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H. Hilpert: "Mentalität kann man nicht erlernen"

von Tobias Schlitzke & Thore Hauert


H. Hilpert (Foto: TSG)

Keeper Hendrik Hilpert hütet das Tor der U19 von 1899 Hoffenheim. Im Interview mit torwart.de erklärt der Keeper worauf es bei ihm in der Jugend ankam, welche Ziele er noch vor sich hat und was sein Plan B neben einer möglichen Profikarriere ist.

torwart.de: Du bist mit 16 Jahren schon bei deinem dritten Profiverein. Wie kommt das?

Hendrik Hilpert: Ich komme aus Osthessen, einer grauen Gegend, was Bundesligafußball betrifft. Nach einem tollen Jahr in der U12 von Eintracht Frankfurt, wohin ich jeden Tag 130 Kilometer fahren musste, habe ich mich dann dazu entschlossen in das Internat vom FC Carl Zeiss Jena zu wechseln um mehrmals täglich unter sehr guten Bedingungen zu trainieren. Dann folgte der nächste Ausbildungsschritt zur TSG Hoffenheim, nachdem man mich von den dortigen Begebenheiten und dem Konzept überzeugt hatte.

torwart.de: Was bedeutet es für dich, Torwart zu sein?

Hilpert: Ein Torwart muss meiner Ansicht nach aufgrund der speziellen Anforderungen, die an ihn gestellt sind, ein Individuum verkörpern, gleichzeitig aber auch aufgrund seiner Wichtigkeit innerhalb der Mannschaft ein bedeutender Teamspieler sein. Diesem Anforderungsprofil sportlich und persönlich gerecht zu werden, ist das Anspruchsvolle an dieser Position.

torwart.de: Du spielst in Hoffenheim in der Jugend. Was kannst du zum dortigen Konzept sagen?

Hilpert: Man wird ganzheitlich betreut bei der TSG in Hoffenheim. Die Bereiche Fußballtraining, Torwarttraining, Athletiktraining und soziale Betreuung sind perfekt abgedeckt. Ich fühle mich in hier sehr wohl und denke, dass die Bedingungen zu meiner sportlichen Weiterentwicklung grundsätzlich gegeben sind. Deswegen habe ich meinen auslaufenden Vertrag letzte Woche erst um ein weiteres Jahr verlängert.

torwart.de: Warum nur für ein Jahr?

Hilpert: Für mich, meine Eltern und mein Berater war das die beste Lösung, weil man dann genau weiß, wohin die Entwicklung der TSG und meine Entwicklung gehen werden.

torwart.de: Gab es auch andere Alternativen als Hoffenheim?

Hilpert: Ja, sowohl innerhalb Deutschlands, als auch das Ausland waren Alternativen. Das war aber weniger ein Thema, weil ich mich mit einem Wechsel nach England auch gegen eine weitere schulische Ausbildung hätte entscheiden müssen. Es gab auch keinen Grund Hoffenheim zu verlassen, weil mir dort die im Moment besten Entwicklungs- und Aufstiegschancen geboten werden.

H. Hilpert in Aktion (Foto: Privat)

torwart.de: Du bist auch seit zwei Jahren nun auch im engeren Fokus des DFB. Welchen Stellenwert hat das für dich?

Hilpert: Die Lehrgänge sind immer eine besondere Erfahrung. Es ist wertvoll, sich ständig mit den besten des Jahrgangs messen zu können. Dennoch hat der Verein für mich Priorität, genau wie meine ganzheitliche Entwicklung und Ausbildung.

torwart.de: Im Herbst letzten Jahres hättest du sogar ein Länderspiel machen sollen?

Hilpert: (lacht…) Ja, ich stand auf Abruf und sollte nach Aserbaidschan nachfliegen. Doch aufgrund der zu engen Reiseplanung seitens des DFB hatte mein Flug von Frankfurt nach Wien 90 Minuten Verspätung, wodurch ich den einzigen Flug im Anschluss nach Baku verpasste und unverrichteter Dinge zurückfliegen musste. Trotzdem bin ich davon überzeugt, dass hier meine Zeit noch kommen wird.

torwart.de: Nun zum Hoffenheimer Torwartkonzept. Worauf legt ihr besonders viel Wert?

Hilpert: Wir versuchen ganzheitlich zu arbeiten und jede Woche alle Bereiche abzudecken, so dass man sich jede Woche weiter entwickeln kann und zum Wochenende hin perfekt auf das nächste Spiel vorbereitet ist.

torwart.de: In welchen Bereichen arbeitet ihr im Moment am meisten?

Hilpert: Es gibt keinen Bereich, der besonders hervorgehoben wird. Ich versuche stets meine Schwächen zu verbessern und meine Stärken, die mich und mein Spiel auszeichnen, immer weiter nach Vorne zu bringen.

torwart.de: Analysiert ihr auch per Video?

Hilpert: Na klar! Es wird jedes Spiel und auch die ein oder andere Trainingseinheit aufgenommen, um sie dann individuell mit dem Torwarttrainer oder dem gesamten Team anzusehen und zu analysieren. Das ist sehr wichtig, weil man manche Fehler persönlich im Spiel gar nicht wahrnimmt und erst in der Videoanalyse verdeutlicht bekommt.

torwart.de: Gibt es Mentaltraining für dich?

Hilpert: Die Sportpsychologie ist inzwischen zu einem festen Bestandteil meines Lebens geworden. Ich treffe mich einmal pro Woche mit unserem Sportpsychologen, um Dinge wie Wahrnehmung und Konzentration zu trainieren. Dazu kommen noch Gespräche vor Spielen und allgemeine Hilfestellungen. Trotzdem bin ich der Meinung, dass man Mentalität nicht lernen kann. Entweder man ist ein Sieger – oder nicht.

torwart.de: Welcher Torwart ist dabei Vorbild für dich?

Hilpert: Jeder Mensch, von dem ich etwas lernen kann, egal in welchem Bereich ist für mich ein Vorbild. Ob es sich dabei um Leute aus meiner Familie, einfache Angestellte im Verein oder große Sportler handelt ist dabei nicht relevant. Als Sportler fasziniert mich die Geschichte von Muhamed Ali, dessen Poster zur Motivation in meinem Kabinenspint hängt. Im Torwartbereich sind es Victor Valdés und Marc-Andre ter Stegen, deren Spiel meinem ähnelt und von denen ich mir auch noch viel abschauen möchte.

torwart: Hast du einen Plan B, falls es nicht klappen sollte?

Hilpert: Mein zweites großes Ziel, neben dem des Fußballprofis ist es, ein gutes Abitur zu machen. Es wäre naiv zu denken, dass mein Leben nur noch aus Fußball bestehen und dadurch finanziert wird. Was nach dem Abitur kommt, wenn es nicht der Profifußball sein sollte, weiß ich nicht. Ich glaube jedoch, dass ich bestens auf das Leben „danach“ vorbereitet sein werde.

Hinweis: Link zur Facebook-Fanpage von Henrik Hilpert:
www.facebook.com/pages/Hendrik-Hilpert/261572990561010

 


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