbstverständlich, aber ohne meine Eltern würde es nicht gehen und dafür bin ich sehr dankbar. Vorraussetzung war aber immer, dass die schulischen Leistungen stimmen, aber ich glaube da können sich meine Eltern nicht beschweren.

torwart.de: Bekommst du Material vom Verein zur Verfügung gestellt?

Hausner: Ich habe noch keinen eigenen Ausrüstervertrag. Wir können uns momentan, wenn wir Handschuhe brauchen, im Sportgeschäft welche besorgen und bekommen dann vom Verein dass Geld dafür. Im Moment habe ich noch von Kay Wehner (TW-Trainer) Handschuhe von einer in Deutschland noch unbekannten Marke (Name steht soweit ich weiß noch nicht fest) zum Test bekommen, die ich für sehr gut halte. Natürlich würde ich mich über einen Ausrüstervertrag sehr freuen.

torwart.de: Abschließende Frage: Hast du dir schon gedanken über einen Berater gemacht?

Hausner: Natürlich bekommt man ab und zu von Teamkameraden mit, wenn sie von ihren Beratern sprechen. Und mit Sicherheit ist dabei auch ein gewisser Vorteil in bestimmten Bereichen wie Kontakte etc. Aber ich bin der Meinung dass da an erster Stelle die Leistung stimmen muss und man dann automatisch weiterkommt. Und da ich erst einmal vorhabe in Burghausen zu bleiben benötige ich im Moment auch keinen Berater. Sollte ich es dann später doch weiter schaffen, dann wird es wahrscheinlich unumgänglich sein. Aber ich bin auch der Meinung dass Berater auch viel kaputt machen können, und Spieler ihre Konzentration auf den Fußball verlieren.

torwart.de: Viel Glück auch weiterhin auf dem Weg in Burghausen.

Hausner: Vielen Dank auch an torwart.de!


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