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Manchester City: Wie schlägt sich Gianluigi Donnarumma?

Stilbruch bei Guardiola: Warum der "Shot-Stopper" die Citizens stabilisiert

Autor: T. Rübe - 12.01.2026

Gianluigi Donnarumma gilt als einer der derzeit besten Torhüter der Welt, die Auszeichnung von der FIFA sowie die Yashin-Trophäe im Jahr 2025 sprechen Bände. Gleichzeitig werden traditionell solche Auszeichnungen in erster Linie auch für errungene Titel vergeben und da war es für den Italiener eine erfolgreiche Saison 2024/2025, denn mit Paris Saint-Germain gewann er das Triple aus französischer Meisterschaft, französischem Pokal und Champions League. Dennoch musste er im Sommer den Klub nach einigem medialen Getöse verlassen.

In Paris war man der Meinung, dass es Zeit für einen Wechsel auf der Torwart-Position ist und so gab man rund 40 Millionen Euro für Lucas Chevalier aus. Natürlich gilt Chevalier als eines der größten Torwart-Talente Europas und dennoch war es überraschend, wie sehr man gleichzeitig Donnarumma aus dem Verein drängte bzw. zu einem Wechsel bewegen wollte. Chevalier gilt als modernerer Torhüter mit größeren fußballerischen Fähigkeiten, während Donnarumma ein eher klassisches Torwart-Profil aufweist und sich eher als Shot-Stopper auszeichnet. Mit Chevalier wiederum sollte bei PSG ein Ansatz mit größerem spielerischen Impact gewählt werden. Donnarumma wäre dafür der falsche Torwart gewesen. Gleichzeitig besaß der 26-Jährige nur noch einen Vertrag bis zum Sommer 2026. Beide Parteien konnten sich bis dato nicht auf eine Ausdehnung des Arbeitspapieres einigen, wodurch der Klub die Befürchtung hatte, dass man den Torhüter ablösefrei hätte verlieren können. Das finanzielle Risiko wäre auch für den finanziell hochpotenten Klub zu groß gewesen, denn auch für PSG gilt das Financial Fairplay.

Donnarumma als Gegenentwurf zu Ederson

Der Europameister von 2021 wechselte kurz vor Ultimo des sommerlichen Transferfensters für 30 Millionen Euro zu Manchester City, sodass der Kauf von Chevalier lediglich mit 10 Millionen Euro extra zu Buche schlug. Gleichzeitig warf der Wechsel von Donnarumma zu Manchester City durchaus Fragen auf, denn der Cheftrainer der Citizens, Pep Guardiola, ist ein absoluter Fußball-Ästhet, der auch von seinem Torwart ein Höchstmaß an fußballerischen Fähigkeiten verlangt. Auch deswegen war Ederson acht Jahre lang die Nummer 1 bei Manchester City, denn der Brasilianer gilt als starker Fußballer und verfügt darüber hinaus mit seinen weiten und präzisen Abwürfen und langen Bällen über weitere starke Waffen im Rahmen der Spieleröffnung.

Donnarumma hingegen besitzt eher durchschnittliche fußballerische Fähigkeiten und lebt in seinem Torwartspiel von seiner Reichweite aufgrund seiner Körpergröße von 1,96 m sowie seinen herausragenden Fähigkeiten auf der Linie. Die Frage war daher von Beginn an, wie Donnarumma mit seinem Profil zu dem Spielstil von Guardiola passt. Nach etwas mehr als einer Halbserie lässt sich feststellen, dass Donnarumma durchaus auch das zeigt, was von ihm zu erwarten war – nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Die Statistik gibt Donnarumma recht

In seinen 18 Einsätzen kassierte der Keeper insgesamt 15 Gegentore und blieb dabei in acht Spielen ohne Gegentreffer. Dabei konnte er 38 Paraden zeigen und kommt somit auf eine gute Quote von 71,7 % gehaltener Bälle. Gleichzeitig konnte er somit statistisch betrachtet drei Gegentore verhindern, denn anhand der Qualität der Schüsse in den Spielen wären 18 Gegentore erwartbar gewesen, doch waren es wiederum nur 15. Gleichzeitig leistete sich der Keeper einen Fehler, der zu einem Gegentreffer führte, wodurch er auch nahezu fehlerfrei agierte. Spielerisch zeigte er auch das, was von ihm zu erwarten war. Der Torhüter brachte fast 80 % seiner Kurzpässe zum eigenen Mann. Von den langen Bällen fanden allerdings nur 43 % ihr Ziel.

Mit dem Torhüter hat auch das Star-Ensemble von Pep Guardiola wieder etwas besser in die Spur gefunden und belegt nach 21 Partien mit 43 Punkten hinter Arsenal den zweiten Tabellenplatz. Mit insgesamt 19 Gegentoren stellen die "Skyblues" die zweitbeste Defensive, wozu auch die neue Nummer 1 beigetragen hat. In der gesamten letzten Saison waren es insgesamt 44 Gegentore. Sollte die restliche Saison weiterhin so verlaufen, wird auch die Defensive stabiler sein als in der letzten Spielzeit, als Ederson noch die Nummer 1 war, allerdings zeitweise, wie bereits in den Jahren zuvor, nicht unumstritten war.

Dies ist bei Donnarumma wiederum nicht der Fall. Der Italiener ist unumstritten und zeigt auch durchweg konstant starke Leistungen, vor allem im klassischen Torwart-Bereich. Er liefert das, was von ihm zu erwarten war, wenngleich sein Spielstil nicht mit den eigentlichen bisherigen Maximen von Guardiola gänzlich kompatibel ist. Vielmehr ist seine Verpflichtung in gewisser Hinsicht eine Abkehr vom bisherigen Spielstil, wobei der Erfolg die höchste Priorität hat und dieser gibt dem Torwart durchaus recht: Auch in der Champions League ist Manchester City in der Liga-Phase unter den Top-Teams und stellt auch dort eine der besten Abwehrreihen. Für den Klub hat sich der Kauf des italienischen Nationaltorhüters nach derzeitigem Stand definitiv bezahlt gemacht.


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