Der Jubel war grenzenlos bei Benfica Lissabon und ganz besonders bei Anatoliy Trubin. Völlig energiegeladen sprintete er in Richtung der Mittellinie, breitete die Arme aus und rutschte auf den Knien, ehe er von seinen Mannschaftskollegen begraben wurde. Soeben hatte er noch das Erreichen der Play-offs des portugiesischen Klubs gegen Real Madrid gesichert.
Von Beginn an war klar, dass Benfica möglichst gewinnen muss, um noch weiter in der Champions League zu bleiben und um das Achtelfinale zu kämpfen.
Dabei musste Benfica gegen Real Madrid von Beginn an leiden. Ein vermeintlicher Elfmeter wurde zurückgenommen und allein Pavlidis hätte in den ersten 20 Minuten die Gastgeber im Estádio da Luz in Front bringen müssen. Darüber hinaus zeigte auch Courtois noch eine herausragende Parade. Aber auch Trubin konnte sich mehrfach auszeichnen und war bei den beiden Treffern von Mbappé machtlos. So ging es für Benfica mit einer 3:2-Führung in die Nachspielzeit, in der es vollends kurios wurde. Asensio flog für Real vom Platz, ehe Trubin in kompletter Ahnungslosigkeit das Spiel verschleppte, obwohl Benfica zum Erreichen der Play-offs noch ein Tor brauchte.
Auch die Bank um Coach José Mourinho schien dies erst kurz vor dem Ende der Nachspielzeit zu begreifen. Was dann folgte, war der ganz große Moment des Anatoliy Trubin.
Im rechten Halbfeld bekam der Gastgeber noch einen letzten Freistoß zugesprochen. Mourinho hatte nun verstanden, dass das 3:2 gegen nunmehr nur noch neun Madrilenen nicht reichen würde, und beorderte alle nach vorn, inklusive des Torhüters. Jetzt hatten alle verstanden, was die Stunde geschlagen hatte. Die Freistoßflanke wurde in die Mitte geschlagen und fand den Torhüter, der aus sechs Metern einköpfen konnte und damit für eine spektakuläre Schlussszene und das Erreichen der Play-offs sorgte. Damit wurde der Torhüter, der zuvor schon eine gute Leistung zeigte, ganz spät noch zum Matchwinner und Spieler des Abends.
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