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Kenneth Kronholm: "Wir arbeiten jede Woche hart für den Erfolg!"


K. Kronholm (Foto: Verein)

Bereits in der letzten Saison hatte der gebürtige US-Amerikaner, Kenneth Kronholm, einen maßgeblichen Anteil am Aufstieg. Und in dieser Saison steht der Verein auf Platz 1 der 2.Liga und der Torhüter spielte wieder einmal überragend! Torwart.de sprach mit dem Keeper des Überraschungsteam!

Infos zu Kenneth Kronholm:
  • Nationalität: Deutsch
  • Geburtstag: 13. November 1996
  • Geburtsort:Berlin, Deutschland
  • Verein: Münster
  • Position: Torwart
  • Liga: 3.Liga
  • Größe (cm): 1,86m
  • Bisherige Vereine als Spieler: Hertha BSC, Tennis Borussia Berlin

torwart.de: Kenneth, aktuell überrascht Kiel ganz Deutschland. Hast du eine Erklärung für den Erfolg?

Kenneth Kronholm: Natürlich. Wir arbeiten jede Woche hart für den Erfolg. Wir sind als Mannschaft im Sommer fast komplett zusammen geblieben, haben uns nur punktuell verstärkt. Daher kennen wir uns alle, spielen schon lange in dieser Konstellation. Und dazu haben wir ein Trainerteam, welches uns Woche um Woche perfekt auf die Spiele vorbereitet. Wir wollen genauso wie in der vergangenen Saison guten Offensivfußball spielen und Spaß dabei haben. Aber natürlich wissen wir, wo wir herkommen und bleiben demütig.

torwart.de: Viele dachten, dass ihr euch nach dem unglücklichen Relegationsduell gegen 1860 nicht mehr erholen würdet. Was war der Schlüssel, dass ihr wieder so stark zurückgekommen seid?

Kronholm: Wir hatten nach der verlorenen Relegation bei 1860 ja eine Saison, die nicht so gut gelaufen ist. Dann wurden die Fehler erkannt und es wurde darauf reagiert. Vor der Saison konnten dann gute Spieler auf den Schlüsselpositionen dazu geholt werden. Und relativ früh in der Saison wurde auch noch ein neuer Trainer verpflichtet, der ein überragendes Konzept hat. Die Spieler verstehen, was er will. Das war der Schlüssel zum Erfolg.

torwart.de: Wie gehst du generell mit solchen Niederlagen um?

Kronholm: Natürlich ist man in dem Moment traurig und macht sich ein zwei Tage Gedanken darüber. Aber im Endeffekt gehört es zum Fußball bzw. zum Sport dazu. Man muss auch verlieren können. Solche großen Niederlagen machen stärker, wenn man die richtigen Schlüsse daraus zieht.

torwart.de: Kannst du etwas zu deinem Torwarttrainer in Kiel sagen? Auf was legt er Wert?

Kronholm: Er legt auf alles wert. Wir machen nach jedem Spiel eine sehr ausführliche Spielanalyse. Wir gehen alle Aktionen durch, die mich betreffen. Vom Spielaufbau, meinem Stellungsspiel, meinem Verhalten bei Ecken, den Freistößen, Schüssen auf`s Tor. Und menschlich ist er einfach super, ein lustiger angenehmer Kerl, bei dem jede Einheit abwechslungsreich ist. Er macht sich immer wieder neue Gedanken. Die Zusammenarbeit zwischen uns Vieren, meinen Torwart-Kollegen Lukas Kruse und Bernd Schipmann und unserem Trainer Patrick Borger, funktioniert hervorragend.

torwart.de: In welchen Torwartbereichen konntest du dich in Kiel noch verbessern?

Kronholm: Ich denke, man kann sich immer in allen Bereichen verbessern. Es wäre für einen Leistungssportler schlimm, wenn man sagt, man braucht nichts mehr tun.

torwart.de: Wie kannst du deinen Trainer Markus Anfang beschreiben?

Kronholm: Unser Trainer ist sehr ehrgeizig und will immer alles aus uns herauskitzeln. Er treibt uns an und pusht uns zu Höchstleistung in jeder Einheit. Er hat ein gutes Konzept und immer einen Plan. Und er bringt die Themen, auf die er Wert legt, einfach richtig gut rüber. Wir sind in jedem Spiel perfekt auf den Gegner vorbereitet, wissen, was auf uns zukommt. Und unsere Aufgabe ist es, das dann auf den Platz umzusetzen.

torwart.de: Deine Karriere ist beeindruckend, du warst bei Wolfsburg und Düsseldorf, Jahre später in Mannheim in der Oberliga. Hattest du deine Karriere schon abgeschrieben gehabt?

Kronholm: Abgeschrieben nie. Es gab halt mal einen Punkt, in Mannheim in der Oberliga, wo man eigentlich vor dem Nichts steht. Und dann macht man sich Gedanken. Und fragt sich, willst du das jetzt so weitermachen oder reißt du dich noch mal zusammen und versuchst, aus deiner Karriere noch etwas zu machen. Das war dann nur eine kurze Überlegung und die Entscheidung einfach.

Kenneth Kronholm noch bei Elversberg (Foto Firo)

torwart.de: Wie schwierig fiel dir die Umgewöhnung an die Oberliga-Standards? War Fußballer damals noch dein Beruf?

Kronholm: Ich habe damals in Mannheim nebenher gearbeitet, in einem Sportmodehaus. Eigentlich habe ich damit meinen Lebensunterhalt bestritten und der Fußball war eine Nebeneinnahme. Trotzdem war der Tagesablauf natürlich auf den Fußball gepolt.

torwart.de: Du hattest so viele Vereine und musstest oft umziehen. Wie hast du das persönlich verkraftet, dich immer wieder einzugewöhnen?

Kronholm: Ich bin ja schon im Alter von 16 nach Wolfsburg gezogen. Und natürlich wusste ich von Anfang an, dass das dazu gehört. Da macht man sich keine großen Gedanken, dass man neue Freunde findet oder die Familie weit weg ist. Der Fußball ist im Fokus. Und die Bälle sind in jedem Verein rund und der Rasen ist überall grün.

torwart.de: Danach gelang dir der Aufstieg mit Elversberg. War das das Signal zurück in den Profifußball?

Kronholm: Absolut. Ich bin nach Elversberg gewechselt und hatte das Glück, dass wir dort eine überragende Mannschaft hatten, auch zwischenmenschlich passte das alles. Und das ist wahnsinnig wichtig für den Erfolg. – das sieht man ja auch im Moment bei uns in Kiel. Und dann warst du auf einmal mit Elversberg wieder in der 3. Liga.

torwart.de: Ist die aktuelle Zeit eine späte Genugtuung für dich?

Kronholm: Ich bin im hier und jetzt sehr zufrieden. Es ist toll, dass alles so gelaufen ist. Aber ich will, dass es weitergeht und dass wir weiterhin erfolgreich sind. Als Mannschaft. Und dass ich weiter an mir arbeite und mich stetig verbessere.

torwart.de: Wäre ein Einsatz in der ersten Bundesliga dein absoluter Traum?

Kronholm: Ja natürlich.

torwart.de: Danke für das Gespräch.

Kronholm: Gerne!


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