Marc-André ter Stegen konnte für seinen neuen Klub, den FC Girona, ein durchaus starkes Debüt zeigen und rettete seiner Mannschaft noch einen Punkt vor heimischer Kulisse im Abstiegsduell gegen den FC Getafe. Für die Hausherren war es nach dem Spielverlauf durchaus ein Erfolg, denn bis in die Nachspielzeit hinein lag man zurück. Vitor Reis erzielte noch den viel umjubelten Ausgleichstreffer, doch hätte der Jubel auch kurz darauf wieder abrupt enden können. Einzig dem 33-Jährigen zwischen den Pfosten war es zu verdanken, dass man einen Punkt zu Hause behalten konnte. So zeigte er noch eine herausragende Parade und sicherte damit das 1:1-Remis.
Zuvor war der Torhüter während des Spiels im Rahmen der Torverteidigung kaum gefordert gewesen und musste dennoch in der 59. Minute bei einem Schuss aus kurzer Distanz hinter sich greifen, war in dieser Szene aber machtlos. Dennoch spielte der deutsche Nationaltorhüter durchaus auffällig, wurde er doch von seinen Mannschaftskollegen sofort in den Spielaufbau eingebunden. So wurde gleich deutlich, dass die Mannschaft die fußballerischen Fähigkeiten ihrer neuen Nummer 1 sofort nutzen wollte. Für den Klub ist es eine neu dazugewonnene Qualität. Auch darüber hinaus strahlte der langjährige Stammtorhüter des FC Barcelona eine hohe Sicherheit und Ruhe aus. Ihm war nicht anzumerken, dass es erst sein zweiter Saisoneinsatz war, nachdem er erst vor wenigen Wochen im Pokal zum Einsatz kam, aber zusätzlich keine weiteren Chancen auf regelmäßige Einsatzzeiten bekommen hatte. Bei den Blaugrana war er in dieser Saison hinter Neuzugang Joan Garcia und Wojciech Szczęsny in der internen Hierarchie zurückgefallen.
Gleichzeitig durfte ter Stegen nur aufgrund einer Ausnahmegenehmigung spielen. Grund dafür war eine kuriose Regelung: In Spanien müssen die Torhüter mit der Nummer 1, 13 oder 25 auflaufen. Diese Nummern waren aber bereits vergeben. So musste der Klub eine Sondergenehmigung einholen, sonst hätte der Neuzugang gar nicht spielen dürfen. Bei der Präsentation wurde er noch ohne Rückennummer vorgestellt, trägt nun aber die Nummer 22 – jene Nummer, die er auch zu Beginn seiner Karriere in der Nationalmannschaft im DFB-Dress getragen hatte.
Auch darum geht es für den Keeper, der dringend regelmäßige Spielpraxis und möglichst gute Leistungen benötigt, um in der Nationalmannschaft realistische Chancen auf den Posten der Nummer 1 bei der WM im Sommer zu haben.
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